Weil ich vor Liebe verschmachte

Foto: © wak

Ich bin die wahre Liebe, die nie falsch war,
meine Schwester, die Menschenseele, ich liebte sie so.
Weil wir uns durchaus nicht trennen wollten,
verließ ich mein Reich der Herrlichkeit.
Ich bereitete ihr einen kostbaren Palast;
sie entflieht, ich folge, ich suchte sie so.
Ich erlitt diese mitleidswürdige Pein,
weil ich vor Liebe verschmachte.

„Quia amore langueo“ ist ein anonymes Gedicht aus dem 15. Jahrhundert

Unberührbare Stärke

Foto: © wak

 

Du kannst Dich nicht mehr
vor mir verbergen oder von mir fernhalten.
Jeder Atemzug bindet mich
an Dein machtvolles Mysterium,
und ich erfahre Deine Kraft
allein als meine eigene unberührbare Stärke

Ramprasad (1718 – 1775)

Gefunden habe ich das Zitat hier: Vincenzo Kavod Altepost: Grundlegende Gutheit – Innere Freude. Ein beschenktes Leben. lulu.com, 2017, 344 Seiten, 20 € Mehr hier: https://mystikaktuell.wordpress.com/2018/01/24/grundlegende-gutheit-innere-freude-buchtipp-v/

Uns mit seiner Fülle erfüllen

Thomas Merton | Bild: Archiv

Damit wir Gott zu erkennen und zu lieben vermögen, wie er ist, muss er auf eine neue Art in uns wohnen, nicht nur in seiner Schöpferkraft, sondern auch in seiner Erbarmung, nicht nur in seiner Größe, sondern auch in seiner Klarheit, durch die er sich leer macht und zu uns hinuntersteigt, um in unserer Leere leer zu sein und uns so mit seiner Fülle zu erfüllen. So überbrückt Gott den unendlichen Abstand zwischen sich und den Geistwesen, die geschaffen sind, ihn zu lieben, durch übernatürliche Mitteilung seines eigenen Lebens. Der Vater, der in der Tiefe aller Dinge und in meinen eigenen Tiefen wohnt, teilt mir sein Wort und seinen Geist mit, und in dieser Teilnahme werde ich in sein eigenes Leben einbezogen und erkenne Gott in seiner Liebe.

Thomas Merton (1915 – 1968) in: Verheißungen der Stille. Luzern-Stuttgart 1963

 

Im Herzen eurer Mitmenschen dem Göttlichen Geliebten dienen

Meher Baba | Foto: Archiv

 

Wenn ihr, statt Kirchen, Tempel oder Moscheen zu erbauen, das Haus für euren göttlichen Geliebten in euren Herzen errichtet, ist meine Arbeit beendet.

Wenn ihr, statt Zeremonien und Rituale mechanisch nach alter Tradition zu zelebrieren, im Herzen eurer Mitmenschen dem Göttlichen Geliebten dient, wird meine Arbeit vollendet sein.

Meher Baba (1894 – 1969)

Teilhaben an der Stille

Foto: © wak

Fragt mich jemand, wo er wohl nach der Buddha-Natur suchen solle, so begegne ich ihm mit meiner Buddha-Natur. Fragt mich jemand nach Bodhisattvas, so zeige ich ihm echtes Mitgefühl, die Eigenschaft jedes Bodhisattvas. Fragt mich jemand nach der Erleuchtung, dann antworte ich ihm durch Nicht-Antworten und zeige ihm somit Unaussprechlichkeit. Fragt mich schließlich jemand nach Nirvana, dann lasse ich ihn teilhaben an der Stille, der Funktion des Nirvana.

Rinzai Gigen Zenji alias Lin-chi (um 850)

Das Unaussprechliche zeigen

Fragt mich jemand, wo er wohl nach der Buddha-Natur suchen solle,
so begegne ich ihm mit meiner Buddha-Natur.

Fragt mich jemand nach Bodhisattvas,
so zeige ich ihm echtes Mitgefühl,
die Eigenschaft jedes Bodhisattvas.

Fragt mich jemand nach der Erleuchtung,
dann antworte ich ihm durch Nicht-Antworten
und zeige ihm somit Unaussprechlichkeit.

Fragt mich schließlich jemand nach Nirvana,
dann lasse ich ihn teilhaben an der Stille, der Funktion des Nirvana.

Rinzai Gigen Zenji alias Lin-chi (um 850)

Der Buddha-Natur begegnen

Fragt mich jemand, wo er wohl nach der Buddha-Natur suchen solle,
so begegne ich ihm mit meiner Buddha-Natur.

Fragt mich jemand nach Bodhisattvas,
so zeige ich ihm echtes Mitgefühl,
die Eigenschaft jedes Bodhisattvas.

Fragt mich jemand nach der Erleuchtung,
dann antworte ich ihm durch Nicht-Antworten
und zeige ihm somit Unaussprechlichkeit.

Fragt mich schließlich jemand nach Nirvana,
dann lasse ich ihn teilhaben an der Stille, der Funktion des Nirvana.

Rinzai Gigen Zenji alias Lin-chi (um 850)