Einheit des Herzens

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Einheit ist, wenn sich der Mensch mit all seinen Kräften von innen gesammelt fühlt in der Einheit seines Herzens. Einheit bringt inneren Frieden und Ruhe des Herzens. Einheit des Herzens ist ein Band, das Leib und Seele, Herz und Sinn und alle äußeren und inneren Kräfte in der Einigung der Minne zusammenzieht und umschließt. Aus dieser Einheit des Herzens kommt die Innerlichkeit. Denn niemand kann innerlich sein, er sei denn einig gesammelt in sich.

Jan van Ruysbroeck (1293 – 1381)

Den Mut des Herzens mobilisieren

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Mobilisiere den Mut deines Herzens,
wie es die wahrhaft Erwachten tun.

Sage heute ein Wort,
das einer ängstlichen Person Mut gibt.

Wende dich aus der Stille deines Herzens nach aussen,
halte jemandes Hand und verbreite Ruhe.

Blicke einem Fremden in die Augen,
und erkenne, dass es keine Fremden gibt.

Schenke heute jemandem ein unerwartetes Lächeln,
und trage so deinen Teil zum Frieden auf Erden bei.

David Steindl-Rast (*1926)

Wo die Liebe zu Gott hinführt

Hazrat Inayat Khan / wikimedia – gemeinfrei

Wohin führt die Liebe zu Gott?
Sie führt zu dem Frieden und der Stille,
die im Leben des Baumes wahrzunehmen sind:
Er trägt Blüten und Früchte für andere
und erwartet keine Belohnung.

Hazrat Inayat Khan (1882 – 1927)

Johannes Tauler im Hospital und anderswo

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„Den Charakteren Friedrich Becker und Rosa Luxemburg ist auferlegt, diesen Weg zu gehen. Becker wird eingeführt als Patient eines Militärhospitals in einer elsässischen Garnisonsstadt zur Zeit des Waffenstillstands. Schwer verwundet machte er eine Nahtod-Erfahrung, aus welcher er sich zu einer Wiedergeburt durchkämpft, geleitet von einer Friedensvision: „Ich grüße dich, lieblicher Friede. Du bist da. Sei lange da. Sei immer da. Verlaß mich nun nicht mehr, lieber Friede. Wir kommen aus dem Krieg — ein langer, grausig schwerer Krieg. Wir haben getan, was wir konnten. Jung sind wir hineingegangen. So kommen wir wieder, lahm, verstümmelt. Und durstig. Hungrig nach dir, fiebrig.“

Beantwortet wird das Gebet in einer Traumvision von dem elsässischen Mystiker des 14. Jahrhunderts, Johannes Tauler, der fortan überirdischer Begleiter Beckers sein wird.“

Klaus Hofmann in einem Beitrag über Alfred Döblins Roman November 1918
http://www.fr.de/kultur/literatur/doeblin-roman-bisher-sind-wirkliche-revolutionaere-massen-nicht-in-unser-gesichtsfeld-getreten-a-1614822,0

Mehr zu Johannes Tauler am 6. Januar hier: https://mystikaktuell.wordpress.com/2018/12/03/seine-sprache-ist-wie-ein-bergquell-johannes-tauler-im-mystikkreis-am-6-januar-2019/

Volle Freude und vertrauensvoller Frieden

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Die Lebensweise, in der der Mensch in allen Lagen, Arbeiten und an allen Orten volle Freude und vertrauensvollen Frieden findet, wird nur gelernt und gefunden in der Inwendigkeit, in der Zugekehrtheit des Gemütes zu dem Grund. Das bedarf zuallererst Erleiden, Muße, Zeit und Stätte.

Johannes Tauler (ca. 1300 – 1361)