Meister Eckhart ist „auf dem Weg“

Meister Eckhart ist natürlich nicht persönlich auf dem Erfurter Kirchentag, natürlich nicht. Aber die Evangelische Predigergemeinde Erfurt hat im Rahmen des Programmes „Licht auf Luther“ zum „Kirchentag auf dem Weg“ in Erfurt eine ganze Reihe von Veranstaltungen um Meister Eckhart im Angebot. Eine kleine Auflistung hier:

* Donnerstag, 25.05., 16 Uhr, Kapitelsaal: „Mystische Spiritualität inmitten der stürmischen Welt“ – Dr. Gerhard Breidenstein

* Donnerstag, 20 Uhr, Kapitelsaal: „Meister Eckharts Reden der Unterweisung“ –
Renate Morawietz

* Freitag, 11 Uhr, Kirche: „Meister Eckhart und Luther“ – Prof. Dietmar Mieth

* Samstag, 09.30 Uhr, Kirche: „Anbetung im Geist und in der Wahrheit“. Eine
biblische Textarbeit, übersetzt und ausgelegt von Meister Eckhart – Prof. Dietmar
Mieth

* Samstag, 11 Uhr, Kirche: „Erleuchtet wie Meister Eckhart“. Spiritualität für
postmoderne Mystikerinnen und Mystiker – Pro. Sabine Bobert

Gesehen wird aber auch über den Tellerrand. Zum Beispiel mit dieser Veranstaltung:

* Freitag, 20.30 Uhr Kirche: „Im Lichte des Einen. Christliche Mystik trifft
islamische Mystik“ Eine mystische Nacht.

Das komplette Programm kann hier heruntergeladen werden:

http://www.kirchenkreis-erfurt.de/attachment/ca421d58a6bf11de9a9e0b76cf1c3f923f92/3b3bf7aa87444ac6ac0295bd733b9a65/r2017_kirchentagaufdemweg_erfurt_programmheft.pdf

Lütticher Beginenquelle

Die Skulptur links soll Lambert le Bègue zeigen, der um 1175 in Lüttich die erste Beginengemeinschaft begründet hat

Fotos: © wak

„Die Beguinen waren keine Klosterfrauen, sie legten keine Gelübde ab, waren auch nicht zeitlebens, sondern nur zeitweilig an ihr Haus gebunden, das sie wieder verlassen konnten, um zu heiraten und in die Außenwelt zurückzutreten. Sie beschäftigten sich mit Nähen, Spinnen und Weben, daher jede Beguine einen Spinnrocken mitzubringen hatte … ; ferner mit der Unterweisung der Jugend in weiblichen Handarbeiten, im Lesen, Schreiben und in den Grundlehren der Religion, wobei jedoch die Erweckung und Belebung des religiösen Sinnes bei ihren Pflegebefohlenen die Hauptsache war. Ganz besonders aber widmeten sie sich, gleich den barmherzigen Schwestern und Diakonissen der Jetztzeit, der Krankenpflege in ihrem Hause und außerhalb desselben, daher die größeren und besser dotierten Beguinenconvente auch eigene Krankenhäuser besaßen.“ In altertümlicher Sprache benennt der Historiker Julius Heidemann die Schwerpunkte des Wirkens der Beginen. Waren sie doch nicht nur die erste Frauenbewegung, sondern auch eine mutige Reformbewegung und Begründerinen einer spezifisch weiblichen Spiritualität.

Mehr hier:

https://mystikaktuell.wordpress.com/2010/11/21/beginen-mystikerinnen-des-tuns/

Oder hier:

https://mystikaktuell.wordpress.com/2012/05/20/beginen-mystik-verfolgung-und-verurteilung/

Und hier:

topos taschenbücher 530

 

Ich brauche gute Freunde…

Und wenn ich doch darüber spreche,
dann lass es mich so tun,
dass Deine Güte dadurch
nicht verdunkelt wird.
Mach mich hilfsbereit,
aber nicht geschäftig;
fürsorglich,
aber nicht herrschsüchtig.
Am Ende lass mich nicht einsam sein.
Ich brauche dann ein paar gute Freunde,
lieber Herr, gute Freunde.
Aber das weißt Du auch.

Aus dem Gebet einer unbekannten Äbtissin des Nonnenklosters St. Cyriakus in Gernrode (11. oder 12. Jh. u.Z.)