Das Geheimnis des inneren Friedens ist der innere Abstand

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Das Geheimnis des inneren Friedens ist der innere Abstand. Sammlung ist demjenigen unmöglich, der von all den verworrenen und wechselnden Wünschen seines eigenen Willens beherrscht wird. Sogar wenn sich diese Wünsche auf Gutes richten wie etwa das innere Leben, die Sammlung, den Frieden, die Freuden des Gebets, machen sie die Sammlung schwierig, ja unmöglich, wenn es sich dabei um nicht mehr als natürliche und ichbezogene Wünsche handelt.

Wir werden nie in der Lage sein, vollkommenen inneren Frieden und Sammlung zu finden, solange wir nicht innerlich sogar vom Wunsch nach Frieden und Sammlung frei sind. Wir werden nie auf vollkommene Weise beten können, solange wir nicht innerlich von der Freude frei sind, die uns das Gebet macht.

Wenn wir alle diese Wünsche lassen und nur eines suchen, nämlich Gottes Willen, schenkt er uns mitten in unsere Mühen, Konflikte und Prüfungen hinein Sammlung und Frieden.

Thomas Merton ( 1915 – 1968)

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Was die Götter angeht…

Was die Götter angeht,
so ist es mir unmöglich,
zu wissen,
ob sie existieren oder nicht,
noch,
was ihre Gestalt sei.

Die Kräfte,
die mich hindern,
es zu wissen,
sind zahlreich,
und auch ist die Frage verworren
und das menschliche Leben kurz.

Protagoras ( ca. 490 – 411 v.u.Z.)

Die Frage verworren, das Leben kurz

Was die Götter angeht,
so ist es mir unmöglich,
zu wissen,
ob sie existieren
oder nicht,
noch, was ihre Gestalt sei.

Die Kräfte,
die mich hindern,
es zu wissen,
sind zahlreich,
und auch ist die Frage verworren
und das menschliche Leben kurz.

Protagoras (5. Jahrhundert v. u.Z.)