Heiliges Wort und heiliges Schweigen

Im heiligen Wort
und im heiligen Schweigen lebt,
was die Seele
in ihrem Umgang mit Gott erfährt
an Seligkeit und Trauer,
an Gnade und innigem Frieden.

Gustav Mensching (1901-1978) in: Das heilige Schweigen. Eine religionsgeschichtliche Untersuchung. Gießen 1926, S. 154

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Zwischendurch: Ich bin Ihr ZuHörer

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„Zwei offene Ohren“ – Die Seite Ihres ZuHoerers Werner A. Krebber

 

Mehr hier:

https://zweioffeneohren.wordpress.com/

Matthew Fox: Vier Pfade einer Schöpfungsspiritualität

Matthew Fox hat aufgrund der Schriften des mittelalterlichen Mystikers Meister Eckhart (u.a.) vier Pfade einer Schöpfungsspiritualität aufgezeichnet:
Der erste Pfad lädt dazu ein, sich auf die Fülle und Schönheit der Schöpfung einzulassen, zu staunen und uns nähren zu lassen. Er erinnert an jene mystischen Augenblicke unseres Lebens, in denen wir trunken sind vor Freude.
Der zweite Pfad ist die Einladung, sich ins Dunkel zu wagen, durch sie hindurchzugehen und sich dabei verändern zu lassen. Er ist die Konfrontation mit der Begrenztheit des Lebens, mit der Existenz von Leiden und Schmerz. Er lehrt uns die Kunst des Loslassens, der Stille, des Schweigens. Hier ist auch der Ort der Trauer, des Abschiednehmens, des Sterbens.
Der dritte Pfad spricht vom Mut zu gebären und selbst Mensch zu werden. Er fragt nach dem eigenen mit-schöpferischen Beitrag am Gebären des Göttlichen in diese Welt und somit nach den eigenen Gaben und Aufgaben.

Der vierte Pfad ermutigt uns zum Leben in engagierter Gelassenheit. Er ruft auf, aus der Verbundenheit mit allem Leben sich für das Wohlergehen des grossen Ganzen, für Frieden, Bewahrung der Schöpfung und Gerechtigkeit einzusetzen. Und im Spannungsfeld von Allmachts- und Ohnmachtsphantasien das Mögliche im Hier und Jetzt zu wagen.

Ich entnehme diese Impulse mit freundlicher Genehmigung von
 

Deine Hand

für alle,
die durch die dunkle Nacht der Seele
gegangen sind

 

Vielleicht
war deine Angst
in der Dunkelheit
dazu da,
dich Mut zu lehren
(ohne Angst kein Mut!)

Vielleicht
war deine Wut dazu da,
dir Klarheit
und Durchhaltevermögen
zu schenken
(auch aus Wut entsteht Kraft!)

Und deine Trauer
hat dich wohl weicher
gemacht,
verständnisvoller und
mitfühlender
mit anderen, oder nicht? –

Mit Sicherheit
hast du nicht umsonst,
hast du nicht vergebens
das Tal der Tränen
durchwandert
und die dunkle Nacht

der Seele
durchwacht! –
Du hast vieles
gesehen, mitbekommen
und mitgemacht! –
Du hast gelernt,

was es heißt,
ein Mensch unter Menschen
zu sein,
verletztlich, allein,
nicht weniger
und nicht mehr als das–

Und das reicht!
Das macht dich reich
– an Erfahrung –

also reiche
denen, die dir nachfolgen –
und die dies wünschen –

und die in diesem Augenblick
stolpern
in der Dunkelheit,

deine Hand,
und vergiss nicht,
dass auch du

wieder stolpern wirst,
ein ums andere
Mal, und auch

für dich
wird es Hände geben,
die die deinen

halten –
warm, fest
und im besten Falle

liebevoll

 

Hannah Buchholz, 19. 02. 2015

 

 

Mehr Gedichte dieser Lyrikerin hier:

https://hannahbuchholz.wordpress.com/

 

 

Ich bin Ihr ZuHörer

Mit einem neuen und vielleicht noch etwas ungewöhnlich klingendem Angebot bin ich jetzt für Sie da:

Ich bin Ihr ZuHörer.

 

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Die aktuelle Situation stellt sich nach meiner Beobachtung so dar:

In der Berufswelt sind mmer mehr Aufgaben und Arbeiten automatisiert. Oft werden Arbeiten von zuhause am Computer erledigt. Die Arbeitsverdichtung sorgt dafür, dass zwar immer mehr zu erledigen ist von immer weniger Mitarbeitern und Kollegen. Das “soziale Rauschen” bleibt auf der Strecke.

Die Familien sind eingebunden in Beruf, Familienarbeit, Freizeitaktivitäten etc. – und auch hier werden jene Phasen immer knappen, wo jemandem noch zugehört werden kann. Und immer mehr Menschen leben alleine.

Das Ende dieser letztlich isolierenden Entwicklungen ist noch nicht abzusehen…

Schon länger hatte ich die Worte des Heinrich von Kleist im Ohr, die er “Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden” formuliert hat:

„…ich meine es nicht so,
als ob du ihn darum befragen solltest:
nein!
Vielmehr sollst du es ihm selber
allererst erzählen.“

Wo, so fragen sich viele Menschen, kann ich noch ein offenes Ohr finden – oder gar zwei.

Hier setzt mein Angebot für Sie an:

 

– wenn Sie jemanden suchen, der ohne Urteil und Bewertung ihren Gedanken folgt;

– wenn Sie schon lange etwas loswerden wollen, was Sie innerlich bewegt;

– wenn Sie ein vertrauensvolles Gegenüber suchen;

– wenn Sie reden wollen, ohne unterbrochen zu werden…

 

Sie

– können mir all das sagen, was Ihnen gerade wichtig ist;

– werden vorbehaltlos akzeptiert;

– haben meine volle Aufmerksamkeit;

– können sich der Vertraulichkeit sicher sein.

Ich

– bin für Sie da;

– höre Ihnen zu;

– lasse Sie zu Wort kommen;

– bin verschwiegen.

 

Mehr über mein Angebot als ZuHörer finden Sie hier:

http://zweioffeneohren.wordpress.com/