Gott allein ist in allen Dingen…

Johannes Tauler

Gott zieht seine Diener
nicht nur auf einem Weg,
noch durch ein Werk,
noch auf eine Art;
sondern er zieht sie dahin,
wo er ist,
das heißt:
auf alle Wege,
durch alle Werke,
auf alle Arten;
denn Gott allein
ist in allen Dingen,
sofern sie gut sind.

Johannes Tauler (1300 – 1361)

 

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Schauen ist ein Wissen weiselos

 

Foto: © wak

Schauen ist ein Wissen weiselos,
Das über der Vernunft bleibt allezeit.
Es kann sich zur Vernunft nicht neigen,
Und die Vernunft nicht zu ihm aufwärts steigen.

Verklärte Unweise ist ein Spiegel fein,
Darin Gott einstrahlt seinen ewigen Schein.
Unweise, die ist ohne Arten,
Darin alle Werke der Vernunft versagen.
Unweise ist Gott selber nit;
Doch ist sie das Licht, womit man sieht.

Die Unweisen wandeln im göttlichen Lichte,
Die sehen in sich eine große Wüste.
Unweise ist zwar über der Vernunft, doch ihrer nicht bar.
Verwundern ist hinieden,
Ohne Verwundern ist das schauende Leben.

Unweise sieht, aber sie weiß nicht was;
Es ist über allem, nich dies, nich das.
Jetzt muss ich das Reimen lassen bleiben,
soll ich das Schauen klar bechreiben.

Jan van Ruysbroek (1293 – 1381) im „Buch von den zwölf Beginen“

Gott allein ist in allen Dingen

Gott zieht seine Diener
nicht nur auf einem Weg,
noch durch ein Werk,
noch auf eine Art;
sondern er zieht sie dahin,
wo er ist,
das heißt:
auf alle Wege,
durch alle Werke,
auf alle Arten;
denn Gott allein
ist in allen Dingen,
sofern sie gut sind.

Johannes Tauler (1300 – 1361)

Gott ist in allen Dingen

Gott zieht seine Diener
nicht nur auf einem Weg,
noch durch ein Werk,
noch auf eine Art;
sondern er zieht sie dahin,
wo er ist,
das heißt:
auf alle Wege,
durch alle Werke,
auf alle Arten;
denn Gott allein
ist in allen Dingen,
sofern sie gut sind.

Johannes Tauler (1300 – 1361)

Zwei Arten Menschen

Es gibt nur zwei Arten von Menschen in der Welt:

diejenigen, die versuchen, ihre innere Leere voll zu stopfen,
und diejenigen sehr seltenen wertvollen Wesen,
die versuchen, die innere Leere zu sehen.

Diejenigen, die versuchen, sie voll zu stopfen,
bleiben leer und frustriert.
Sie sammeln immer weiter Müll,
ihr ganzes Leben ist sinnlos und unfruchtbar.

Nur die anderen, die sehr wertvollen Menschen,
die versuchen, in ihre innere Leere zu blicken,
ohne jedes Verlangen, sie voll zu stopfen,
werden Meditierende.

Osho (1931-1990)