Eine Frage der Einstellung

Hazrat Inayat Khan

Wenn ein Mensch denkt: „Alles was ich berühre, alles was ich tue, überall, wo ich hinsehe – es ist alles verkehrt“, dann ist bestimmt alles verkehrt, daran gibt es keinen Zweifel. Aber es ist seine Einstellung, die verkehrt ist, und deshalb ist verkehrt, was immer er tut. Es ist, als würde man eine rote Laterne zur Hand nehmen und alle Dinge damit beleuchten: Jedes Objekt wird in dem Licht rot erscheinen, und man wird sich erschrecken und überall Gefahren sehen. Aber die Gefahr befindet sich in der eigenen Hand. Es ist die rote Laterne.

Hazrat Inayat Khan (1882 – 1927)

Mehr zu Sufis, Sufismus etc. am 27. Oktober: https://mystikaktuell.wordpress.com/2019/09/08/sufi-mystik-und-doing-nothing-am-27-oktober-herzliche-einladung/

Beschauliche für das Wohl der Gesellschaft

Foto: © wak

Es steht fest, dass die mystische Schau, das unmittelbare und intuitive Gewahren Gottes das Endziel des menschlichen Lebens ist, dass eine Gesellschaft nur insofern gut ist, als sie ihren Mitgliedern die Beschaulichkeit ermöglicht; und dass mindestens eine Minderheit von Beschaulichen für das Wohl jeder Gesellschaft unerlässlich ist.

Aldous Huxley (1894 – 1963)

Jedes Menschenleben…

jedesmenschenlebenDenkmal für Kurt Eisner am Münchener Oberanger     Foto: © wak

Kurt Eisner (geboren am 14. Mai 1867 in Berlin; gestorben am 21. Februar 1919 in München) war vom 8. November 1918 bis zu seinem gewaltsamen Tod infolge eines Attentats der erste Ministerpräsident des Freistaats Bayern.

Ursprung, der keine Eigenschaft hat

Ein  Zen-Meister  wurde einmal von einem Schüler gefragt:

„Ich habe gehört, dass ein Sutra sagt:
‚Aus dem Ursprung, der keine Eigenschaft hat,
entspringt jedes einzelne Ding.’
Was ist dieser Ursprung, der keine Eigenschaft hat?“

Der Meister  antwortete dem Schüler darauf:
„Form entspringt aus Nicht-Form.
Name kommt aus Nicht-Name.“

Gott um Gottes Willen lassen

Jede Idee, jedes Konzept, jeder Name ist ein letztes Hindernis. Derjenige, welcher in den Kirchen gepredigt wird ist ein letztes Hindernis. Der einzige westliche Lehrer, den ich fand, der das begreift, ist Meister Eckhart, der sagt „Das letzte Lassen ist das Lassen Gottes um Gottes Willen“.

Joseph Campbell (1904 – 1987) in: Reflections on the Art of Living

Ursprung ohne Eigenschaft

Einst wurde der Zen-Meister Hogen von einem Schüler gefragt:

„Ich habe gehört, dass ein Sutra sagt:
‚Aus dem Ursprung, der keine Eigenschaft hat,
entspringt jedes einzelne Ding.’
Was ist dieser Ursprung, der keine Eigenschaft hat?“

Hogen antwortete dem Schüler daraufhin:
„Form entspringt aus Nicht-Form.
Name kommt aus Nicht-Name.“