In der Nachfolge Christi an die Quelle gelangen

Emma Schlangenhausen, Bergpredigt, 1920, Holzschnitt

Wir möchten mit dem Jakob-Böhme-Bund die künstlerischen Entwicklungen darstellen, die die Künstler-Apostel im Schwingungsfeld eines Leuchtenden des Urlichts vollzogen haben. Und das bringt uns auch Jacob Böhme nah, der anders als Jesus oder Bô Yin Râ kein „Leuchtender des Urlichts“ war. Er zeigte der Menschheit vielmehr auf, dass ein Mensch aus eigener Kraft mit der rechten Einstellung in der Nachfolge Christi an die „Quelle“ gelangen kann. Böhmes geistige Offenheit und die ungeheure Tiefe seiner Aussagen über die Göttliche Wirklichkeit ist wohl auch dadurch begründet, dass er durch kein Gelübde zur Zurückhaltung bestimmter geistiger Erkenntnisse verpflichtet war.

Der historische Jakob-Böhme-Bund und der Jacob-Böhme-Bund der Gegenwart (Teil 4) von Organisation zur Umwandlung des Kinos

 

MAGISCHE BLÄTTER BUCH IV
CI. JAHRGANG WINTER 2020 / 2021
4. Quartalsausgabe November, Dezember, Januar
gebunden. ISBN-Nr. 978-3-948594-04-6

HEFT 11 | Januar 2021
TITELTHEMA: FILM

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Eine Minute Stille für den Weltfrieden

Foto: © wak

Von der Stille der Meditation geht eine ungeheure Kraft aus. In einer interreligiösen Gruppe, die der UN Vorschläge unterbreiten sollte, regte ich an, dass alle Mitglieder der Gruppe dem Weltfrieden jeden Mittag eine Minute der Stille widmen sollten. Können Sie sich vorstellen, dass die ganze Welt eine Minute lang innehält? Würde die ganze Welt regelmäßig jeden Tag eine Minute lang in Stille verweilen, so hätte dies wahrscheinlich eine positivere Auswirkung auf den Weltfrieden als zehn Jahre intensiver Friedensverhandlungen.

Die Stille der Meditation schafft Raum, eine besondere Art schöpferischer Leere. Diese Leere, die durch die Meditation entsteht, ist kein Mangel und auch kein Fehlen von irgend etwas, sondern ein Zustand der Offenheit, durch den Dinge überhaupt erst möglich werden. Sie gleicht dem leeren Raum in einer Tasse oder an der Nabe eines Rades. Eine volle Tasse kann nichts mehr aufnehmen, doch eine leere Tasse kann man mit verschiedenen Dingen füllen. Und ein Rad ohne Nabe für die Achse kann sich nicht drehen.
Dieser „leere“ Raum ist vollkommen wach und lebendig. Alle Formen und Energien der Welt gehen aus ihm hervor, so wie die Wolken im klaren blauen Himmel erscheinen.

Bernard Glassman (1939 – 2018) in: Anweisungen für den Koch. Lebensentwurf eines Zen-Meisters. 1999, S. 51

Aus dem Menschen selbst entstehen und verschwinden

Nicht näher bezeichnete Skulptur von Milarepa     Fotos: © wakBild und Texttafel in der Ausstellung „Der Berg ruft“ im Oberhausener Gasometer