Ein Mystiker entmystifiziert die politische Macht

Lao Tzu, ein Mystiker, entmystifiziert die politische Macht. Autokratie und Oligarchie fördern den Glauben, dass Macht auf magische Weise erlangt und durch Opfer erhalten wird, und dass die Mächtigen den Machtlosen wirklich überlegen sind.

Lao Tzu sieht politische Macht nicht als Magie an. Er sieht rechtmäßige Macht als verdient und unrechtmäßige Macht als usurpiert. Er sieht Macht nicht als Tugend, sondern als das Ergebnis von Tugend. Die Demokratien beruhen auf dieser Sichtweise.

Er sieht die Aufopferung von sich selbst oder von anderen als Korruption der Macht an, und dass die Macht jedem zur Verfügung steht, der dem Weg folgt. Dies ist eine radikal subversive Haltung. Kein Wunder, dass Anarchisten und Taoisten gute Freunde sind.

Ursula K. Le Guin (1929 – 2018) in: Lao Tzu: Tao Te Ching. A Book about the Way and the Power of the Way. A New English Version bei Ursula K. Le Guin with the Collaboration of J.P. Seaton, Professor of Chinese, Shambala Boston & London, 2011

Tao Te King: Von allen tiefen Quellen das reinste Wasser

… Ich wollte ein Buch des Weges,
das für einen heutigen, unklugen,
unmächtigen und vielleicht
nicht männlichen Leser zugänglich ist,
der nicht auf der Suche
nach esoterischen Geheimnissen ist,
sondern auf eine Stimme hört,
die zur Seele spricht.
Ich möchte, dass dieser Leser erkennt,
warum die Menschen das Buch
seit fünfundzwanzig Jahrhunderten lieben.

… Es ist der liebenswerteste
aller großen religiösen Texte,
witzig, scharfsinnig,
gütig, bescheiden,
unzerstörbar empörend
und unerschöpflich erfrischend.

Von allen tiefen Quellen
ist dies das reinste Wasser.
Für mich ist es auch die tiefste Quelle.

Ursula K. Le Guin (1929 – 2018) in ihrer Einleitung über das „Tao Te King“, das ihr zuerst in der Ausgabe von Paul Carus von 1898 vorlag

Lao Tzu: Tao Te Ching. A Book about the Way and the Power of the Way. A New English Version bei Ursula K. Le Guin with the Collaboration of J.P. Seaton, Professor of Chinese, Shambala Boston & London, 2011

Bots und Lao Tse: Weiches Wasser bricht Stein

Auf der ganzen Welt gibt es nichts Weicheres als das Wasser. Und doch in der Art, wie es dem Harten zusetzt, kommt nichts ihm gleich. | So das Tao Te King von Lao Tse in Nr. 78

Vor 40 Jahren, am 10. Oktober 1981, waren viele Menschen im Bonner Hofgarten zusammengekommen: Gemeinsam wollten sie gegen atomare Bedrohung vorgehen. Eine der Hymnen der Friedensbewegung war dieser Song von Bots.

Ungenannter Gott der Stummen des Himmels


In Wahrheit wissen wir von Tao ebenso wenig wie von logos, womit Tao gern wiedergegeben wird; wenn das Wort ursprünglich Weg bedeutet hat, so mag das ein Wandertitel für moralische Bücher gewesen sein, den wir im Orient wie im Abendlande oft finden. Was Lao-Tse und Tschuang-Tse dann in das Wort hineinlegten, war die uralte und immer noch lebendige Sehnsucht der Mystik, das Unaussprechliche mit einem Worte auszusprechen. Das Wort sagt nichts, durchaus nichts, was nicht die chinesischen Mystiker aus ihrer (genialischen oder überkommenen) Seelensituation hineingelegt, hineingeheimnißt haben. Das Wort ist nicht nur für das Abendland unübersetzbar, es ist auch für China positiv nicht definierbar, höchstens negativ zu umschreiben: es ist nach Buber (S. 105) das Unerkennbare, im Werden die Ungeschiedenheit, die Ungeschiedenheit auch im Sein, in den Dingen. Wer sich im Abendlande zum Taoismus bekennt, der bekennt sich zu einem suggestiv neuen Namen für den ungenannten Gott der Stummen des Himmels. Und nachdem ich eben zwischen Tao und unserem Gottesbegriff unterschieden habe, möchte ich jetzt hinzufügen, daß wir dennoch Tao religiös, fast theologisch wiedergeben könnten, wenn wir uns von der Sprache befreien und sagen wollten: »Das Gott«. Was wieder noch unpersönlicher mir klänge als etwa: »das Göttliche«.

