Die Schönheit des blauen Himmels genießen

 

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Das Leben ist voller Leiden, aber auch voller Wunder: der blaue Himmel, der Sonnenschein, die Augen eines Babys. Leiden ist nicht alles. Wir müssen ebenso mit den Wundern des Lebens in Berührung sein. Sie sind in uns und um uns, überall, jederzeit. Wenn wir nicht glücklich, nicht friedvoll sind, können wir Frieden und Glück nicht mit anderen teilen, selbst mit denen nicht, die wir lieben, mit denen wirunter einem Dach leben. Wenn wir friedvoll, glücklich sind, können wir lächeln und blühen wie eine Blume, und jeder Mensch in unserer Familie, in unserer gesamten Gesellschaft, wird von unserem Frieden profitieren. Müssen wir uns besonders anstrengen um die Schönheit des blauen Himmels zu genießen? Müssen wir üben, um uns daran zu erfreuen? Nein, wir freuen uns einfach. Jede Sekunde, jede Minute unseres Lebens kann so sein.

Thich Nhat Hanh (*1926)

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Den eigenen Lotos zum Blühen bringen

Was die Welt braucht, ist Denkkraft durch Individuen. Mein Meister pflegte zu sagen: “Warum bringst du nicht deinen eigenen Lotos zum Blühen? Die Bienen werden dann von selbst kommen.” Die Welt braucht Menschen, die verrückt sind vor Liebe zu Gott.

Swami Vivekananda (1863 – 1902)

Verrückt vor Liebe zu Gott

Was die Welt braucht,
ist Denkkraft durch Individuen.

Mein Meister pflegte zu sagen:
“Warum bringst du nicht
deinen eigenen Lotos zum Blühen?
Die Bienen werden dann
von selbst kommen.”

Die Welt braucht Menschen,
die verrückt sind
vor Liebe zu Gott.

Swami Vivekananda (1863 – 1902)

Antwort

der Mandelbaum blühte
im Winter

als Franz von Assisi
ihn berührte.

Vielleicht
berührte er ihn

mit seiner Frage,
mit seiner Bitte

zu ihm zu sprechen
von Gott.

Tief genug
hatten sie einander

berührt,
einander verstanden,

und so standen sie
beide

in voller Blüte,
mitten

im Winter:

der Heilige
und der Baum

 

(Hannah Buchholz 2009 / 2014)

Erschienen in:

hb_schlaflos

Hannah Buchholz: Schlaflos. Gedichte. München 2014, S. 151

http://linden.kutv.de/Lyrik-Kunst-und-Text/Buchholz-Hannah-Schlaflos::2.html