Jacob Böhme: Von wahrer Gelassenheit

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Denn sobald die Seele von der Selbheit vom Vernunft-Licht isset, so wandelt sie in eigenem Wahn, so ist ihr Ding, das sie für göttlich ausgibt, nur der äußeren Konstellation, welche sie alsobald ergreifet und trunken macht. So lauft sie denn so lange in Irrtum, bis sie sich ganz in die Gelassenheit wieder einergibt und sich aufs neue für ein besudelt Kind erkennet, der Vernunft aufs neue wieder erstirbet und Gottes Liebe wieder erreichet, welchen härter zugehet als zum ersten Mal…

Jacob Böhme (1575 – 1624) in seiner Schrift zur „wahren Gelassenheit“

Anrufung Milarepas

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Lama, Schutzgottheit und Geister,
drei vereint in einem –
rufe sie an!

Meditation, Erleuchtung und Liebe zu allen Wesen,
drei vereint in einem –
meistere sie!

Dieses Leben, das nächste und das Stadium zwischen Tod und neuem Leben,
drei vereint in einem –
betrachte ihre Einheit!

Anrufung Milarepas

Ich mache einen Weg in der Wüste…

Gedenkt  nicht  an  das  Frühere
und  achtet  nicht  auf  das  Vorige!
Denn siehe,
ich  will  ein  Neues  schaffen,
jetzt  wächst  es  auf,
erkennt  ihr’s  denn  nicht?
Ich  mache einen Weg in der Wüste
und Wasserströme in der Einöde.

Prophet Jesaja 43, 18 – 19

Denkt nicht nur an das, was früher war

Denkt nicht nur an das, was früher war.
Achtet nicht bloß auf das Vergangene,
denn seht:
Ich will etwas Neues machen!
Schon wächst es heran und
ihr werdet es erfahren,
daß ich selbst in der Wüste
einen Weg mache
und daß ich
Wasserströme entspringen lasse
in der Einöde.

Jesaias 43, 18-19

Ewig Neues

Es gibt kein Vergangenes, das man zurücksehnen darf, es gibt nur ein ewig Neues, das sich aus den erweiterten Elementen der Vergangenheit gestaltet, und die echte Sehnsucht muß stets produktiv sein, ein Neues, Besseres zu schaffen.

Giordano Bruno (1548 – 1600)