Stichwort Tao in: Fritz Mauthner. Wörterbuch der Philosophie. Neue Beiträge zu einer Kritik der Sprache. Erste Ausgabe: München 1910. Hier nach der zweiten, vermehrten Auflage, Leipzig 1923

Wu Wei – Nicht-Tun am 19. Mai im Kölner Mystikkreis / Ganz herzliche Einladung

„Wu Wei“ ist die entscheidende Handlungsanweisung des Tao(ismus), die sagt: Nichts Tun, Nicht Handeln – Doing Nothing. Nicht jedoch, um apathisch zu werden oder gar entschlusslos und handlungsunfähig zu sein. In seinem Kern meint „wu wei“ vor allem, das Handeln anders zu gestalten: ohne Absicht, Berechnung, Beweggrund – leicht und mühelos. Denn aus der Sicht des „Wu Wei“ entstehen die Handlungen wie selbst-verständlich aus einem Zustand der inneren Stille und im Einklang mit dem Tao: Das Notwendige wird zwar getan, ist jedoch nicht von Übereifer oder blindem Aktionismus geprägt.

Das „Tao Te King“ von Lao Tse gibt für das Wu Wei ebenso Anregungen wie die Ausführungen von Dschuangs Dsi in seinem „Wahren Buch vom südlichen Blütenland“. Nach einem Impuls zu Wu Wei und Texten zu dieser Handlungsanweisung wollen wir am 19. Mai erkunden, wie Wu Wei für uns selbst zu einem geglückten Leben beitragen kann. Sich organisch anschließend wird es nach der Mittagspause um „Doing Nothing“ gehen.

Wer sich ausschließlich für die „Doing-Nothing“-Praxis interessiert, ist herzlich dazu eingeladen ab 12.30 h an dem Seminar teilzunehmen, das bis ca. 15. 30 h dauern wird.

Organisatorisches:

Damit wir besser planen können, bitten wir um frühzeitige Anmeldung bei

Rani Kaluza: Tel: 0221 2406997/ eMail: weissefeder@netcologne.de.

Vielen Dank!

Wir treffen uns an jedem ersten Sonntag im Monat im Kölner Stadtteil Sülz. An diesen Sonntagen wird für beides Zeit sein – für stilles kontemplatives Sitzen und für das Studieren mystischer Texte & Themen sowie den gemeinsamen Austausch.

Der private Kurs ist auf 12 Teilnehmer beschränkt. Kostenbeitrag für den ganzen Tag: 15,– Euro (+ ein freiwilliger Obolus für den Mittagstisch). / Kostenbeitrag nur für den Nachmittag: 10,– Euro.

Wir freuen uns auf Euer / Ihr Kommen:

Rani und Werner

Infos auch  hier: https://www.facebook.com/events/2241867949395729

Die Ewigkeit einüben – Wu Wei im Mystikkreis Köln am 19. Mai / Herzliche Einladung

Dem Dunkel auf den Grund zu gehen bedeutet Klarheit.
Nachgeben zu können bedeutet Stärke.
Benutze dein eigenes Licht und kehre zur Klarheit zurück. Das nennt man: die Ewigkeit einüben.

Laotse (480 – 390  v.u.Z.) im Tao Te King

Mehr zum Mystik-Sonntag in Köln hier https://mystikaktuell.wordpress.com/2019/03/16/wu-wei-nicht-handeln-und-den-geschehnissen-ihren-lauf-lassen-5-mai-im-mystikkreis-koeln/

 

 

 

 

Wu Wei – Eine Nicht-Handlungsanweisung aus dem DAO – 19. Mai im Mystikkreis Köln – Herzliche Einladung

„Wu Wei“ ist die entscheidende Handlungsanweisung des Tao(ismus), die sagt: Nichts Tun, Nicht Handeln – Doing Nothing. Nicht jedoch, um apathisch zu werden oder gar entschlusslos und handlungsunfähig zu sein. In seinem Kern meint „wu wei“ vor allem, das Handeln anders zu gestalten: ohne Absicht, Berechnung, Beweggrund – leicht und mühelos. Denn aus der Sicht des „Wu Wei“ entstehen die Handlungen wie selbst-verständlich aus einem Zustand der inneren Stille und im Einklang mit dem Tao: Das Notwendige wird zwar getan, ist jedoch nicht von Übereifer oder blindem Aktionismus geprägt.

Das „Tao Te King“ von Lao Tse gibt für das Wu Wei ebenso Anregungen wie die Ausführungen von Dschuangs Dsi in seinem „Wahren Buch vom südlichen Blütenland“. Nach einem Impuls zu Wu Wei und Texten zu dieser Handlungsanweisung wollen wir am 19. Mai erkunden, wie Wu Wei für uns selbst zu einem geglückten Leben beitragen kann. Sich organisch anschließend wird es nach der Mittagspause um „Doing Nothing“ gehen.

Wer sich ausschließlich für die „Doing-Nothing“-Praxis interessiert, ist herzlich dazu eingeladen ab 12.30 h an dem Seminar teilzunehmen, das bis ca. 15. 30 h dauern wird.

 

Organisatorisches:

Damit wir besser planen können, bitten wir um frühzeitige Anmeldung bei

Rani Kaluza: Tel: 0221 2406997/ eMail: weissefeder@netcologne.de.

