Lichtbringer

Rabindranath Tagore | Bild: Archiv

… Es sind in dieser natürlichen Welt Menschen geboren worden mit all unseren menschlichen Begrenzungen und Verlangen, aber sie beweisen, dass sie in der Welt des Geistes atmeten, dass die höchste Vollkommenheit in der Freiheit der Persönlichkeit, in der vollkommenen Einigung der Liebe besteht. …

… Ihr unerschöpfliches Leben fließt wie der Wogenschwall einer gewaltigen, mächtigen Flut durch grüne Felder und Wüsten, durch langgestreckte dunkle Höhlen der Vergessenheit in die tanzende Freude des Sonnenlichts. Sie bringen Leben vor die Türen der unzähligen Menschen endlose Jahre lang, heilend und durstlöschend, sie waschen die Flecken des Alltagsstaubes ab und singen mit lebenbebender Stimme in allen Lärm der Märkte das Lied des ewigen Lebens.

Rabindranath Tagore (1861 – 1941

Den vollständigen Text von Rabindranath Tagore  über „Lichtbringer“ finden Sie hier:

MAGISCHE BLÄTTER BUCH V
CII. JAHRGANG FRÜHJAHR 2021

gebunden. ISBN 978-3-948594-06-0 – 20,00 €

https://verlagmagischeblaetter.eu/monatsschrift/magische-blaetter

Bestellt werden können die Magischen Blätter hier: kontakt@verlagmagischeblaetter.eu

Rumi: Offenes Geheimnis – Hörstück von Ronald Steckel

Rumi – Bild: Archiv

Rumi: Offenes Geheimnis – Hörstück von Ronald Steckel

Der von 1207 bis 1273 lebende persische Gelehrte, Dichter und sufische Mystiker Dschelal-ed-Din Rumi gilt als eine der größten poetischen Stimmen des Orients und wird in allen arabisch-sprechenden Ländern mit ähnlicher Bewunderung verehrt wie Dante oder Homer im Abendland. In Anrufungen, Aufforderungen, Unterhaltungen und Selbstbefragungen erzählen die Verse von den unzähligen Erscheinungsformen der Liebe, die Gott, Mensch und Welt verbinden.

Mit Max Hopp, Naomi Krauss, Rolf Zacher u.v.a.

Aus der ReiheDas innere Licht – Texte zur Mystik“

https://www.rbb-online.de/rbbkultur/podcasts/das-innere-licht-podcast.html

Hier ist der Text des Hörspiels zu hören:

 

Hier kann er nachgelesen werden:

Klicke, um auf Offenes%20Geheimnis%20Partitur.pdf zuzugreifen

 

Fühlen, wie sich die Sinne sammeln

Teresa von Avila / Foto: © wak

Lernt Selbstüberwindung, bleibt eine Zeitlang beharrlich dabei, und ihr werdet sehr klar sehen, welchen Nutzen ihr davon habt. Wenn ihr euch dem Gebet widmet, werdet ihr sogleich fühlen, wie eure Sinne sich sammeln: Sie sind wie Bienen, die in den Stock zurückkehren und sich dort einschließen zur Bereitung des Honigs… Und immer schneller werden sie dann beim ersten Ruf des Willens zurückkehren. Und endlich, nach unzähligen Übungen dieser Art, macht Gott sie für einen Zustand vollkommener Ruhe und Kontemplation bereit.

Teresa von Avila (1515 – 1582)

Schon unzählige Buddhas

Selber müssen sich die Wesen
um die Erleuchtung bemühen;
auch ein Erwachter kann sie nicht erlösen.
Wenn er es könnte,
müssten alle Wesen schon erlöst sein,
denn es hat schon unzählige Buddhas gegeben.

Hui Hai (720-814)

Sich selber um Erleuchtung bemühen

Selber
müssen sich die Wesen
um die Erleuchtung bemühen;

auch ein Erwachter
kann sie nicht erlösen.

Wenn er es könnte,
müssten alle Wesen schon erlöst sein,
denn es hat schon
unzählige Buddhas gegeben.

Hui Hai (720-814)

Der Weg wird zum Ziel

Der Weg und das Ziel
sind nicht zweierlei.
Der Weg selbst
wird zum Ziel.

Der erste Schritt
ist bereits der letzte,
weil der Weg und das Ziel nicht zweierlei sind.

Der Weg verwandelt sich,
indem du ihn gehst,
zum Ziel.

Es kommt nicht darauf an,
über das Ziel nachzudenken.
Das Wichtigste ist,
über den Weg nachzudenken.

Entdecke deinen Weg:
Mach den Weg ausfindig.

Osho (1931 – 1990)

Finde deinen Weg

Wir meinen gewöhnlich, wir bräuchten nur ans Ziel zu gelangen, der Weg dahin aber wäre vorgegeben. Es gibt unzählige Wege, von denen die Leute reden, und sie alle führen zum gleichen Ziel. Es gilt, das Ziel zu entdecken, das Ziel zu erreichen! Aber der Weg? Der Weg ist vorgegeben – ja, allzu sehr: Es gibt viel zu viele Wege!

Aber so ist es nicht; denn der Weg und das Ziel sind nicht zweierlei. Der Weg selbst wird zum Ziel. Der erste Schritt ist bereits der letzte, weil der Weg und das Ziel nicht zweierlei sind. Der Weg verwandelt sich, indem du ihn gehst, zum Ziel. Es kommt nicht darauf an, über das Ziel nachzudenken. Das Wichtigste ist, über den Weg nachzudenken. Entdecke deinen Weg: Mach den Weg ausfindig.

Osho (1931 – 1990)

Unzählige Buddhas

Selber
müssen sich die Wesen
um die Erleuchtung bemühen;
auch ein Erwachter
kann sie nicht erlösen.
Wenn er es könnte,
müssten alle Wesen
schon erlöst sein,
denn es hat schon
unzählige Buddhas gegeben.

Hui Hai (720-814)