In allem will Gott Begegnung feiern

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Das eine ist mir so klar und spürbar wie selten:
Die Welt ist Gottes so voll.
Aus allen Poren der Dinge quillt er gleichsam uns entgegen.
Wir aber sind oft blind.
Wir bleiben in den schönen und bösen Stunden hängen
und erleben sie nicht durch bis an den Brunnenpunkt,
an dem sie aus Gott herausströmen.
Das gilt für alles Schöne und auch für das Elend.
In allem will Gott Begegnung feiern
und fragt und will die anbetende, hingebende Antwort.
Die Kunst und der Auftrag ist nur dieser, aus diesen Einsichten und Gnaden
dauerndes Bewusstsein und dauernde Haltung zu machen
und werden zu lassen.
Dann wird das Leben frei in der Freiheit, die wir immer gesucht haben.

Alfred Delp (1907 – 1945) hat diese Zeilen am 17. November 1944 mit gefesselten Händen in seiner Zelle im Gefängnis Berlin-Tegel geschrieben. Gefunden habe ich den Text hier: http://www.sankt-peter-koeln.de/wp/veranstaltungen/elemente-ignatianischer-spiritualitat/

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Unseres grenzenlosen Bewusstseins gewahr werden

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Das Göttliche ruft uns alle aus sich selbst heraus ins Sein. Wir sind dafür gemacht: Das ist der Sinn und Zweck der spirituellen Reise. Diese Reise bringt uns auf den Weg, auf dem wir schließlich erkennen, wer wir in Wahrheit sind, und uns in unserem wahren Sein verwirklichen. Erleuchtung ist ein Erwachen, bei dem wir unserer Identität als grenzenloses Bewusstsein gewahr werden; aber sie ist unvollständig, wenn nicht gleichzeitig unser Mitgefühl, unsere Sensibilität und unsere Liebe erweckt werden und sich in unserem Leben und unseren Beziehungen niederschlagen.

Wayne Teasdale (1945 – 2004)

Zugang zum göttlichen Bewusstsein der Welt

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Das menschliche Herz ist ein multidimensionales Organ des spirituellen Gewahrseins und des Lichts. Und da der Mensch ein Mikrokosmos der gesamten Schöpfung ist, hat auch die Welt ein Herz des spirituellen Gewahrseins und des Lichts. Im innersten Kern ist das menschliche Herz eins mit dem Herzen der Welt und macht so den Einzelnen zum Tor zur Liebe und zum göttlichen Geheimnis des Ganzen. Betreten wir die Kammern unseres eigenen Herzens, bekommen wir Zugang zum göttlichen Bewusstsein der Welt und können damit arbeiten.

Llewellyn Vaughan-Lee (*1953)

Erde und Leben mit Gottes Segen

Mit Erde gefüllt sind die Bücher des Altars der „Eine-Welt-Kirche“  Foto: © wak

„Der Eine-Erde-Altar der Eine-Welt-Kirche transformiert das abstrakte Bewußtsein von der Gesamtheit der Welt in die individuelle Erfahrung der alltäglichen Einzigartigkeit. Erde von vielen Orten des Globus läßt die gemeinsame Abhängigkeit von dieser dünnen Schicht verwitterten Gesteins erkennen, aus dem das Leben seine Nahrung bezieht und in dem es seine Spuren hinterläßt.
Die Erde, der Boden, auf dem wir stehen, ist Synonym für unseren Globus. Er ist der Teil von ihm, mit dem unsere Vorfahren täglich umgingen, von dem sie Gottes Segen am unmittelbarsten erfuhren.“ – Aus der Einführung der Künstlerin Marianne Greve

Mehr hier:

http://www.eine-erde-altar.org

https://de.wikipedia.org/wiki/Eine-Welt-Kirche

Unteilbar, unbeweglich, unveränderlich

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Vollkommene Reinheit muß durch die unteilbare Einheit vom Methode und Weisheit erzielt werden, die in der … Silbe hung – sie bedeutet Unteilbarkeit – symbolisiert wird. Im Sutra-System bezieht sich die Unteilbarkeit vom Methode und Weisheit auf Weisheit, die durch Methode, und Methode, die durch Weisheit beeinflußt ist. Im Mantra- oder Tantra-Fahrzeug bezieht sie sich auf ein Bewußtsein, in welchem die volle Form von Weisheit und Methode als einer unteilbaren Wesenheit gegeben ist. Im System der Wurzelsilben für die fünf Sieger-Buddhas ist hung die Wurzelsilbe des Aksobhya – des Unbeweglichen, Unveränderlichen, der durch nichts gestört werden kann

Tenzin Gyatso (* 1935)

Wegloser Weg

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Jôshû fragte Nansen einmal: „Was ist der Weg?“

Nansen antwortete ihm: „Der alltägliche Geist ist der Weg.“

Jôshû fragte darauf:  „Soll ich mich selbst darauf ausrichten oder nicht?“

Nansen sagte ihm: „Wenn du versuchst, dich ihm zuzuwenden, wendest du dich von ihm ab.“

Jôshû fragte nach: „Wenn ich nicht versuche, mich ihm zuzuwenden, wie kann ich wissen, dass es der Weg ist?“

Nansen erwiderte: „Der Weg hat nichts zu tun mit Wissen oder Nicht-Wissen. Wissen ist Illusion. Nicht-Wissen ist ohne Bewusstsein. Wenn du den zweifelsfreien, wahren Weg wirklich erlangen willst, dann werde so grenzenlos und weit wie der Weltraum. Wie kann man darüber sprechen auf der Ebene von Richtig oder Falsch?“

Bei diesen Worten war Jôshû plötzlich erleuchtet.