Im Hunger der Seelen anfangen

Gedenktafel am Böhme-Haus im heute polnischen Zgorcelec (Görlitz) Foto: © wak

Denn nicht durch unsere scharfe Vernunft und Forschen erlangen wir den wahren Grund göttlicher Erkenntnis. Die Forschung muss von innen im Hunger der Seelen anfangen. Denn das Vernunftforschen gehet nur bis in sein Astrum der äußern Welt, daraus die Vernunft urständet. Aber die Seele forschet in ihrem Astro, als in der innern geistlichen Welt, daraus die sichtbare Welt entstanden oder ausgeflossen ist, darinnen sie mit ihrem Grunde stehet.

Jakob Böhme (1575 – 1624)

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„Stein des guten Glücks“ – Goethe und das Morgenland

Foto: © wak (Abgedruckt wurde das Foto jetzt in der Publikation über den italienischen Künstler Piero Manzoni. Piero Manzoni. Nuovi studi. Carlo Cambo Editore, Milano, S. 49)

Zuerst veröffentlicht hier: https://mystikaktuell.wordpress.com/2011/01/14/goethe-und-das-morgenland/

Der „Stein des guten Glücks“ steht in Goethes Gartenhaus im Weimarer Ilmpark, wo Goethe ihn im April 1777 hat errichten lassen.

Der unten stehende Würfel soll das Statische, das Gefestigte, das Unveränderliche, das Ruhende darstellen.
Die Kugel darüber soll für das Dynamische stehen, das Bewegliche, das Wandelbare, das Schicksalhafte.

Der „Stein des guten Glücks“ gilt übrigens als eines der ersten nichtfigürlichen Denkmäler in
Deutschland.

Irgendwie ist er ein sichtbares Symbol für die derzeitige Goethe-und-Islam-Debatte, in der ihm die einen Islamophobie, die anderen Islamophilie vorhalten. Wo sie den frühen gegen den späten Goethe ausspielen.

Vielleicht reichte aber schon ein Blick in den „West-östlichen Diwan“?

Mehr hier:

http://www.gutenberg.org/ebooks/2319