Alles ist Er

Rumi

 

In meinem Herzen sind Aussen und Innen,
alles Er.
In meinem Leib sind Seele, Adern und Blut,
alles Er.
Wie sollen an diesem Ort
Glaube und Unglaube Platz finden?
Ohne Wie ist meine Existenz,
denn alles ist Er.

Dschelaleddin Rumi (1207 – 1273)

Gefunden habe ich dieses Zitat bei Vincenzo Kavod Altepost. Mehr hier: https://mystikaktuell.wordpress.com/2018/01/24/grundlegende-gutheit-innere-freude-buchtipp-v/

Begreifen, was du Gott nennst

Wenn dir der Gedanke kommt,
dass alles,
was du über Gott gedacht hast,
verkehrt ist,
und dass es keinen Gott gibt,
so gerate darüber nicht in Bestürzung.
Es geht allen so.
Glaube aber nicht,
dass dein Unglaube daher rührt,
dass es keinen Gott gibt.
Wenn du nicht mehr an den Gott glaubst,
an den du früher glaubtest,
so rührt das daher,
dass in deinem Glauben etwas verkehrt war,
und du mußt dich bemühen,
besser zu begreifen, was du Gott nennst.
Wenn ein „Wilder“ an seinen hölzernen Gott
zu glauben aufhört,
heißt das nicht, dass es keinen Gott gibt,
sondern nur, dass er nicht aus Holz ist.

Leo Tolstoj (1828 – 1910)

Nicht aus Holz

Wenn dir der Gedanke kommt,
dass alles,
was du über Gott gedacht hast,
verkehrt ist,
und dass es keinen Gott gibt,
so gerate darüber nicht in Bestürzung.
Es geht allen so.
Glaube aber nicht,
dass dein Unglaube daher rührt,
dass es keinen Gott gibt.
Wenn du nicht mehr an den Gott glaubst,
an den du früher glaubtest,
so rührt das daher,
dass in deinem Glauben etwas verkehrt war,
und du mußt dich bemühen,
besser zu begreifen, was du Gott nennst.
Wenn ein „Wilder“ an seinen hölzernen Gott
zu glauben aufhört,
heißt das nicht, dass es keinen Gott gibt,
sondern nur, dass er nicht aus Holz ist.

Leo Tolstoj (1828 – 1910)