Vielen Dank!

Wir treffen uns an jedem ersten Sonntag im Monat im Kölner Stadtteil Sülz. An diesen Sonntagen wird für beides Zeit sein – für stilles kontemplatives Sitzen und für das Studieren mystischer Texte & Themen sowie den gemeinsamen Austausch.

Der private Kurs ist auf 12 Teilnehmer beschränkt. Kostenbeitrag für den ganzen Tag: 15,– Euro (+ ein freiwilliger Obolus für den Mittagstisch). / Kostenbeitrag nur für den Nachmittag: 10,– Euro.

Wir freuen uns auf Euer / Ihr Kommen:

Rani und Werner

Infos auch  hier: https://www.facebook.com/events/2241867949395729

Wu Wei – Laotse und Dschuang Dsi im Mystikkreis Köln / 19. Mai / Herzliche Einladung

Mehr hier:

https://mystikaktuell.wordpress.com/2019/03/16/wu-wei-nicht-handeln-und-den-geschehnissen-ihren-lauf-lassen-5-mai-im-mystikkreis-koeln

WU WEI – Nicht Handeln und ihren Geschehnissen ihren Lauf lassen – Mystikkreis Köln am 19. Mai

Terminänderung – Bitte den neuen Termin vormerken.

 

Mehr zum Termin am 19. Mai hier: https://mystikaktuell.wordpress.com/2019/03/16/wu-wei-nicht-handeln-und-den-geschehnissen-ihren-lauf-lassen-5-mai-im-mystikkreis-koeln/

und hier: https://www.facebook.com/events/2241867949395729/

Wu Wei – Nicht Handeln und den Geschehnissen ihren Lauf lassen – 19. Mai im Mystikkreis Köln

Terminänderung! Bitte diesen Termin vormerken

Den Geschehnissen ihren Lauf lassen, ohne Widerstand zu leisten, sie nur betrachten, das ist Handeln im Nichthandeln, das ist wu wei. Wenn Sie gelernt haben, so Ihre Tage zu verbringen, wird Ihr Leben sein wie in der schönsten Zeit ihrer Kindheit: ohne Sorgen, frei von Konflikten, das Gestern vergessend, vom Morgen nichts wissend, einzig im Heute verweilend, voller Glück und Gelassenheit. Das ist Lebenskunst, das ist Leben aus dem Geist des Tao.“

Theo Fischer in „Wu wei – Die Lebenskunst des Tao“

 

„Wu Wei“ ist die entscheidende Handlungsanweisung des Tao(ismus), die sagt: Nichts Tun, Nicht Handeln – Doing Nothing. Nicht jedoch, um apathisch zu werden oder gar entschlusslos und handlungsunfähig zu sein. In seinem Kern meint „wu wei“ vor allem, das Handeln anders zu gestalten: ohne Absicht, Berechnung, Beweggrund – leicht und mühelos. Denn aus der Sicht des „Wu Wei“ entstehen die Handlungen wie selbst-verständlich aus einem Zustand der inneren Stille und im Einklang mit dem Tao: Das Notwendige wird zwar getan, ist jedoch nicht von Übereifer oder blindem Aktionismus geprägt.

Das „Tao Te King“ von Lao Tse gibt für das Wu Wei ebenso Anregungen wie die Ausführungen von Dschuangs Dsi in seinem „Wahren Buch vom südlichen Blütenland“. Nach einem Impuls zu Wu Wei und Texten zu dieser Handlungsanweisung wollen wir am 19. Mai erkunden, wie Wu Wei für uns selbst zu einem geglückten Leben beitragen kann. Sich organisch anschließend wird es nach der Mittagspause um „Doing Nothing“ gehen.

Wer sich ausschließlich für die „Doing-Nothing“-Praxis interessiert, ist herzlich dazu eingeladen ab 12.30 h an dem Seminar teilzunehmen, das bis ca. 15. 30 h dauern wird.

 

Organisatorisches:

Damit wir besser planen können, bitten wir um frühzeitige Anmeldung bei

Rani Kaluza: Tel: 0221 2406997/ eMail: weissefeder@netcologne.de.

Vielen Dank!

Wir treffen uns an jedem ersten Sonntag im Monat im Kölner Stadtteil Sülz. An diesen Sonntagen wird für beides Zeit sein – für stilles kontemplatives Sitzen und für das Studieren mystischer Texte & Themen sowie den gemeinsamen Austausch.

Der private Kurs ist auf 12 Teilnehmer beschränkt. Kostenbeitrag für den ganzen Tag: 15,– Euro (+ ein freiwilliger Obolus für den Mittagstisch). / Kostenbeitrag nur für den Nachmittag: 10,– Euro.

Wir freuen uns auf Euer / Ihr Kommen:

Rani und Werner

Infos auch  hier: https://www.facebook.com/events/2241867949395729