Friederike Hempel: Du dunkles Licht

Mit ihren Texten führt Friederike Hempel in die Zwischenräume des Lebens, dorthin, wo unsere Träume uns träumen, die Zweifel uns jagen und unsere Hoffnungen als grüne Spitzen ins Leben wachsen. Es sind Gedichte zwischen den Zeilen, fernab der Hauptstraßen des Lebens, geschrieben zwischen gestolperten Pfaden unter Sternen und den windigen Wegen am Meer. Und es ist nicht sicher – sind es Gebete, sind es Gedichte? Oder eins im anderen?

Wellenflügel

Wellenflügel

Schon möglich

dass die Wellen
des Meeres

in Wirklichkeit
Flügel sind

die uns aufnehmen
und davontragen

wenn das Leben
sich lichtet

freundlichen
Stränden entgegen

Friederike Hempel, geb. 1971 in Zittau/Sachsen, Sozialpädagogin, Diakonin, Erwachsenenbildnerin, Autorin; als Gemeindepädagogin in verschiedenen Arbeitsfeldern der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands tätig, u.a. mit Kulturprojekten, Konzert- und Lesereihen und Salons.

echter-Verlag, Würzburg

80 Seiten
11,5 x 21 cm. Broschur
€ 12,80 (D) / € 13,20 (A)
ISBN 978-3-429-05685-8

Leserinnen und Lesern von „Mystik aktuell“ ist Friederike Hempel durch ihre Fotos des Bodendenkmals Meister Eckhart vor der Predigerkirche in Erfurt bekannt: https://mystikaktuell.wordpress.com/2021/05/26/wo-meister-eckhart-vom-grund-spricht/

Zum Wohl der anderen wirken

Die Sicht betrifft den Geist an sich:
Erkenne seine wahre Natur.

Die Meditation betrifft die leuchtende Klarheit:
Lass ihren Glanz sich voll entfalten.

Das Verhalten betrifft die illusorischen Phänomene:
Integriere alles, was erscheint, in den Weg.

Die Erfahrung ist die des Realen, das sich manifestiert:
Durchtrenne jegliches Anhaften von der Wurzel her.

Das Ergebnis ist ganz natürlich vorhanden:
Löse dich von Hoffnungen und Befürchtungen!

Die Aktivität des Erwachens besteht darin,
zum Wohl der anderen zu wirken:
Leite sie mit Mitgefühl.

Longchen Rabjam (1308 – 1363)

Sehnsucht nach der Einheit von Diesseits und Jenseits

Foto: © wak

Der Mystiker aber liebt diese Welt, liebt den Nächsten, tut alles für ihn, aber schon nicht mehr um Lohn, nicht um Dankbarkeitserweise zu erhalten. Er tut umsonst, er weiß nicht einmal, daß er es tut. Es freut ihn, wenn der andere sich freut, daß er für ihn da ist, ohne es zu wissen. Es bedeutet eine Sanftmut, eine Liebe zur Welt, zu den Menschen, und nicht nur zum „Nächsten“, wie man sagt; jeder Mensch ist „der Nächste“, jedes Tier, jede Pflanze. Es ist die Sehnsucht nach anderen Welten, die Sehnsucht nach der großen Einheit von Diesseits und Jenseits, Erde und Himmel, wo alle Generationen in einem da sind, alle deine Wünsche, deine Gedanken, deine Hoffnungen erfüllt sind. Wenn du dich danach sehnst, kann der Weg beginnen.

Friedrich Weinreb (1910 – 1988)

Die Gegenwart ist im Hier und Jetzt zu finden

Foto: © wak

Denke nicht an die Vergangenheit, denn sie ist vorüber. So wird die Vergangenheit abgeschnitten, und man ist frei davon.

Die Zukunft ist noch nicht eingetroffen. Richte nicht deine Erwartungen und Hoffnungen darauf. So wird die Zukunft abgeschnitten und man ist frei davon.

