Kann die Filmkunst zur Menschwerdung beitragen?

„Das Geistige im Film ist ein noch unentdeckter Kontinent, ein Kapitel der Filmgeschichte, das noch nicht wirklich aufgeschlagen wurde. Es sollte uns nicht genügen, immer wieder die gleiche Form des Kinos zu reproduzieren. Um etwas in unserem Leben wahr werden zu lassen, müssen wir es vorher gesehen haben. Es wäre verfehlt und unrealistisch, das derzeitige Filmsystem angreifen oder gar abschaffen zu wollen, aber es bedarf dringend der Ergänzung und des Ausgleichs. Was den meisten Filmen fehlt, ist nicht das technische Vermögen, sondern der emotionale und geistige Reichtum. Im Grunde wäre das Fernsehen ein ideales Medium, den Zuschauer Erfahrungen mit neuen Formen machen zu lassen, ihre Wahrnehmungsmöglichkeiten zu erweitern. Bei einer so großen Anzahl von Fernsehkanälen sollte es sich unsere Gesellschaft zur Aufgabe stellen, zumindest einen „Leuchtturm“ zum Brennen zu bringen. Wenigstens einen Fernsehkanal zur Schutzzone zu erklären, auf dem sich der Zuschauer sicher fühlen könnte, weil der Fernsehdirektor und die Gremien bei der Auswahl des Programms die Verantwortung für die Seelen ihrer Zuschauer im Blick hätten. Keine Zerstreuung, sondern Sammlung. Gerade in Anbetracht der kollektiv erbrachten Rundfunkgebühren sollte ein solches Vorhaben umgesetzt werden. Lebendi­ges Leben eingebettet in einem zeitlos, geistigen Organismus.

Dort könnten die europäischen Pioniere Robert Bresson, Ingmar Bergman, Luis Buñuel geehrt werden, Pier Paolo Pasolinis „Das Evangelium nach Matthäus“ (1964) und Carl Theodor Dreyers „Das Wort“ (1955), „Der Himmel über Berlin“ (1987) von Wim Wenders oder der amerikanische Filmklassiker „Lost Horizon“ (1937) von Frank Capra gezeigt werden. Und aus dem asiatischen Kino bieten sich die Filmwerke von Akira Kurosawa und Yasujiro Ozu. In „Rashomon“ (1954), einem Klassiker des japanischen Kinos, stellt sich das Erleben eines scheinbar für alle Beteiligten gleichen Geschehens als subjektiv sehr verschieden dar und zieht da­mit die objektive ethische Urteilsfähigkeit des Menschen in Zweifel. Ebenso ist der Film „Warum Bodhi Dharma in den Orient aufbrach“(1989) von Young-kyon Bae zu erwähnen. Und es sollten auf jeden Fall auch Filme aus der Bildenden Kunst gezeigt werden wie „Variations Of A Cellophane Wrapper“ (1970) von David Rimmer, „Pas des Deux“ (1968) von Norman McLaren und „Lapis“ (1966) von James Whit­ney, nicht zu vergessen die Arbeiten von Maya Deren und Jordan Belson.

… Filmkunst als Ausdruck und Weg unseres geistigen und seelischen Erwachens. Und als Mittel und Medium unserer Selbstgestaltung.“

Gefunden habe ich dieses Zitat Hier: http://www.organisationzurumwandlungdeskinos.de/ Er erschien unter dem Titel „Kann die Filmkunst zur Menschwerdung beitragen?“ im ersten Heft der neu aufgelegten „Magischen Blätter“, Ronnenberg, Frühjahr 2020

Mehr hier: https://verlagmagischeblaetter.eu/monatszeitschrift

Zeitloses Welt-Wissen

Mehr zu Tao, Wu Wei und Laotse hier: https://mystikaktuell.wordpress.com/2019/03/16/wu-wei-nicht-handeln-und-den-geschehnissen-ihren-lauf-lassen-5-mai-im-mystikkreis-koeln/

Zeitlose Essenz des Selbst

Foto: © wak

 

Wenn alle Dinge mit dem gleichen offenen Auge betrachtet werden, wird die zeitlose Essenz des Selbst erreicht. Keine Vergleiche oder Analogien sind hier möglich – in diesem Sein ohne Ursache, Grund und Beziehung.

Sosan (510 – 606)

Zeitloses Jetzt

In der tiefen spirituellen Erfahrung werden wir gewahr, dass ES selbst ganz still ist und nur die äußeren Formen kommen und gehen.

Dann endlich erkennen wir, dass wir uns schon immer gekannt haben und entdecken, dass wir wiedergefunden haben, was wir immer schon gewusst und nur vergessen htten. Es gibt nur das zeitlose Jetzt.

Willigis Jäger (*1925) in „Mein Bekenntnis“, das er als Vermächtnis bezeichnet.

Lehre und Praxis von Meister Eckhart und Sri Aurobindo

Dem Leben neue Impulse geben

mit den Botschaften und praktischen Lehren der
Mystiker Meister Eckhart und Sri Aurobindo

heißt eine Tagung, die am Wochenende 09. – 11.12.16 im Europäischen Zentrum für Meditation und Begegnung Neumühle stattfindet.

In der Ankündigung zu dem Seminar heißt es:

„Meister Eckhart und Sri Aurobindo sind zwei Mystiker und Lehrer, die in völlig unterschiedlichen Kulturen und Zeiten gelebt haben. Dennoch basieren ihre Botschaften auf fundamentalen Gemeinsamkeiten: Der Seelengrund des Menschen ist göttlich und ungeschaffen. Die lebendige Erfahrung der göttlichen Gegenwart in der Meditation und im Alltag ist die Erfüllung des menschlichen Lebens.

Die zentrale Aussage von beiden ist: „Öffne dich der göttlichen Gegenwart in jedem Augenblick des täglichen Lebens. Gott ist zwar nicht fassbar, aber begegne Ihm in der Stille, lass Ihn wirken auch in deinem Alltag.“

Lothar Heggmair führt im Rahmen eines Wochenendseminares  durch Vorträge und Workshops in die zeitlosen und universellen Botschaften der beiden Mystiker ein. Durch begleitende Meditationen im Sinne von Meister Eckhart und Sri Aurobindo eröffnet  sich für den Teilnehmer ein praktischer Zugang zu seinem göttlichen Ursprung. Eine neue geistige Orientierung und die Erfahrung eines universellen Zeugnisses vom lebendigen Gott  geben dem Leben neue Impulse.“

lotharheggmairLothar Heggmair hat sich intensiv mit indischer Philosophie, christlicher Mystik und der Praxis verschiedener Meditationsrichtungen beschäftigt. Er hat in München theoretische Physik studiert und war 30 Jahre in leitender Funktion in einem großen Industriebetrieb tätig.

 

 

 

 

Mehr Informationen zu der Tagung hier:

http://www.meditation-saar.de/coach_seminars/dem-leben-neue-impulse-geben/?coach_seminar_date=1481308200

Es selbst ist ganz still

In der tiefen spirituellen Erfahrung werden wir gewahr, dass ES selbst ganz still ist und nur die äußeren Formen kommen und gehen.

Dann endlich erkennen wir, dass wir uns schon immer gekannt haben und entdecken, dass wir wiedergefunden haben, was wir immer schon gewusst und nur vergessen htten. Es gibt nur das zeitlose Jetzt.

Willigis Jäger (*1925)