Saatkörner der Kontemplation

Kontemplation ist der höchste Ausdruck des intellektuellen und geistigen Lebens des Menschen. Sie ist das Leben selbst, voll wach, voll aktiv, voll bewusst, dass es lebendig ist. Sie ist geistiges Staunen. Sie ist spontane Ehrfurcht vor der Heiligkeit des Lebens, des Seins. Sie ist eine lebendige Erkenntnis der Tatsache, dass das Leben und das Sein in uns aus einer unsichtbaren, transzendenten und unendlich reichhaltigen Quelle stammen. Kontemplation ist vor allem ein Bewusstsein für die Realität dieser Quelle. Sie kennt die Quelle, obskur, unerklärlich, aber mit einer Gewissheit, die über die Vernunft und über den einfachen Glauben hinausgeht… Es ist eine tiefere Tiefe des Glaubens, ein Wissen, das zu tief ist, um in Bildern, in Worten oder sogar in klaren Begriffen erfasst zu werden.

Thomas Merton (1915 – 1968) in: New Seeds of Contemplation

Töne und Schweigen

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Musik ist der Ort
an dem sich
Töne und Schweigen begegnen.

Toshio Hosokawa (* 1955)

Gefunden habe ich dieses Zitat auf der Seite von Beate Schmalbrock: http://klangturm.eu/Klangturm-Malakoff/

„…Von Hosokawas musikalischem Denken, der Hinwendung zu traditionellen japanischen Texten, seiner Idee melodischer Kantabilität, die mit Idealen der Kalligraphie und der Tuschmalerei verknüpft ist, seiner besonderen Auffassung von Natur, Einflüssen des Buddhismus sowie der Kyoto-Schule mit ihrem Versuch, Zen und westliche Philosophie, Buddhismus und Ontologie (Existenzphilosophie) zusammenzudenken, ist immer wieder die Rede. …“

Diese Erläuterungen zum Werk fand ich hier: https://www.wolke-verlag.de/musikbuecher/toshio-hosokawa-stille-und-klang-schatten-und-licht/