Echte Offenbarungen an unsichtbarem Goldfaden

Es geht vollkommen unliterarisch zu. Nirgendwo flattert der grauseidene Führertalar des Tagore. Wäre dieses Einfache gekünstelt, die erzeugte Schlichtheit ließe sich nicht raffinierter ausdenken. Die scheinbar ungeordnete Art der Mitteilungen wäre für eine wissenschaftliche Darlegung ein Mangel. Nach den Beispielen der Religionsgeschichte ist das aber die typische Überlieferungsweise von echten Offenbarungen. Und doch ist jeder einzelne Spruch an einem unsichtbaren Goldfaden aufgereiht, der ihn mit allen anderen verbindet.

Der Schweizer Theologe Carl Albrecht Bernoulli (1868 – 1937) über die Schriften von Bô Yin Râ

Der vollständige Beitrag ist hier nachzulesen:

MAGISCHE BLÄTTER BUCH VIII
CII. JAHRGANG WINTER 2021/2022

Januar 2022: Sakralkunst

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Geburtslegenden – buddhistisch und christlich

Der ganze Beitrag findet sich in der Zeitschrift „Der Buddhist“, 1. Jahrgang 1905, S. 257 ff.

Wissende Unwissenheit ~ begreifliche Unbegreiflichkeit

Foto: (c) wak

Die mystische Theologie führt zum Leerwerden und ins Schweigen, worin uns die Schau des unsichtbaren Gottes zuteil wird.

Die absolute Wahrheit ist nicht begreiflich. Wenn man daher auf irgendeine Weise zu ihr gelangen soll, ist es notwendig, dass dies durch eine unbegreifliche Einsicht gleichsam auf dem Weg einer Entrückung im Augenblick geschieht. So wie wir mit unserem leiblichen Auge die Klarheit der Sonne auf unbegreifliche Weise nur für einen Augenblick schauen können. Das ist nicht deshalb so, weil die Sonne nicht am allermeisten sichtbar wäre, wenn sie ihr Licht mit der ihr eigenen Kraft ins Auge dringen lässt, sondern weil sie wegen ihrer außerordentlichen Sichtbarkeit begreiflicherweise unsichtbar ist. Ebenso ist Gott, der die Wahrheit ist, die der Gegenstand der Einsicht ist, am meisten einsichtig und wegen seiner überragenden Einsichtigkeit uneinsichtig.

Daher bleibt allein die wissende Unwissenheit oder die begreifliche Unbegreiflichkeit der wahre und eigentliche Weg, um diese zu übersteigen.

Nikolaus von Kues (1401 – 1464) in seiner „Verteidigung der wissenden Unwissenheit“

Das Wahre und das Heilige sind wie Lichtstrahlen

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Alles, was jetzt existiert, ist nur der Griff in die Vergangenheit und der Zukunft – bodenlos, reich und unsichtbar…Ich bin nicht glücklich, denn das Glück kommt vom Menschen. Ich bin nicht unglücklich, denn auch das Unglück kommt vom Menschen. Ich bin alles, denn das ist es, was von Gott kommt. Nichts in der Welt ist einsam, alles ist miteinander verbunden. Das Wahre und das Heilige sind wie Lichtstrahlen, die jeden treffen, dessen Augen offen sind; sehen und gesehen werden ist ein und dasselbe.

Clemens Brentano (1778-1842)

Geheimnisvoller Schöpfer

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Es gibt keine Materie an sich! Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Atoms zusammenhält. Da es aber im ganzen Weltall weder eine intelligente noch eine ewige Kraft gibt, so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewussten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie! Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche, sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre. Da es aber Geist an sich allein ebenfalls nicht geben kann, sondern jeder Geist einem Wesen angehört, müssen wir zwingend Geistwesen annehmen. Da aber Geistwesen nicht aus sich selber sein können, sondern geschaffen worden sein müssen, so scheue ich mich nicht, diesen geheimnisvollen Schöpfer ebenso zu benennen, wie ihn alle Kulturvölker der Erde früherer Jahrtausende genannt haben: Gott.

Max Planck (1858 – 1947)

Kunst ist Wahrnehmungsarbeit

Ein so gereiftes Werk wirkt als Seelennahrung, als Heilmittel. Es wird eine aus zweckfreier Schönheit und kraft­voller Harmonie gebildete Manifestation in der Welt sein, in der sich tiefste Sehnsucht und höchstes Potenzial verbinden.

Der Künstler hat die paradoxe Aufgabe,

das Nichtsagbare zur Sprache zu bringen,

das Unhörbare hörbar zu machen,

das Unsichtbare ins Sichtbare zu heben.

Sein Scheitern ist gewiss,

doch möglicherweise nicht vergeblich.

