Geburtslegenden – buddhistisch und christlich

Der ganze Beitrag findet sich in der Zeitschrift „Der Buddhist“, 1. Jahrgang 1905, S. 257 ff.

Den Kosmos und die Seele erfüllen

Das Bild vom Leben
spricht in schöner
mystischer Übertreibung
und zugleich
durchaus realistisch
von drei Qualitäten,
die allen offen stehen:

  • grenzenlos glücklich,
  • absolut furchtlos,
  • immer in Schwierigkeiten.

Es gibt Menschen,
die das „stille Geschrei“,
das Gott ist,
nicht nur hören,
sondern es auch hörbar machen
als die Musik der Welt,
die den Kosmos und die Seele
auch heute erfüllt.

Dorothee Sölle (1929 – 2003) im Schlusswort des Buches „Mystik und Widerstand“. Freiburg/ Br. 2014, S. 389

Mozarts Requiem: Weit über allem Sagbaren

Foto: (c) wak

Nur die Tatsache, dass ein Werk wie das Requiem von Mozart durch die Wiedergabe eben schließlich doch immer wieder in den Bereich irdischer Unvollkommenheit zurückgeholt wird, gibt einem den Mut, etwas darüber zu sagen. Denn im Grunde liegt diese Musik weit über allem Sagbaren. Es ist kirchliche Musik und doch weit mehr. Nicht kirchlich wie etwa die Musik Bachs, die den Münsterraum zum Feierraum aller gläubigen Christenheit weitet und nicht unkirchlich, wie etwa die Musik Beethovens, der die freie Gläubigkeit des selbstgewissen Menschengeistes kündet, sondern es ist Musik gleichsam von der anderen Seite. Es hebt sich nicht gläubig gefaltet oder angstvoll und stürmisch emporgereckt hinauf, sondern es strömt und leuchtet von oben herunter. Der Glanz dieser Musik geht manchmal bis an die Grenze des Ertragbaren und es wird verständlich, daß sie auf manche Menschen mit der Macht geradezu des Tragischen wirkt, Gefühle un-säglicher Trauer und Schauer des Unheimlichen erzeugt.

Otto Maag (1885 – 1960) in seinem Beitrag „Musica Sacra“ über Mozarts „Requiem“. Weitere Abschnitte befassen sich mit den Orgelvariationen von Bach, und dessen Magnificat, dem 100. Psalm von Max Reger, Beethovens „Missa Solemnis“

Der ganze Beitrag von Otto Maag kann hier gelesen werden:

MAGISCHE BLÄTTER BUCH VII
CII. Jahrgang Oktober 2021 Heft 10, Thema: DIE MUSIKALISCHE DIMENSION DES JAKOB-BÖHME-BUNDES

Mehr hier:

https://verlagmagischeblaetter.eu/monatsschrift/magische-blaetter

Bestellt werden können die Magischen Blätter hier: kontakt@verlagmagischeblaetter.eu

Unmittelbar, klar und eindeutig

Foto: (c) wak

Alles, was in der äußeren und inneren Welt existiert, besteht auch in der Musik, nur in anderer Weise, und ist mit keinem Worte der Sprache vergleichbar. „Das Unbeschreibliche – hier wird’s Ereignis.“ Darum sagt uns die Musik alles, das Höchste und Tiefste und leicht Verschwebende; sie hält uns aber nicht am Einzelnen fest wie das Leben und die anderen Künste, sondern durchströmt uns mit dem Hauch der Allgegenwärtigkeit und lässt so das Einzelne eingehen in das Gesamtbewusstsein eines höheren Daseins, einer höheren Welt. Was Philosophen, Metaphysiker und Religionslehrer uns oft nur unvollkommen, bruchstückweise und in Gleichnissen sagen können, hier spricht es unmittelbar zu uns, klar und ein-deutig.

Felix Weingartner (1863 -1942)

Der ganze Beitrag „Die Grenzen der Musik“ von Felix Weingartner kann hier nachgelesen werden:

MAGISCHE BLÄTTER BUCH VII
CII. Jahrgang Oktober 2021 Heft 10, Thema: DIE MUSIKALISCHE DIMENSION DES JAKOB-BÖHME-BUNDES

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Das eigentliche Reich der Musik

Die Frage „Was hast du dir dabei gedacht?“ wird gegenüber einem echten künstlerischen Erlebnis, das uns die Musik vermittelt hat, bedeutungslos, ja lächerlich. Wir sind dann nicht mehr in derjenigen Welt, die durch die Fäden der Vorstellungen, Begriffe und Gedanken zusammengehalten und gelenkt wird. Wir sind in das eigentliche Reich der Musik, in ihre wahre Heimat versetzt, dort, wo sie Herrin, wo sie Königin ist. Wo aber ist dieses Königreich? Wo ist die Heimat dieser merkwürdigen, geheimnisvollen Kunst?

