Unteilbar, unbeweglich, unveränderlich

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Vollkommene Reinheit muß durch die unteilbare Einheit vom Methode und Weisheit erzielt werden, die in der … Silbe hung – sie bedeutet Unteilbarkeit – symbolisiert wird. Im Sutra-System bezieht sich die Unteilbarkeit vom Methode und Weisheit auf Weisheit, die durch Methode, und Methode, die durch Weisheit beeinflußt ist. Im Mantra- oder Tantra-Fahrzeug bezieht sie sich auf ein Bewußtsein, in welchem die volle Form von Weisheit und Methode als einer unteilbaren Wesenheit gegeben ist. Im System der Wurzelsilben für die fünf Sieger-Buddhas ist hung die Wurzelsilbe des Aksobhya – des Unbeweglichen, Unveränderlichen, der durch nichts gestört werden kann

Tenzin Gyatso (* 1935)

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Teil eines unteilbaren Bewusstseins

So wie ein Sonnenstrahl
sich nicht von der Sonne absondern
und eine Welle
sich nicht vom Ozean trennen kann,
so kann sich der eine
nicht vom anderen als getrennt betrachten.
Wir alle sind Teil eines
einzigen unteilbaren göttlichen Bewusstseins.

Marianne Williamson (*1952)

Wir sind was wir denken

Wir sind das,
was wir denken.
Alles was wir sind,
entsteht mit unseren Gedanken.
Mit unseren Gedanken
erschaffen wir die Welt.
Sprich und handle
mit reiner Gesinnung
Und Glück wird dir folgen
Wie dein unteilbarer Schatten.

Aus dem Dhammapada (Pfad der Lehre)

Die Seele ist eins und vieles

Die Seele muss … eins und vieles, teilbar und unteilbar sein, und man muss nicht glauben, es sei unmöglich, dass eben diesselbe und eine auf vielfache Art sei. Denn wollten wir dies nicht annehmen, so würde es eine alles zusammenhaltende und ordnende Natur nicht, geben, welche zugleich alles umfassende hält und mit Weisheit leitet:
eine Vielheit, da ja des Seienden viel ist, eine Einheit, damit, das zusammenhaltende Band eins sei;
durch ihre vielfache Einheit führt sie allen Teilen Leben zu, durch die unteilbare Einheit leitet sie weise. Wo aber nicht Weisheit vorhanden, da ahmt dies leitende Prinzip dem Einen nach. Das also besagt die göttliche Ahnung und Andeutung des Plato: “aus der unteilbaren und sich stets gleich bleibenden und der hinsichtlich der Körper teilbar werdenden Wesenheit schuf er durch Mischung aus beiden eine dritte Form der Wesenheit.” Auf diese Weise also ist die Seele eins und vieles. Die an den Körpern befindlichen Formen sind vieles und eins, die Körper sind nur vieles, das Höchste und Oberste ist nur eins.

Plotin (205 – 270) in den “Enneaden”

Eins und vieles

Die Seele muss … eins und vieles, theilbar und untheilbar sein, und man muss nicht glauben, es sei unmöglich, dass eben diesselbe und eine auf vielfache Art sei. Denn wollten wir dies nicht annehmen, so würde es eine alles zusammenhaltende und ordnende Natur nicht, geben, welche zugleich alles umfassende hält und mit Weisheit leitet: eine Vielheit, da ja des Seienden viel ist, eine Einheit, damit, das zusammenhaltende Band eins sei; durch ihre vielfache Einheit führt sie allen Theilen Leben zu, durch die untheilbare Einheit leitet sie weise. Wo aber nicht Weisheit vorhanden, da ahmt dies leitende Princip dem Einen nach. Das also besagt die göttliche Ahnung und Andeutung des Plato: „aus der untheilbaren und sich stets gleich bleibenden und der hinsichtlich der Körper theilbar werdenden Wesenheit schuf er durch Mischung aus beiden eine dritte Form der Wesenheit.“ Auf diese Weise also ist die Seele eins und vieles. Die an den Körpern befindlichen Formen sind vieles und eins, die Körper sind nur vieles, das Höchste und Oberste ist nur eins.

Plotin (205 – 270) in den „Enneaden“