Allen Krankheiten und Leiden ein Ende setzen

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Als nun, Manjushri, dieser Meister des Heilens, dieser Tathagata im Lapislazuli-Glanz, Erleuchtung erreichte, war er aufgrund der Kraft seiner grundlegenden Gelübde fähig, alle Geschöpfe zu sehen und über sie zu wachen. Einige dieser Geschöpfe litten an Krankheiten, sie waren ausgezehrt, hatten hohes Fieber, Gelbsucht usw. Andere waren den verderblichen Giften von Dämonen ausgeliefert; noch andere würden ein kurzes Leben haben oder befanden sich an der Schwelle des vorzeitigen Todes. Als er dies sah, hatte er den Wunsch, all diesen Krankheiten und Leiden ein Ende zu setzen und den Wünschen der Geschöpfe zur Erfüllung zu verhelfen. Zu dieser Zeit ging der Erhabene in den Samadhi ein, „der die Leiden aller Wesen vertreibt“. Als er in diesem Samadhi weilte, ging ein strahlendes Licht von der Urna zwischen seinen Augenbrauen aus, und aus ihrer Mitte ertönte der Klang der großen Dharani:

Namo bhagavate bhaisajyaguru-vaidurya prabha-rajaya tathagataya arhate samyak-sambuddhaya tadyatha. Om bhaisajye bhaisajye bhaisajya-samudgate svaha.

Als der Klang dieser Dharani inmitten des strahlenden Lichts verklungen war, hörte man ein lautes Dröhnen, die Erde erbebte, und ein großer Lichtschein wurde sichtbar. Alle Wesen waren von ihren Leiden und Krankheiten frei und gelangten zu Frieden und Glück.

Der vollständige Text des Medizin-Buddha-Sutra findet sich hier: http://www.phathue.de/buddhismus/dharma/medizin-buddha-sutra/

Sich dem Leben öffnen und Kommunikation damit eingehen

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Vielleicht wird dies einige Leute aus der Fassung bringen, doch ich fürchte, Liebe hat keinesfalls nur mit Erfahrung von Schönheit und romantischem Glück zu tun. Zur Liebe gehört auch Häßlichkeit und Schmerz und Aggression, gemeinsam mit der Schönheit der Welt. Sie ist nicht die Wiedererschaffung eines himmlischen Zustandes. Liebe oder Mitgefühl, der offene Weg, bezieht sich auf das, „was ist“. Damit wir Liebe entwickeln können – universelle Liebe, kosmische Liebe oder wie wir sie sonst bezeichnen wollen -, müssen wir die gesamte Lebenssituation akzeptieren, mit ihren hellen und dunklen, ihren guten und schlechten Seiten. Wir müssen uns dem Leben öffnen und eine Kommunikation damit eingehen.

Chögyam Trungpa (1939 – 1987) in: Spirituellen Materialismus durchschneiden

Kehre in dich selbst zurück

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Herz, mein Herz
nicht in der Weite,
In der Nähe liegt das Glück!
Glaube, liebe, hoffe, leide
Und kehre in dich selbst zurück.

Julius Sturm (1816–1896)

Der vollständige Text findet sich z.B. hier: https://gedichte.xbib.de/Sturm%2C+Julius_gedicht_005.+Nicht+in+der+Weite.htm

In der Stille zum Wissen gelangen

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Wo Wasser, Erde, Feuer und Luft
keinen Boden findet –
dort leuchten Lichter nicht,
nicht strahlt die Sonne,
dort scheint der Mond nicht,
nicht findet sich dort Dunkelheit.
Und wenn der Weise
durch sich selbst
in der Stille zum Wissen gelangt ist,
dann wird er frei
von Gestalt und Nicht-Gestalt,
von Glück und Leid.

Buddha in der Schrift Udāna (Aufatmen)

Unterschiede bewusst werden lassen

 

Viel fruchtloses Bemühen, viel Streit, viel Unzufriedenheit würden verschwinden, und entsprechend mehr Gleichmut, Frohsinn, Glück könnten einziehen, wenn man, allgemein sich dieses Unterschiedes bewusst, mehr nach wahrem Besitz als nach Eigentum streben würde. Was damit gemeint ist, bringt ein chinesischer Aphorismus in knappster Form zum Ausdruck: „Der Herr sagte: „Mein Garten . . . – und sein Gärtner lächelte.“

Albert Hofmann (1906 – 2008) in seinem Buch „Einsichten – Ausblicke“; aktuell ist der gesamte Text „Über Besitz“ nachzulesen in der Mai-Ausgabe der „Magischen Blätter“. Mehr dazu hier: https://verlagmagischeblaetter.eu/monatsschrift/magische-blaetter