Die Gegenwart ist im Hier und Jetzt zu finden. Achte nur darauf, frei von Vorstellungen zu sein und den Geist von Zuneigung und Abneigung leer zu halten. Durch das Freisein von Vorstellungen wird die Gegenwart abgeschnitten, und man ist frei davon.

Hui Hai (720-814)

Die Gegenwart im Hier und Jetzt finden

Denke nicht an die Vergangenheit, denn sie ist vorüber. So wird die Vergangenheit abgeschnitten, und man ist frei davon.

Die Zukunft ist noch nicht eingetroffen. Richte nicht deine Erwartungen und Hoffnungen darauf. So wird die Zukunft abgeschnitten und man ist frei davon.

Die Gegenwart ist im Hier und Jetzt zu finden. Achte nur darauf, frei von Vorstellungen zu sein und den Geist von Zuneigung und Abneigung leer zu halten. Durch das Freisein von Vorstellungen wird die Gegenwart abgeschnitten, und man ist frei davon.

Hui Hai (720-814)

… und man ist frei davon

Denke nicht an die Vergangenheit, denn sie ist vorüber. So wird die Vergangenheit abgeschnitten, und man ist frei davon.

Die Zukunft ist noch nicht eingetroffen. Richte nicht deine Erwartungen und Hoffnungen darauf. So wird die Zukunft abgeschnitten und man ist frei davon.

Die Gegenwart ist im Hier und Jetzt zu finden. Achte nur darauf, frei von Vorstellungen zu sein und den Geist von Zuneigung und Abneigung leer zu halten. Durch das Freisein von Vorstellungen wird die Gegenwart abgeschnitten, und man ist frei davon.

Hui Hai (720-814)

Im Hier und Jetzt

Denke nicht an die Vergangenheit,
denn sie ist vorüber.
So wird die Vergangenheit abgeschnitten,
und man ist frei davon.

Die Zukunft ist noch nicht eingetroffen.
Richte nicht deine Erwartungen und Hoffnungen darauf.
So wird die Zukunft abgeschnitten und man ist frei davon.

Die Gegenwart ist im Hier und Jetzt zu finden.
Achte nur darauf, frei von Vorstellungen zu sein
und den Geist von Zuneigung und Abneigung leer zu halten.
Durch das Freisein von Vorstellungen
wird die Gegenwart abgeschnitten, und man ist frei davon.

Hui Hai (720-814)

Befreiung des Geistes

Die Sicht betrifft den Geist an sich:
Erkenne seine wahre Natur.

Die Meditation betrifft die leuchtende Klarheit:
Lass ihren Glanz sich voll entfalten.

Das Verhalten betrifft die illusorischen Phänomene:
Integriere alles, was erscheint, in den Weg.

Die Erfahrung ist die des Realen, das sich manifestiert:
Durchtrenne jegliches Anhaften von der Wurzel her.

Das Ergebnis ist ganz natürlich vorhanden:
Löse dich von Hoffnungen und Befürchtungen!

Die Aktivität des Erwachens besteht darin,
zum Wohl der anderen zu wirken:
Leite sie mit Mitgefühl.

Longchen Rabjam (1308 – 1363)

Hier und Jetzt

Denke nicht an die Vergangenheit, denn sie ist vorüber.
So wird die Vergangenheit abgeschnitten, und man ist frei davon.

Die Zukunft ist noch nicht eingetroffen.
Richte nicht deine Erwartungen und Hoffnungen darauf.
So wird die Zukunft abgeschnitten und man ist frei davon.

Die Gegenwart ist im Hier und Jetzt zu finden.
Achte nur darauf, frei von Vorstellungen zu sein und den Geist von Zuneigung und Abneigung leer zu halten.
Durch das Freisein von Vorstellungen wird die Gegenwart abgeschnitten, und man ist frei davon.

Hui Hai (720-814)