Die zwei geistlichen Füße des Mystikers

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Der Mystiker nimmt in bildlicher Vorstellung an, er habe zwei geistliche Füße: den begreifenden Verstand und den liebenden Affekt. Es ist notwendig, auf beiden vorwärtszuschreiten, damit man die geheimen Wege der Beschauung glücklich bis ans Ende zu begehen vermag. Denn der Intellekt hinkt ohne den liebenden Affekt und käme nicht rüstig voran; die Liebesneigung ohne den Verstand aber ist blind; sie fände den Weg nicht und müsste sich verirren.

Hendrik Herp / Harphius (ca. 1400/1410 – 1477/1478) in seiner „Theologia mystica“

Gewähre deinen Segen…

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Gewähre deinen Segen,
so dass mein Geist sich
dem Dharma zuwende;

Gewähre deinen Segen,
so dass das Dharma
auf dem Weg voranschreitet;

Gewähre deinen Segen,
so dass der Weg
Verwirrung klären möge;

Gewähre deinen Segen,
so dass Verwirrung
als Weisheit aufgehe.

Gampopa (1079 – 1153)

Werden, was wir sind

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Nur wenn wir so lange
über die Trittsteine unserer toten Ichs voranschreiten,
bis wir erkennen,
dass es nichts gibt,
womit sich das Ich gleichsetzen lässt,
können wir werden,
was wir sind.

Ananda Kentish Coomaraswamy (1877 – 1947)

Das Zitat fand ich in Anthony McCarten: „Jack“, Zürich 2018. – Sein Buch über Jack Kerouac (1922 – 1969)

Gewähre deinen Segen

Gewähre deinen Segen,
so dass mein Geist sich
dem Dharma zuwende;
Gewähre deinen Segen,
so dass das Dharma
auf dem Weg voranschreitet;
Gewähre deinen Segen,
so dass der Weg
Verwirrung klären möge;
Gewähre deinen Segen,
so dass Verwirrung
als Weisheit aufgehe.

Gampopa (1079 – 1153)

Gewähre deinen Segen…

Gewähre deinen Segen,
so dass mein Geist sich dem Dharma zuwende;

Gewähre deinen Segen,
so dass das Dharma auf dem Weg voranschreitet;

Gewähre deinen Segen,
so dass der Weg Verwirrung klären möge;

Gewähre deinen Segen,
so dass Verwirrung als Weisheit aufgehe.

Gampopa (1079 – 1153; Schüler von Milarepa)