Feuer des Lichts – Sommer Retreat 21. – 26. Juli / Herzliche Einladung

 

 

Die Stille und die Wärme des Nicht Tuns
einmal wirklich umfassend einladen,
damit sie uns nähren kann, transformieren
und mit ihrer Magie verzaubern. ~ Rani

 

Im Rahmen einer 6 tägigen Woche der Stille, betten wie unser inneres dreitägiges Retreat ein, so dass wir dieses Mal etwas mehr Zeit haben anzukommen, zu integrieren und ausklingen zu lassen.

Das Essen im Kloster ist vegetarisch und seine Qualität ist lobenswert. Die Zimmer sind schön spartanisch, und auch das Kloster selbst erinnert an die schlichte, reduzierte japanische Kultur, da es im Geiste des Zen ausgerichtet ist. Deshalb hat es neben der Kirche auch einen Meditationsraum, welcher mit christlichen und zum Zen gehörenden Dingen eingerichtet ist, und jederzeit von allen besucht werden darf.

 

Ferner befindet sich auf dem weitläufigen Natur-Gelände des Klosters eine kleine Waldkapelle, die sich für Gruppentreffen, als auch fürstille, einsame Aufenthalte gut eignet. Die Kapelle ist der Mittelpunkt von acht sternförmig darauf zulaufenden Waldwegen, was wiederum auf die buddhistische Ausrichtung des Klosters hinweist. Die Atmosphäre dort ist wunderbar weich, klar und friedlich.

Leitung und Assistenz:
Rani Kaluza und Werner A. Krebber

Allgemeine Infos über die Retreats: http://doingnothing.de/

Anmeldung bitte bei Rani: kkaluza@netcologne.de

Bei Fragen auch gerne anrufen: 0049 (0) 221 2406997

Es grüßen Euch herzlich

Rani und Werner

Feuer des Lichts – Doing Nothing Sommer Retreat Juli 2020

Liebe Freundinnen und Freunde von Doing Nothing,

Rani und Werner möchten Euch ganz herzliche  zu dem diesjährigen Doing Nothing Sommer-Retreat „Feuer des Lichts“ einladen.

Es dauert dieses Mal 6 Tage. Das eigentliche, innere Retreat ist darin enthalten (3 Tage), wie man etwas Wertvolles mit einer samtigen, schützenden Verpackung umgibt. Das heißt, wir geben dem strengeren Nicht Tun einen großzügigen Rahmen und uns selbst damit viel Raum vorher anzukommen, nachher zu integrieren und auch den „Well Being“-Aspekt des Nicht Tuns kennen zu lernen und zu genießen.

Rani: Man kann gar nicht oft genug sagen, wie wichtig eine solche Erfahrung sein kann, wie wichtig die Zeit ist, die man sich schenkt, die man dem Göttlichen schenkt, was ja letztendlich das Gleiche ist, gerade in Hinsicht auf die kontemplative Praxis. Denn es geht beim Nicht Tun weniger um das ICH, als vielmehr um das WIR. Auch wenn Du alleine in der Kapelle im Wald sitzt oder alleine auf Deinem Zimmer. Gerade dann, wenn Du in der (relativen) Einsamkeit verweilst, ist die Chance sehr groß, dass die Schleier nach und nach dünner werden, die dich vom WIR trennen.

Es ist, als ob sich die Nebel sich langsam lüften und auf einmal fühlst Du Dich nicht mehr allein und separiert.

Du erlebst das Glück und die unzweifelhafte Gewissheit verbunden zu sein, geborgen im Schoß des Lebens, in Kontakt zu sein mit dem Göttlichen, ja berührt.

Allgemeine Infos über die Retreats: http://doingnothing.de/

Anmeldung bitte bei Rani: kkaluza@netcologne.de

Bei Fragen auch gerne anrufen: 0049 (0) 221 2406997

Es grüßen Euch herzlich

Rani und Werner

Alle Informationen dazu auch hier: https://mystikaktuell.wordpress.com/2020/04/04/feuer-des-lichts-doing-nothing-sommer-retreat-27-juli-2-august/  – Achtung! Terminänderung!

