Der königliche Weg zu Mystik und Wirklichkeit

Foto: © wak

Der königliche Weg zu Mystik und Wirklichkeit führt nicht durch die Welt der Menschen; er führt durch die Welt der Taten, in die man sich um ihrer selbst willen verliert, ohne auf Erfolg oder möglichen Gewinn zu schauen. Im Gegensatz zu einer landläufigen Meinung sind nicht Gesellschaft und Geselligkeit das wirksame Mittel gegen Lieblosigkeit und Einsamkeit, sondern der Kontakt mit der Wirklichkeit. In dem Augenblick, da Sie diese Wirklichkeit berühren, werden Sie wissen, was Freiheit und Liebe ist. Freiheit von Menschen – und somit die Fähigkeit, sie zu lieben.

Anthony de Mello (1931 – 1987) in: „Wie ein Fisch im Wasser“

Gefunden habe ich dieses Zitat hier:
https://satyamnitya.wordpress.com/2018/02/22/anthony-de-mello-der-kontakt-mit-der-wirklichkeit/?fb_action_ids=1594425083972762&fb_action_types=news.publishes

Werbeanzeigen

Bedingungen eines einsamen Vogels

Foto: © wak

Der einsame Vogel hat fünf Eigenschaften:
die erste, dass er zum höchsten Punkt fliegt;
die zweite, dass er  keine Gesellschaft erträgt, auch wenn sie von seiner Art ist;
die dritte, dass den Schnabel in den Wind hält;
die vierte, dass er keine bestimmte Farbe hat;
die fünfte, dass er sehr leise singt.

Johannes vom Kreuz (1541-1591) in „Worte von Licht und Liebe“

Unser tiefes Verlangen nach Befreiung verwirklichen

Shin’ichi Hisamatsu

Besänftigt und gefaßt
Laßt uns erwachen zum wahren Selbst,
Völlig Erbarmende werden,
Völlig unsere Fähigkeiten nutzen,
Wie immer es unserer Berufung entspricht;
Das Leiden erkennen
Von Mensch und Gesellschaft
Und die Wurzel des Leidens;
Die richtige Richtung erfassen,
Wohin die Geschichte gehen soll.
Wir reichen einander die Hände,
Miteinander verwandt,
Weit jenseits der Unterschiede
Von Rasse, Nation und Klasse.
Laßt uns voll Mitgefühl geloben,
Daß wir unser tiefes Verlangen
Nach Befreiung verwirklichen
Und eine Welt gestalten,
In der alle leben können
In Wahrheit und Fülle.

(Shin’ichi Hisamatsu 1889 – 1980)

Verwurzelung

Texttafel der Friedensbibliothek/Antikriegsmuseums. Aktuell ist die Ausstellung in der Sankt-Nikolai-Kirche in Wismar zu sehen Foto: © wak

Wilhelm Klingholz wies mich noch auf diesen Beitrag von Simone Weil hin: http://www.oya-online.de/article/read/1153-die_entwurzelung.html

Leben im Einklang

Es scheint geradezu das Ziel unserer Gesellschaft zu sein, die Menschen der Verantwortung für ihr Leben und Handeln zu entheben. Der Weg der Transformation muss das genaue Gegenteil sein. Wohin er uns sonst auch führen mag, er muss uns zu freien, verantwortlichen Individuen machen, die fähig sind, ihr Leben im Einklang mit dem größten objektiven Wohl zu gestalten.

John G. Bennett (1897–1974)

Heilung von Mensch und Gesellschaft

Wenn der Mensch seine Verbindung zur Natur, zu Himmel und Erde verliert, dann weiß er seine Umwelt nicht mehr pfleglich zu behandeln und die Welt nicht mehr zu regieren – was letztlich dasselbe ist. Was Menschen ihrer Umwelt zufügen, geht Hand in Hand mit dem, was sie einander zufügen. So betrachtet, ist die Heilung der Gesellschaft nur zugleich mit der Heilung unserer persönlichen, elementaren Beziehung zu unserer Umwelt möglich.

Chögyam Trungpa (1939 – 1987)

Schau nach innen, sei still

Schau nach innen, sei still. Frei von Furcht und Anhaftung erfahre die süße Freude des Wegs. Wie freudvoll ist es auf den Erwachten zu schauen und Gesellschaft mit den Weisen zu pflegen. Wie lange ist die Straße für den Menschen, der mit einem Narren reist. Wer aber jenen folgt, die dem Weg folgen, entdeckt seine Familie und ist von Freude erfüllt. Folge dann den leuchtenden, den Weisen, den Erwachten, den Liebenden, denn sie wissen, wie man arbeitet und vorwärts geht und wie man wartet. Folge ihnen so, wie der Mond dem Weg der Sterne folgt

Gautama Buddha (ca. 563-483 v. u. Z.)