Zen bereichert niemanden…

Zen bereichert niemanden. Es gibt keine Leiche zu finden. Die Vögel kommen vielleicht und kreisen eine Zeit lang an dem Ort, an dem man sie vermutet. Aber sie gehen bald woanders hin. Wenn sie weg sind, erscheint plötzlich das „Nichts“, der „Nicht-Körper“, der da war. Das ist Zen. Es war die ganze Zeit da, aber die Aasfresser haben es übersehen, weil es nicht ihre Art von Beute war.

Thomas Merton 1964 über die Ernsthaftigkeit des Zen und seine Untauglichkeit für trendige Dilettanten. In: Thoughts of the East

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Buddha finden im eigenen Geist

Keramik: Vincenzo Kavod Altepost

Es ist ganz unmöglich,
Buddha woanders zu finden
als im eigenen Geist.

Jemand, der das nicht weiß,
mag zwar im Außen suchen,
aber wie ist es möglich,
sich selbst zu finden,
wenn man woanders sucht als in sich selbst?

Wer sein eigenes Wesen außen sucht,
gleicht einem Narren,
der, bei einem Auftritt vor einer Menschenmenge,
vergisst, wer er ist,
und überall herumsucht, um sich zu finden.

Padmasambhava (8. Jh.)

Buddha im eigenen Geist finden

Foto: © wak

Es ist ganz unmöglich,
Buddha woanders zu finden
als im eigenen Geist.

Jemand, der das nicht weiß,
mag zwar im Außen suchen,
aber wie ist es möglich,
sich selbst zu finden,
wenn man woanders sucht als in sich selbst?

Wer sein eigenes Wesen außen sucht,
gleicht einem Narren,
der, bei einem Auftritt vor einer Menschenmenge,
vergisst, wer er ist,
und überall herumsucht, um sich zu finden.

Padmasambhava (8. Jh.)

Glück und Frieden

Wenn du meinst, Glück und Frieden ließen sich woanders finden und du müsstest ihnen nachlaufen, kommst du niemals an dein Ziel. Erst, wenn du erkennst, dass Frieden und Glücklichsein hier und in diesem Moment gegenwärtig sind, bist du fähig, alle Anspannung loszulassen.

Im Alltag ist so viel zu tun, und es bleibt so wenig Zeit. Vielleicht fühlst du dich von alledem so bedrängt, dass du das Gefühl hast, unablässig auf Trab zu sein. Halt einfach an! Berühre die Tiefe des gegenwärtigen Moments, und du wirst mit der Freude und wirklichem Frieden in tiefer Berührung sein.

Thich Nhat Hanh (*1926)