Stille und Öffnung

Screenshot der Homepage http://www.haukejohannagerdes.de/

… Die Bewusstseinsschicht, die Hauke Johanna Gerdes in uns ansprechen will, liegt im geistigen Raum, ihre Bilder verlangen, dass wir bereit sind, uns mit unseren Empfindungen zu öffnen. Ihre künstlerischen Arbeiten fordern ein vorübergehendes „Leersein“, einen Zustand der Stille und damit einer Öffnung, wie etwa bei einer Meditation. Denn es geht um eine Wahrnehmung, die in die Transformation eines Bereiches des Erfassbaren reicht, der recht flüchtig ist und sich den Augen gerne entzieht. So kann es für den Betrachter manchmal etwas Zeit brauchen, bis die Arbeiten sich der Empfindung aufschließen und sich in der Betrachtung verwandeln. Dann aber tritt plötzlich, wie aus heiterem Himmel, seelisch tief Erlebtes zutage. Die Gesamtheit eines Moments kann wahrnehmbar werden. Das Unbekannte kann den Blick, sowie das Bewusstsein weiten und zu einem großen Glück werden.

Klaus Weingarten in seinem Text „Das Leben tritt von selbst hervor“ über Hauke Johanna Gerdes. Der ganze Text kann hier nachgelesen werden: http://www.haukejohannagerdes.de/text_neu.html

Mehr Arbeiten von ihr sind hier zu sehen: http://www.haukejohannagerdes.de/

Feuer des Lichts – Doing Nothing Sommer Retreat: 21. – 26. Juli / Achtung: Terminänderung

Flyer des Retreats – Zum Vergrößern bitte anklicken

Achtung, Terminänderung: 21. – 26. Juli 2020

 

Liebe Freundinnen und Freunde von Doing Nothing,

Rani und Werner möchten Euch noch einmal zu dem diesjährigen Sommer-Retreat „Feuer des Lichts“einladen.

Es dauert dieses Mal 6 Tage. Das eigentliche, innere Retreat ist darin enthalten (3 Tage), wie man etwas Wertvolles mit einer samtigen, schützenden Verpackung umgibt. Das heißt, wir geben dem strengeren Nicht Tun einen großzügigen Rahmen und uns selbst damit viel Raum vorher anzukommen, nachher zu integrieren und auch den „Well Being“-Aspekt des Nicht Tuns kennen zu lernen und zu genießen.

Rani: Man kann gar nicht oft genug sagen, wie wichtig eine solche Erfahrung sein kann, wie wichtig die Zeit ist, die man sich schenkt, die man dem Göttlichen schenkt, was ja letztendlich das Gleiche ist, gerade in Hinsicht auf die kontemplative Praxis. Denn es geht beim Nicht Tun weniger um das ICH, als vielmehr um das WIR. Auch wenn Du alleine in der Kapelle im Wald sitzt oder alleine auf Deinem Zimmer. Gerade dann, wenn Du in der (relativen) Einsamkeit verweilst, ist die Chance sehr groß, dass die Schleier nach und nach dünner werden, die dich vom WIR trennen.

Es ist, als ob sich die Nebel sich langsam lüften und auf einmal fühlst Du Dich nicht mehr allein und separiert.

Du erlebst das Glück und die unzweifelhafte Gewissheit verbunden zu sein, geborgen im Schoß des Lebens, in Kontakt zu sein mit dem Göttlichen, ja berührt.

 

Allgemeine Infos über die Retreats: http://doingnothing.de/

Anmeldung bitte bei Rani: kkaluza@netcologne.de

Bei Fragen auch gerne anrufen: 0049 (0) 221 2406997

 

Es grüßen Euch herzlich

Rani und Werner

 

Kleiner Hinweis – bitte den Termin schon mal vormerken:

 Am 6. September 2020 wird es beim Mystik-Sonntag um Gelassenheit und Gleichmut in Buddhismus und Christentum gehen. Eine Einladung dafür folgt später.

 

 

Es kribbelt und wibbelt weiter…

Foto: © wak

 

Die Flut steigt bis an den Arrarat,
Und es hilft keine Rettungsleiter,
Da bringt die Taube Zweig und Blatt –
Und es kribbelt und wibbelt weiter.

Es sicheln und mähen von Ost nach West
Die apokalyptischen Reiter,
Aber ob Hunger, ob Krieg, ob Pest,
Es kribbelt und wibbelt weiter.

Ein Gott wird gekreuzigt auf Golgatha,
Es brennen Millionen Scheiter,
Märtyrer hier und Hexen da,
Doch es kribbelt und wibbelt weiter.

So banne dein Ich in dich zurück
Und ergib dich und sei heiter,
Was liegt an dir und deinem Glück?
Es kribbelt und wibbelt weiter.

Theodor Fontane (1819 – 1898)