Jeden Augenblick den Geist der Erleuchtung und des Mitgefühls erwecken

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Erweckt jeden Augenblick
den Geist der Erleuchtung und des Mitgefühls
für alle Wesen.
Würden die Menschen das tun,
dann würden sie unermüdlich
für das Wohlergehen ihrer Mitmenschen
und die Rettung unserer Umwelt arbeiten.

Padmasambhava (8./9. Jahrhundert u.Z.)

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Frieden, Peace, Pace, Paix, Pax…

Text der Wandtafel im Vestibül des Raumes der Stille im Brandenburger Tor, Berlin

 

Alle haben gesündigt und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten. (Römer 3,23)

Darum beten wir:

Den Hass, der Rasse von Rasse trennt, Volk von Volk, Klasse von Klasse,
Vater, vergib.

Das Streben der Menschen und Völker zu besitzen, was nicht ihr eigen ist,
Vater, vergib.

Die Besitzgier, die die Arbeit der Menschen ausnutzt und die Erde verwüstet,
Vater, vergib.

Unseren Neid auf das Wohlergehen und Glück der anderen,
Vater, vergib.

Unsere mangelnde Teilnahme an der Not der Gefangenen, Heimatlosen und Flüchtlinge,
Vater, vergib.

Die Gier, die Frauen, Männer und Kinder entwürdigt und an Leib und Seele missbraucht,
Vater, vergib.

Den Hochmut, der uns verleitet, auf uns selbst zu vertrauen und nicht auf Gott,
Vater, vergib.

Seid untereinander freundlich, herzlich und vergebet einer dem anderen, gleichwie Gott euch vergeben hat in Jesus Christus. (Epheser 4,32)

AMEN

 

Nach der Zerstörung der Kathedrale von Coventry (Großbritannien) am 14./15.November 1940 durch deutsche Bombenangriffe ließ der damalige Dompropst Richard Howard die Worte „Vater vergib“ in die Chorwand der Ruine meißeln.

Diese Worte bestimmen das Versöhnungsgebet von Coventry, das die Aufgabe der Versöhnung in der weltweiten Christenheit umschreibt. Das Gebet wurde 1958 formuliert und wird seitdem an jedem Freitagmittag um 12 Uhr im Chorraum der Ruine der alten Kathedrale in Coventry und in vielen Nagelkreuzzentren der Welt gebetet.

Mehr Informationen dazu hier: http://nagelkreuz.org/versoehnung/versoehnungsgebet

Matthew Fox: Vier Pfade einer Schöpfungsspiritualität

Matthew Fox hat aufgrund der Schriften des mittelalterlichen Mystikers Meister Eckhart (u.a.) vier Pfade einer Schöpfungsspiritualität aufgezeichnet:
Der erste Pfad lädt dazu ein, sich auf die Fülle und Schönheit der Schöpfung einzulassen, zu staunen und uns nähren zu lassen. Er erinnert an jene mystischen Augenblicke unseres Lebens, in denen wir trunken sind vor Freude.
Der zweite Pfad ist die Einladung, sich ins Dunkel zu wagen, durch sie hindurchzugehen und sich dabei verändern zu lassen. Er ist die Konfrontation mit der Begrenztheit des Lebens, mit der Existenz von Leiden und Schmerz. Er lehrt uns die Kunst des Loslassens, der Stille, des Schweigens. Hier ist auch der Ort der Trauer, des Abschiednehmens, des Sterbens.
Der dritte Pfad spricht vom Mut zu gebären und selbst Mensch zu werden. Er fragt nach dem eigenen mit-schöpferischen Beitrag am Gebären des Göttlichen in diese Welt und somit nach den eigenen Gaben und Aufgaben.

Der vierte Pfad ermutigt uns zum Leben in engagierter Gelassenheit. Er ruft auf, aus der Verbundenheit mit allem Leben sich für das Wohlergehen des grossen Ganzen, für Frieden, Bewahrung der Schöpfung und Gerechtigkeit einzusetzen. Und im Spannungsfeld von Allmachts- und Ohnmachtsphantasien das Mögliche im Hier und Jetzt zu wagen.

Ich entnehme diese Impulse mit freundlicher Genehmigung von
 

Versöhnungsgebet von Coventry

Alle haben gesündigt und ermangeln des
Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten.
(Röm. 3,23)

Den Hass, der Rasse von Rasse trennt,
Volk von Volk, Klasse von Klasse:
VATER, VERGIB!

Das Streben der Menschen und Völker,
zu besitzen, was nicht ihr Eigen ist:
VATER, VERGIB!

Die Besitzgier, die die Arbeit der Menschen
ausnutzt und die Erde verwüstet:
VATER, VERGIB!

Unseren Neid auf das Wohlergehen
und Glück der anderen:
VATER, VERGIB!

Unsere mangelnde Teilnahme an der Not der
Gefangenen, Heimatlosen und Flüchtlinge:
VATER, VERGIB!

Die Entwürdigung von Frauen, Männern
und Kindern durch sexuellen Missbrauch:
VATER, VERGIB!

Den Hochmut, der uns verleitet, auf
uns selbst zu vertrauen und nicht auf Gott:
VATER, VERGIB!

Seid untereinander freundlich, herzlich und
vergebt einer dem anderen, gleichwie Gott
euch vergeben hat in Christus.
(Eph. 4,32)

Niemandem böse sein

Du kannst niemandem böse sein und niemanden unfreundlich behandeln, dessen Wohlergehen dir so am Herzen liegt, dass du im Stillen für ihn gebetet hast, denn du kannst unmöglich jemanden verachten und lächerlich machen, den du der Liebe und Gnade Gottes empfohlen hast.

William Law (1686 – 1761)