Kunst, wie ich sie bejahe, ist Wahrnehmungsarbeit.

Sie nährt den (inneren) Menschen, durchleuchtet verworrene Zu­sammenhänge und öffnet jene kostbaren Bereiche, aus denen Lebenssinn und Existenzfreude stammen. Auch wenn diese Durchlichtungsarbeit in der Wüste, in übervölkerten Städten, einsamen Höhlen oder abgelegenen Dörfern schaffend oder betrachtend geschieht, wirkt sie doch unmittelbar gestaltend auf das menschliche Resonanzfeld ein. Die Essenz davon erreicht uns mit unerklärlicher Leichtigkeit – jenseits des Beweisbaren und doch mit absoluter Sicherheit – als leise Hoffnung, frischer Mut und freier, schöpferischer Impuls.

Der vollständige Text von Alfred Bast zu AY kann hier gelesen werden:

MAGISCHE BLÄTTER

CII. Jahrgang, HERBST 2021, Heft 8, August 2021

Thema: ÜBER DAS BILD

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Mehr Informationen zu seiner Arbeit finden sich hier: www.alfred-bast.de

Alles Sichtbare…

Novalis / Freiherr von Hardenberg

Alles Sichtbare
haftet am Unsichtbaren,
das Hörbare am Unhörbaren,
das Fühlbare am Unfühlbaren:
Vielleicht das Denkbare
am Undenkbaren.

Novalis / Freiherr von Hardenberg (1772 – 1801) im „Traktat vom Licht“

Inwendigster Grund aller Wesen

Wenn heute Philosophen und Seher wie Sri Aurobindo, Teilhard de Chardin und Jean Gebser – von einer Mutation des Menschheitsbewusstseins sprechen, von einem ähnlichen Bewusstseins-Sprung, wie er sich während der von Karl Jaspers so benannten Achsenzeit ereignete, so gibt Jacob Böhmes Werk diesem Sprung eine Richtung: es ist die Bewusstwerdung des „unsichtbaren Ursprungs“ – in Jacob Böhmes Worten „der inwendigste Grund aller Wesen“. Und es ist die geistige Selbstbegegnung des Menschen – als „das größeste Geheimnis, das Gott gewirket hat“.

Dieser und weitere Texte aus der Langen Nacht über Jacob Böhme von Ronald Steckel sind hier zu lesen:

MAGISCHE BLÄTTER BUCH VI

CII. Jahrgang SOMMER 2021

Thema: Materialien zum Jakob-Böhme-Bund

Heft 6, Juni 2021

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Das Herz des absoluten ewigen Seins erreichen

Foto: © wak

Das wirkliche „Gebet“ verbindet alles Seelische, das den Geistesfunken in sich trägt, im sichtbaren wie im unsichtbaren Kosmos, und bringt Kraftströme zur Wirksamkeit, die, auf dem Wege über die ihnen gesetzten Stationen, in Wahrheit zuletzt das Herz des absoluten ewigen Seins erreichen um von dort aus mit „Gnade“ gleichsam „geladen“ zurückzufluten auf den Betenden und alles, worauf sein „Gebet“ gerichtet ist.

Aus: Bô Yin Râ: Das Gebet

 

Den vollständigen Text von Bô Yin Râ über das Gebet finden Sie  hier:

MAGISCHE BLÄTTER BUCH V
CII. JAHRGANG FRÜHJAHR 2021

gebunden. ISBN 978-3-948594-06-0 – 20,00 €

https://verlagmagischeblaetter.eu/monatsschrift/magische-blaetter

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Morgenröte im Aufgang – Hommage à Jacob Böhme

Morgenröte im Aufgang – Hommage à Jacob Böhme
Text/Bild-Buch zum gleichnamigen Film
von nootheater & Organisation zur Umwandlung des Kinos

„Der innere geistliche Seelen-Mensch ist durch das Einsprechen oder Einblasen von dem unsichtbaren Worte der Göttlichen Kräfte in das sichtbare Bilde eingesprochen worden,
dem geschaffenen Bilde zum Verstande, darinnen des Menschen Wissenschaft und Erkentniß des unsichtbaren und sichtbaren Wesens stehet.“

Der komplette Text zu „Morgenröte im Aufgang“ ist hier zu lesen:

MAGISCHE BLÄTTER BUCH V
CII. JAHRGANG FRÜHJAHR 2021

HEFT 2 | Februar 2021
TITELTHEMA: Jacob Böhme (2)

gebunden. ISBN 978-3-948594-06-0 – 20,00 €

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Mehr auch hier:
https://absolutmedien.de/film/582 und hier: http://www.suhrkamp.de/buecher/morgenroete_im_aufgang-max_hopp_13539.html