Gib Deinen Frieden, oh Herr…

Gib Deinen Frieden, oh Herr,
der vollkommen und ewig ist, auf dass unsere Seelen Frieden ausstrahlen mögen.

Gib Deinen Frieden, oh Herr,
auf dass unser Denken, Sprechen und Handeln in Einklang sein möge.

Gib Deinen Frieden, oh Herr,
auf dass wir zufrieden und dankbar sein mögen, für Deine reichlichen Gaben.

Gib Deinen Frieden, oh Herr,
auf dass wir inmitten unseres weltlichen Streites uns Deiner Seligkeit erfreuen mögen.

Gib Deinen Frieden, oh Herr,
auf dass wir alles ertragen, alles erdulden mögen, im Gedanken an Deine Gnade und Barmherzigkeit.

Gib Deinen Frieden, oh Herr,
auf dass unser Leben dem Göttlichen Bilde entsprechen möge und alle Dunkelheit in Deinem Lichte vergehe.

Gib Deinen Frieden, oh Herr,
unser Vater und Mutter, auf dass wir, Deine Kinder auf Erden, uns vereinigen in einer einzigen Familie.

Amen

Hazrat Inayat Khan (1882 – 1927)

Gefunden habe ich dieses Friedensgebet hier: https://www.sufismus.ch/friedensgebet.php

Das Verlangen schafft einen Exzess

Foto: © wak

Mystiker ist, wer nicht aufhören kann zu  wandern und wer in der Gewissheit dessen, was ihm fehlt, von jedem Ort und von jedem Objekt weiß: Das ist es nicht. Er kann nicht hier stehenbleiben und sich nicht mit diesem da zufrieden geben.

Das Verlangen schafft einen Exzess. Es exzediert, tritt über und lässt die Orte hinter sich. Es drängt voran, weiter, anderswohin. Es wohnt nirgendwo.

Michel  de  Certeau  (1925–1986)

Unergründliche Tiefe des Lebens

Foto: © wak

Hast du je in einem flüchtigen Moment der Zeit eine herrliche Ewigkeit wahrgenommen? Hast du je in der kleinsten Stelle eines Gegenstands eine strahlende Unendlichkeit gesehen? Dann weißt du, was der Spirit ist – die Turmspitze, zu der alle Dinge harmonisch aufsteigen und in der sie zusammenkommen und zufrieden in einer unergründlichen Tiefe des Lebens sitzen.

Peter Sterry (1613 – 1672)

Gott finden und verlieren

Gott zu suchen ist, wie ein Netz durch das Wasser zu ziehen. Wenn du das Netz hinter dir herziehst, ist es schwer und voll Wasser, wenn du es jedoch einziehst, ist nichts darin.
Wenn du Gott mit deinem Denken und Tun suchst, ist Gott in dir, sobald du ihn aber gefunden zu haben glaubst und dich zufriedengibst, hast du ihn wieder verloren.

Fjodor Strachow (1861-1923)

Gib Hoffnung völlig auf

Gib Hoffnung völlig auf: das ist der höchste Zustand.
Was gibt es zu hoffen?
Sprenge die Fesseln der Hoffnung,
stelle dich auf dein Selbst und sei zufrieden.
Bedaure nicht, was du tust.
Gibt alles auf für Gott, aber ohne Heuchelei.

Swami Vivekananda (1863 – 1902)

Der höchste Zustand

Gib Hoffnung völlig auf: das ist der höchste Zustand.
Was gibt es zu hoffen?

Sprenge die Fesseln der Hoffnung,
stelle dich auf dein Selbst und sei zufrieden.

Bedaure nicht, was du tust.
Gib alles auf für Gott, aber ohne Heuchelei.

Swami Vivekananda (1863 – 1902)