Die Wurzel unseres Leidens

Die dualistische Eigenschaft des Denkens ist die Wurzel unseres Leidens. Wann immer wir uns als getrennt definieren, entstehen Angst und Abhängigkeit, und wir werden verkrampft, abwehrend und ehrgeizig und verteidigen unser Hoheitsgebiet. Um dieses abgetrennte Selbst zu schützen, scheuchen wir weg, was uns nicht passt, und an anderem krallen wir uns leidenschaftlich fest.

Jack Kornfield (*1945) in: Frag den Buddha und geh den Weg des Herzens. Berlin 2004, S. 68-69

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Die Kraft des Herzens verwandelt

Die Kraft Deines Herzens kann alles besiegen, was dir im Weg ist: Zweifel und Angst, Hass und Zwietracht, Groll und Feindschaft. Nichts von alldem kann der Kraft des Herzens widerstehen.
Denn das Herz kämpft nicht und greift nicht an, es überzeugt nicht, überredet nicht und verteidigt sich nicht.
Das Herz versteht und nimmt an.
Was verstanden und angenommen wird, entzerrt sich und gewinnt seine wahre Natur zurück: Liebe.
So verwandelt die Kraft des Herzens alles in Liebe.

Safi Nidiaye in: Die Stimme des Herzens, Bergisch-Gladbach 9. Auflage 2009, S. 58

So segne dich der gütige Gott

Der Herr sei vor dir,
um dir den rechten Weg zu zeigen.

Der Herr sei neben dir,
um dich in die Arme zu schließen
und dich zu schützen
gegen Gefahren von links und rechts.

Der Herr sei hinter dir,
um dich zu bewahren
vor der Heimtücke böser Menschen.

Der Herr sei unter dir,
um dich aufzufangen, wenn du fällst,
und dich aus der Schlinge zu ziehen.

Der Herr sei in Dir,
um dich zu trösten,
wenn du traurig bist.

Der Herr sei um dich herum,
um dich zu verteidigen,
wenn andere über dich herfallen.

Der Herr sei über dir,
um dich zu segnen.
So segne dich der gütige Gott.
Amen.

Als altchristliches Segensgebet überliefert (4. Jh.)