Diesen Garten mit dem Herzen betreten

Halte aber dieses Paradies der inneren Wonne nicht für einen körperlichen Ort. Diesen Garten betritt man nicht mit Füßen, sondern mit dem Herzen. Auch wird dir nicht der Reichtum an irdischen Bäumen angerühmt, sondern eine liebliche, herrliche Pflanzung überirdischer Tugenden. Es ist der verschlossene Garten, der versiegelte Quell, der sich in vier Ströme verzweigt und wo aus der einen Ader der Weisheit die Tugend vierfach sich entfaltet.

Bernhard von Clairvaux (1090 – 1153)

Zum Überirdischen und Ewigen eingegangen

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Mystik liegt überall da vor, wo ein Menschenwesen die Trennung zwischen irdisch und überirdisch, zeitlich und ewig als überwunden ansieht und sich selber, noch in dem Irdischen und Zeitlichen stehend, als zum Überirdischen und Ewigen eingegangen erlebt.

Albert Schweitzer (1875 – 1965)