Die Suche gilt Ihm

Die Wünsche dieser Welt, alle Zuneigung und Zärtlichkeit, die wir für Menschen und Dinge hegen, für Mutter, Vater, Geschwister, Freunde, Himmel, Gärten, Paläste, Speisen, Künste und Wissenschaften, sind in Wirklichkeit Schleier. Hinter allem steht in Wahrheit die Sehnsucht nach Gott. Wenn die Menschen aus dieser Welt scheiden und den Geliebten unverhüllt vor sich sehen, erkennen sie, dass alle Suche allein Ihm galt.

Dschalal ad-din Rumi (1207 – 1273)

Der Freiheit entgegen gehen

„So wie das Feuer, obgleich eines, Gestalt von allem annimmt, das es aufzehrt, so nimmt das Selbst, ein Einziges, die Form von jedem Ding an, dem es innewohnt.“ Ist es nicht offensichtlich, welchem Ziele die Wissenschaft zustrebt? Das Volk der Hindus ging vom Studium des Geistes aus, mittels Metaphysik und Logik. Die europäischen Völker gehen von der äußeren Natur aus, und sie kommen zu den gleichen Ergebnissen. Durch den Geist forschend, erreichen wir schließlich jene Einheit, jenes allumfassende Eine, die innere Seele, das Wesen und die Wirklichkeit aller Dinge, das Ewig-Freie, das Ewig-Glückselige, das Ewig-Seiende („SAT, CHIT, ANANDA“). Durch das Studium der materiellen Wissenschaften gelangen wir zu der gleichen Einheit. Die Wissenschafter erklären heute, alles sei die Kundgebung einer einzigen Kraft, welche die Gesamtsumme alles Bestehenden ist; die Menschheit gehe der Freiheit entgegen, und nicht der Knechtschaft.

Swami Vivekananda (1863 – 1902)