Die Herzensgüte im Kleinen erweisen

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Wir haben unsere Herzensgüte
im Kleinen zu erweisen.
Aus der alltäglichen Einstellung
erwächst menschliche Größe.
Im gegenseitigen Respekt
erfüllt sich der Weg.

Jack Kornfield (*1945)

Adolf Holl + – Mystik für Anfänger

Adolf Holl (1930 – 2020)

1. Das Erste, was die Anfänger verlernen müssen, ist das Fasziniertsein vom Pompösen, Gewaltigen, Bedeutenden, usw…

2. Das Erste, was die Anfänger lernen müssen, ist Rücksichtslosigkeit

3. Das Zweite, was die Anfänger verlernen müssen, ist der Respekt vor der Definition

4. Das Zweite, was die Anfänger lernen müssen, ist der Unterschied zwischen Mystik und Mystifikation

5. Das Dritte, was die Anfänger verlernen müssen, ist die Fügsamkeit gegenüber siegreichen Traditionen

6. Das Dritte, was die Anfänger lernen müssen, ist ein Misstrauen gegenüber letzten Wahrheiten

7. Das Vierte, was die Anfänger verlernen müssen, ist die Neigung zur Idealisierung der Vergangenheit

8. Das Vierte, was die Anfänger lernen müssen, ist der fachmännische Umgang mit Seelenarzneien

9. Das Fünfte, was die Anfänger verlernen müssen, ist das Opferbringen

10. Das Fünfte, was die Anfänger lernen müssen, ist der Glaube an Wunder

11. Das Sechste, was die Anfänger verlernen müssen, ist die Trauer um ihren Kinderglauben

12. Das Sechste, was die Anfänger lernen müssen, ist Unbescheidenheit

13. Das Siebte, was die Anfänger verlernen müssen, ist die Angst vor Veränderungen

14. Das Siebte, was die Anfänger lernen müssen, ist die Pflege des Ketzergesinnung

 

Diese Auflistung  der Überschriften aus dem Buch „Mystik für Anfänger“ fand ich hier https://www.zenklause.de/wp-content/uploads/2019/07/14Lektionen.pdf

Hier der Link zu dem Buch von Adolf Holl, das 1977 zuerst erschien und später neu aufgelegt wurde: https://www.rowohlt.de/taschenbuch/adolf-holl-mystik-fuer-anfaenger.html

Veränderung zum Guten ist möglich

Wir alle dürfen zuversichtlich sein, dass eine Veränderung zum Guten tatsächlich möglich ist. Die Hirnforschung hat bewiesen, dass sich bis ins hohe Alter auch lang praktizierte Verhaltens- und Denkmuster wandeln lassen, was natürlich voraussetzt, dass der Mensch das anstrebt und aktiv daran mitwirkt.

Wer diesen Weg geht, für den gibt es viele Methoden, die ihm bei seiner Transformation helfen können – von Meditation bis Therapie. Dabei gilt: Man sollte nie zu ungeduldig werden oder „pushen“. Ich habe sehr großen Respekt vor der Weisheit der Seele, die immer nur so viel preisgibt und offenbart, wie sie auch in der Lage ist zu verarbeiten.

Pyar Rauch (*1960)

Das ganze Interview, das Marlies Burghardt mit Pyar geführt hat, kann unter dem Titel „Transformation – Das Positive nähren“ hier nachgelesen werden:

https://www.sein.de/transformation-das-positive-naehren/

Unsere Herzensgüte im Kleinen erweisen

Wir haben unsere Herzensgüte
im Kleinen zu erweisen.
Aus der alltäglichen Einstellung
erwächst menschliche Größe.
Im gegenseitigen Respekt
erfüllt sich der Weg.

Jack Kornfield (*1945)

Wir glauben…

WIR GLAUBEN
an die Heiligkeit des Lebens und die angeborene Würde der Person,

WIR GLAUBEN,
dass Religion Respekt und Versöhnung ermöglicht,

WIR GLAUBEN,
dass der Dialog zwischen Menschen verschiedener Religionen und Kulturen der Weg zu einem dauerhaften Frieden und sozialen Zusammenhalt ist.

WIR BEKRÄFTIGEN
die Ziele und Grundsätze, die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verankert sind, insbesondere das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit. Diese gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen sind die Grundlage für Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt.

„Glaubensbekenntnis“ des KAICIID. Das KAICIID ist nach eigenen Angaben „eine staatenübergreifende Organisation, deren Aufgabe darin besteht, Dialog als Mittel zur Konfliktvermeidung und Konfliktlösung weltweit einzusetzen sowie gegenseitiges Verständnis und Kooperation zu fördern.“

Mehr hier:

http://www.kaiciid.org/de

Interspirituell statt interreligiös

Im Gespräch ist oft der sogenannte „interreligiöse Dialog“. Eine kurze Abfrage bei Google ergibt  fast 680.000 Treffer. Schön. Und gut. Und wichtig. Mir selbst kommt dabei aber immer wieder der Gedanke, dass es manchen, die da im Dialog sind, eher darum geht, die eigene Konfessionalität zu stärken und sich gegen anders denkende abzugrenzen. So wird beispielsweise vom christlichen Selbstverständnis ebenso gesprochen wie von einem Verhaltenskodex in Sachen Bekehrung. (!).

Gleichzeitig scheint mir, dass der Begriff des „interspirituellen“ Miteinanders weiter gefasst ist. Da gibt es übrigens nur gut 250 Treffer bei Google. Einer, der diesen Weg des Interspirituellen bewusst beschritten hat war Wayne Teasdale. Zu seinem Buch „Das mystische Herz. Spirituelle Brücken bauen“ schreibt sein Verlag Aurum:

„Bruder Wayne Teasdale entwickelt in diesem Werk seine Vision einer konfessionsübergreifenden Spiritualität, die er ‚Interspiritualität‘ nennt, und die zum Kern jeder Religion – der Mystik – vordringt. Er zeigt auf, dass durch die Mystik als Bindeglied, die unterschiedlichen Religionen mit all ihrem Konfliktpotential auch Orte wahren Verstehens zwischen den Menschen und Kulturen werden können – Orte, an denen sich eine größere und umfassendere Wahrheit realisiert. Von hier aus könnte die Menschheit in die langersehnte Zeit des Friedens aufbrechen.
Sein profundes Wissen und seine langjährige Erfahrung mit den verschiedensten Traditionslinien fasst er zu einer Essenz zusammen, die die Kraft der universalen Spiritualität in die Praxis umsetzbar macht.
Selten hat ein ursprünglich christlicher Autor soviel Weltoffenheit gezeigt wie Bruder Wayne Teasdale, der voller Respekt aus jeder Tradition lernt und lehrt. So bleibt dieses Buch nicht nur bei einer theoretischen Darstellung der mystischen Zweige aller großen Weltreligionen, es ist auch praktischer Führer auf dem eigenen mystischen Weg. Mit seiner Geschichte und seinem Engagement zeigt Bruder Wayne Teasdale, dass das letztendliche Ziel jeder authentischen Spiritualität die Entdeckung unserer wahren Natur als Mystikerinnen und Mystikern ist.“

Wayne Teasdale: Das mystische Herz. Spirituelle Brücken bauen. Mit einem Vorwort des Dalai Lama. o.O. 2004