Lichtbringer

Rabindranath Tagore | Bild: Archiv

… Es sind in dieser natürlichen Welt Menschen geboren worden mit all unseren menschlichen Begrenzungen und Verlangen, aber sie beweisen, dass sie in der Welt des Geistes atmeten, dass die höchste Vollkommenheit in der Freiheit der Persönlichkeit, in der vollkommenen Einigung der Liebe besteht. …

… Ihr unerschöpfliches Leben fließt wie der Wogenschwall einer gewaltigen, mächtigen Flut durch grüne Felder und Wüsten, durch langgestreckte dunkle Höhlen der Vergessenheit in die tanzende Freude des Sonnenlichts. Sie bringen Leben vor die Türen der unzähligen Menschen endlose Jahre lang, heilend und durstlöschend, sie waschen die Flecken des Alltagsstaubes ab und singen mit lebenbebender Stimme in allen Lärm der Märkte das Lied des ewigen Lebens.

Rabindranath Tagore (1861 – 1941

Den vollständigen Text von Rabindranath Tagore  über „Lichtbringer“ finden Sie hier:

MAGISCHE BLÄTTER BUCH V
CII. JAHRGANG FRÜHJAHR 2021

gebunden. ISBN 978-3-948594-06-0 – 20,00 €

https://verlagmagischeblaetter.eu/monatsschrift/magische-blaetter

Bestellt werden können die Magischen Blätter hier: kontakt@verlagmagischeblaetter.eu

Wer vermag es, das Nicht-Tun zu erreichen

Mehr zu Wu Wei und Taoismus am 9. Mai hier: https://mystikaktuell.wordpress.com/2019/03/16/wu-wei-nicht-handeln-und-den-geschehnissen-ihren-lauf-lassen-5-mai-im-mystikkreis-koeln/

Das mitfühlende Herz des erleuchteten Geistes

Es ist das erhabene Elixier,
Das die Herrschaft des Todes überwindet.
Es ist der unerschöpfliche Schatz,
Der die Armut in der Welt beseitigt.
Es ist die überragende Medizin,
Die alle Krankheiten der Welt kuriert.
Es ist der Baum, der allen Wesen Schutz gewährt,
Die müder sind vom Wandern auf dem Pfad bedingter Existenz.
Es ist die grosse Brücke,
Die zur Freiheit von Wiedergeburten in niederen Bereichen führt.
Es ist der aufgehende Mond des Geistes,
Der die Qualen verwirrender Konzepte auflöst.
Es ist die mächtige Sonne, die schließlich
Die Nebel der Verblendung in der Welt vertreibt.

Shantideva  (7./8. Jahrhundert)

Vier große Gelübde

Zahllos
sind die Lebewesen,
ich gelobe,
sie alle zu retten.

Unerschöpflich
sind eitle Verhaftungen,
ich gelobe,
sie alle zu lassen.

Unzählig
sind die Tore der Wahrheit,
ich gelobe,
sie alle zu durchschreiten.

Unübertroffen
ist der Weg des Erwachens,
ich gelobe,
ihn zu gehen.

 http://www.ohofzendo.de/pages/mappe/index.html

Die fühlenden Wesen sind zahllos

Die fühlenden Wesen sind zahllos,
Wir geloben, sie zu befreien.

Die Illusionen sind unerschöpflich,
Wir geloben, sie zu transzendieren.

Die Dharmas sind unermesslich,
Wir geloben, sie zu meistern.

Buddhas Weg des Erwachens ist überaus erhaben,
Wir geloben, ihn zu verwirklichen.

Bodhisattva-Gelübde im Zen