Tanz: Brücke zwischen Himmel und Erde

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Die Magie des heiligen oder sakralen Tanzes baut eine Brücke zwischen Himmel und Erde. Wenn man sie sich in einem Flammenkreis vorstellt, versinnbildlicht sie das Dasein, das, wenn aufgehoben, im Leben mündet.
So führt zum Beispiel der Tanz der Derwische in kreisartiger Bewegung von der Peripherie zum Zentrum, also zum Wesen des spirituellen Daseins, in einem Wort: zur Brücke.
Der Tanz überträgt auf seine Weise die geheimnisvollen Werte der Religionen, weshalb man behauptete, er sei göttlichen Ursprungs. Er ist die Sprache des Unbewussten und drückt Werte aus die sich im tiefsten Grunde des Wesens verbergen.
Durch den Tanz offenbart sich die Poesie des Rhythmus, denn die Poesie ist eine Gabe des Lebens. Kriegerisch, kraftvoll, erotisch, mystisch versucht der Tanz auszudrücken, dass Energien auf allen Ebenen des Universums schwingen. Er übermittelt eine Boschaft, die erhebt, weil sie Botschaft der Harmonie ist.

Frédéric Lionel (1908 – 1999)

 

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Sind wir weiser geworden?

Wir leben im Zeitalter der Philosophie, der Wissenschaft und der Vernunft. Riesige Bibliotheken stehen jedermann offen. Überall haben wir Schulen, Hochschulen und Universitäten, die uns das Wissen der Völker aus vielen vergangenen Jahrtausenden übermitteln.
Und was weiter? Sind wir deswegen weiser geworden? Verstehen wir das Leben oder den Sinn des Lebens besser? Wissen wir, was für unser Leben gut ist?

Jean-Jacques Rousseau (1712 – 1778)