Beende die Verwirrung des Lernens…

Milarepa – Foto: © wak

Beende zuerst die Verwirrung des Lernens,
Dann erwäge die Bedeutung des Gelernten,
schließlich meditiere
entsprechend der Bedeutung.

Milarepa (1052 – 1135)

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Sicht, Meditation, Handlung…

Foto: © wak

 

Erscheinungen, Offenheit und ihre Untrennbarkeit:
Diese drei fassen die Sichtweise zusammen.

Klarheit, Nichtdenken und Unzerstreutheit:
Diese drei fassen die Meditation zusammen.

Kein Verlangen, kein Anhaften und die Dinge zu Ende führen:
Diese drei fassen die Handlungsweise zusammen.

Milarepa (1052 – 1135)

Aus dem Menschen selbst entstehen und verschwinden

Nicht näher bezeichnete Skulptur von Milarepa     Fotos: © wakBild und Texttafel in der Ausstellung „Der Berg ruft“ im Oberhausener Gasometer

Sicht, Meditation, Handlung

Erscheinungen, Offenheit und ihre Untrennbarkeit:
Diese drei fassen die Sichtweise zusammen.

Klarheit, Nichtdenken und Unzerstreutheit:
Diese drei fassen die Meditation zusammen.

Kein Verlangen, kein Anhaften und die Dinge zu Ende führen:
Diese drei fassen die Handlungsweise zusammen.

Milarepa (1052 – 1135)

Urgrund des eigenen Geistes

Der Geist aller Lebewesen ist im tiefsten Grund licht, lauter und leer. Dieser Geist wird Urgrund der Erleuchtung genannt. Unter dem Einfluss der Trübungen des Geistes irren die Wesen, da es ihnen an Selbsterkenntnis mangelt, im Samsara umher. Wer Selbsterkenntnis und Einsicht in den Urgrund des eigenen Geistes gewonnen hat, der ist ein Weiser, ein Geläuterter, ein Erwachter.

Milarepa (1052-1135)

Das Ganze befreien

Die Dämonen für Dämonen zu halten,
das ist eine Gefahr.
Sie als leer zu erkennen,
das ist der Weg.
Sie zu begreifen als das,
was sie sind,
das ist die Befreiung.
Sie als Vater und Mutter zu erkennen,
das ist ihr Ende.
Wenn wir sie als Schöpfungen des Geistes gelten lassen,
dann verwandeln sie sich in Ausschmückungen.

Wissen wir derart damit umzugehen, dann ist das Ganze befreit.

Milarepa (1040-1123)

Gewähre deinen Segen

Gewähre deinen Segen,
so dass mein Geist sich
dem Dharma zuwende;
Gewähre deinen Segen,
so dass das Dharma
auf dem Weg voranschreitet;
Gewähre deinen Segen,
so dass der Weg
Verwirrung klären möge;
Gewähre deinen Segen,
so dass Verwirrung
als Weisheit aufgehe.

Gampopa (1079 – 1153)