Felix Weingartner (1863 -1942)

Der ganze Beitrag „Die Grenzen der Musik“ von Felix Weingartner kann hier nachgelesen werden:

MAGISCHE BLÄTTER BUCH VII
CII. Jahrgang Oktober 2021 Heft 10, Thema: DIE MUSIKALISCHE DIMENSION DES JAKOB-BÖHME-BUNDES

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Im Garten des Einen

Anlässlich der „BUGA Erfurt 2021“ steht der Garten im Zentrum der diesjährigen Einführung in christliche und islamische Mystik: In den Workshops erfahren wir etwas über Gärten und Mystik, wir bestaunen mittelalterliche Darstellungen von Maria im Garten mit dem Einhorn und wir erhalten eine Einführung in Simone Weils „Theologie der Schönheit“. Die Musikerin Sabine Lindner führt uns in das Lob der „Grünkraft“ von Hildegard von Bingen ein und die Sufigruppe Tümata in den Tanz der Sufis, eine Praxis des Gebetes im mystischen Islam. Zwei Abendveranstaltungen in der Predigerkirche krönen diese Tage: ein Konzert mit dem Tanz der Sufis sowie „Christliche trifft islamische Mystik“ mit Musik und Texten aus Orient und Okzident.

Das vollständige Programm der Veranstaltungen am 24. und 25 September finden Sie hier:

Anmeldung für die Workshops am Freitag und Samstag unter:
erfurt@augustiner.de oder (0 172) 3 058 203

Mit allen Wesen in Frieden leben

Foto: (c) wak

Eine ganzheitliche Spiritualität bezieht den Körper in unseren inneren und äußeren Entwicklungsprozess ein. Sie verbindet ihn mit dem Geist durch Gebet, Meditation, spirituelle Gesänge, Liturgien, spirituelles Lesen, Yoga, diverse Kampfünste, Laufen, Wandern oder den Aufenthalt in der freien Natur. Gleichzeitig liefert eine ganzheitliche Spiritualität den „Input“, den Kunst, Musik und Dichtung zu unserem spirituellen Leben beitragen können. Eine vollständige Spiritualität wird durch diese kreativen Wege bereichert und steht auch in enger Verbindung zur Natur. Sie sorgt dafür, dass wir mit allen Wesen in Frieden leben.

Wayne Teasdale (1945 – 2004) in: Das mystische Herz. Spirituelle Brücken bauen. 2004, o.O., S. 286

Händels Messias: Klangbild des Gottessohnes

Aufgebaut ist Händels Messias wie ein dreiteiliges Altarbild:Im Zentrum – und damit sozusagen auf der „komponierten Mitteltafel“ dieses Triptychons – stehen die Passion und Auferstehung Jesu – gekrönt von Händels berühmtestem Chor: dem Halleluja. Gerahmt wird diese Mitteltafel von den Seitenflügeln der Menschwerdung – Advent und Weihnachten – und der Verherrlichung – Jüngstes Gericht und himmlische Vollendung. So entsteht ein kraftvoll-musikalisches Klangbild des Gottessohnes.

SWR 2 Glauben: Klingende Theologie: Friedrich Händels „Messias“. Meinrad Walter am 26. Dezember 2013

Requiem | Wolfgang Amadeus Mozart

00:00​ – Début du concert 01:19​ – I. Introïtus 02:00​ – Requiem 05:46​ – II. Kyrie 08:13​ – III. Sequentia. Dies Irae 10:09​ – Tuba mirum 13:29​ – Rex tremendae 15:31​ – Recordare 20:27​ – Confutatis 22:49​ – Lacrimosa 25:52​ – IV. Offertorium Domine Jesu Hostias 32:52​ – V. Sanctus 34:30​ – VI. Benedictus 38:52​ – VII. Agnus Dei 41:45​ – VIII. Communio – Lux Aeterna ~ https://de.wikipedia.org/wiki/Requiem_(Mozart)

Ave verum | Wolfgang Amadeus Mozart

Das Ave verum ist kunstvoll und liedhaft zugleich; es ist ebenso tief wie einfach; es wahrt zugleich den Abstand vor dem Göttlichen, die Ehrfurcht vor dem Unerforschlichen, und ist voll Vertrauen und Reinheit des Gefühls, man möchte sagen: voll Zutraulichkeit.“ ~ Alfred Einstein (1880 – 1952) in: Mozart. Sein Charakter, sein Werk. Bermann-Fischer, Stockholm 1947

Ave, ave, verum corpus,
natum de Maria virgine,
vere passum immolatum
in cruce pro homine,
cuius latus perforatum
unda fluxit et sanguine
esto nobis praegustatum
in mortis examine,
in mortis examine!

Sei gegrüßt, wahrer Leib,
geboren von Maria, der Jungfrau,
der wahrhaft litt und geopfert wurde
am Kreuz für den Menschen;
dessen durchbohrte Seite
von Wasser floss und Blut:
Sei uns Vorgeschmack
in der Prüfung des Todes!