Gott gebe mir die Gelassenheit…

Foto: privat

Gott gebe mir
die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen,
die ich nicht ändern kann,
den Mut,
Dinge zu ändern,
die ich ändern kann,
und die Weisheit,
das eine vom anderen zu unterscheiden.

Reinhold Niebuhr (1892 – 1971)

Mehr zur Geschichte des Gelassenheitsgebetes und seinem vollständigen Text hier: http://www.wlb-stuttgart.de/sammlungen/handschriften/bestand/nachlaesse-und-autographen/oetinger-archiv/gelassenheitsgebet/

 

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Rosa mystica…

Kirchenfenster von Josef Albers im Bottroper „Quadrat“    Foto: ©wak

Rosa mystica ora pro nobis

Du geheimnisvolle Rose, bitte für uns!

Der gebürtige Bottroper Josef Albers (1888 – 1976) hat dieses Fenster 1917 während des Ersten Weltkrieges geschaffen und damit die helfende und fürbittende Symbolkraft der Gottesmutter Maria aufgegriffen.

Mehr zur Geschichte und Deutung des Fensters hier: http://www.st-michael-bottrop.de/index.php/festzeitschrift-menueeintrag/120-kirchenfenster-rosa-mystica.html

Eine Studie dazu ist jetzt in der Essener Villa Hügel zu sehen: https://josefalbers.villahuegel.de/ausstellung

Gelassenheitsgebet

Foto: © wak

Gott gebe mir
die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen,
die ich nicht ändern kann,
den Mut,
Dinge zu ändern,
die ich ändern kann,
und die Weisheit,
das eine vom anderen zu unterscheiden.

Reinhold Niebuhr (1892 – 1971)

Mehr zur Geschichte des Gelassenheitsgebetes und seinem vollständigen Text hier: http://www.wlb-stuttgart.de/sammlungen/handschriften/bestand/nachlaesse-und-autographen/oetinger-archiv/gelassenheitsgebet/

Unser tiefes Verlangen nach Befreiung verwirklichen

Shin’ichi Hisamatsu

Besänftigt und gefaßt
Laßt uns erwachen zum wahren Selbst,
Völlig Erbarmende werden,
Völlig unsere Fähigkeiten nutzen,
Wie immer es unserer Berufung entspricht;
Das Leiden erkennen
Von Mensch und Gesellschaft
Und die Wurzel des Leidens;
Die richtige Richtung erfassen,
Wohin die Geschichte gehen soll.
Wir reichen einander die Hände,
Miteinander verwandt,
Weit jenseits der Unterschiede
Von Rasse, Nation und Klasse.
Laßt uns voll Mitgefühl geloben,
Daß wir unser tiefes Verlangen
Nach Befreiung verwirklichen
Und eine Welt gestalten,
In der alle leben können
In Wahrheit und Fülle.

(Shin’ichi Hisamatsu 1889 – 1980)

Lütticher Beginenquelle

Die Skulptur links soll Lambert le Bègue zeigen, der um 1175 in Lüttich die erste Beginengemeinschaft begründet hat

Fotos: © wak

„Die Beguinen waren keine Klosterfrauen, sie legten keine Gelübde ab, waren auch nicht zeitlebens, sondern nur zeitweilig an ihr Haus gebunden, das sie wieder verlassen konnten, um zu heiraten und in die Außenwelt zurückzutreten. Sie beschäftigten sich mit Nähen, Spinnen und Weben, daher jede Beguine einen Spinnrocken mitzubringen hatte … ; ferner mit der Unterweisung der Jugend in weiblichen Handarbeiten, im Lesen, Schreiben und in den Grundlehren der Religion, wobei jedoch die Erweckung und Belebung des religiösen Sinnes bei ihren Pflegebefohlenen die Hauptsache war. Ganz besonders aber widmeten sie sich, gleich den barmherzigen Schwestern und Diakonissen der Jetztzeit, der Krankenpflege in ihrem Hause und außerhalb desselben, daher die größeren und besser dotierten Beguinenconvente auch eigene Krankenhäuser besaßen.“ In altertümlicher Sprache benennt der Historiker Julius Heidemann die Schwerpunkte des Wirkens der Beginen. Waren sie doch nicht nur die erste Frauenbewegung, sondern auch eine mutige Reformbewegung und Begründerinen einer spezifisch weiblichen Spiritualität.

Mehr hier:

https://mystikaktuell.wordpress.com/2010/11/21/beginen-mystikerinnen-des-tuns/

Oder hier:

https://mystikaktuell.wordpress.com/2012/05/20/beginen-mystik-verfolgung-und-verurteilung/

Und hier:

topos taschenbücher 530

 

Der Hasen und der Löffel drei…

dreihasenfensterIllustration aus dem u.a. Textdokument

Der Hasen und der Löffel drei,
und doch hat jeder Hase zwei.

Aus Asien und China über Rom soll das Motiv der drei Hasen nach Europa gekommen sein, im spätgotischen Kreuzgang des Doms von Paderborn dann in das „Drei-Hasen-Fenster“. Das Symbol für die Dreieinigkeit Gottes (Vater, Sohn, Heiliger Geist / Trinität) ist ihm wohl erst später zugesprochen worden im Zusammenhang einer christlichen Zahlenmystik. Die ursprüngliche Bedeutung soll unklar sein.

Ausführlicher beschrieben findet sich etwas zur Geschichte hier:

https://www.paderborn.de/freizeit/download/Hasengeschichte.pdf