Aus der tiefsten Mystik der Religionen verstehen

Es ist nicht anders möglich, als dass diese Kunst aus der tiefsten Mystik der Religionen verstanden werden müsste, denn daher muss sie kommen und das muss der feste Grund davon sein, sonst fällt sie zusammen, wie das Haus auf dem Sande.

Philipp Otto Runge (1777 – 1810)

Emmanuel Jakobi über Philipp Otto Runge in Magische Blätter, VI. Jahrgang, S. 210 – 212, Verlag Magische Blätter, Leipzig, 1925

Der vollständige Beitrag von Jakobi kann jetzt hier nachgelesen werden:

MAGISCHE BLÄTTER, BUCH X
CIII. Jahrgang, Mai 2022, Heft 5 / Thema: VON JACOB BÖHME ÜBER DIE ROMANTIK ZUM BÖHME-BUND

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Das Gutsein der Welt erfahren

Dass die Welt gut ist, ist nicht einfach irgendeine beliebige Idee. Sie ist gut, weil wir ihr Gutsein erfahren können. Wir können die Welt als gesund und einfach, als direkt und real erleben, weil es unserer tiefsten Natur entspricht, mit dem Gutsein in allem Geschehen in Einklang zu sein.

Chögyam Trungpa (1929 – 1987) in „Das Buch vom meditativen Leben“, Hamburg 1991, S. 30

Tao Te King: Von allen tiefen Quellen das reinste Wasser

… Ich wollte ein Buch des Weges,
das für einen heutigen, unklugen,
unmächtigen und vielleicht
nicht männlichen Leser zugänglich ist,
der nicht auf der Suche
nach esoterischen Geheimnissen ist,
sondern auf eine Stimme hört,
die zur Seele spricht.
Ich möchte, dass dieser Leser erkennt,
warum die Menschen das Buch
seit fünfundzwanzig Jahrhunderten lieben.

… Es ist der liebenswerteste
aller großen religiösen Texte,
witzig, scharfsinnig,
gütig, bescheiden,
unzerstörbar empörend
und unerschöpflich erfrischend.

Von allen tiefen Quellen
ist dies das reinste Wasser.
Für mich ist es auch die tiefste Quelle.

Ursula K. Le Guin (1929 – 2018) in ihrer Einleitung über das „Tao Te King“, das ihr zuerst in der Ausgabe von Paul Carus von 1898 vorlag

Lao Tzu: Tao Te Ching. A Book about the Way and the Power of the Way. A New English Version bei Ursula K. Le Guin with the Collaboration of J.P. Seaton, Professor of Chinese, Shambala Boston & London, 2011

Darstellungsform des Urseienden

Joseph Schneiderfranken, Straße (Treppe) auf Thera, Öl auf Leinwand

Die geistigen Welten, welche Bô Yin Râ aus eigenem vollbewußten Erleben schildert, sind keine verschwommenen Gebilde, sondern die Darstellungsform des Urschaffenden, Urseienden in seiner höchsten Potenz, einer Wirklichkeit, die auf einer ihrer tiefsten Stufen auch unsern Planeten Erde und unsern Körper „gewirkt“ hat und ständig „wirkt“. Nur so ist zu verstehen, daß es dem in jedem Menschen latent vorhandenen geistigen Bewußtsein in außerordentlichen Fällen möglich sein kann, in der materiellen und geistigen Realität zugleich klar bewußt zu sein.

Otto Hellmut Lienert (1897 – 1965) in seinem Beitrag: „Joseph Anton Schneiderfranken – Bô Yin Râ“

Der vollständige Beitrag ist hier nachzulesen:

MAGISCHE BLÄTTER BUCH IX
CIII. Jahrgang Frühling 2022

Februar 2022: Sakralkunst (2)

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Mut, Strahlen und Zuversicht ausatmen

Foto: (c) wak

Als erstes muss man aufhören, vor diesem natürlich unangenehmen aber einfach höchst menschlichen Gefühl (der Hilflosigkeit) davon zu laufen. Solange wir leben, werden wir uns immer wieder hilflos fühlen. Als zweiten Schritt nutze ich dieses Gefühl der Hilflosigkeit, um mich in Mitgefühl zu üben für alle Menschen und Wesen, die sich auch hilflos fühlen oder sich in einer Lage der Hilflosigkeit befinden. Empfinden wir selbst gerade ein Gefühl dieser Art in uns, dann ist das der ideale Zeitpunkt um Mitgefühl zu üben, Tonglen, oder „Atishas Heart“, wie Osho es nannte, zu praktizieren. Ich atme all die Hilflosigkeit, die in mir und in anderen Wesen ist, ein, und atme alles, was in mir an Mut, Strahlen, Zuversicht ist, aus. Auf diese Weise wird Hilflosigkeit (und jedes andere Gefühl) in Segen verwandelt. Das ist tiefste Alchemie.

Pyar (*1960)

Mehr hier: https://pyar.de/tonglen/

Unmittelbar, klar und eindeutig

Foto: (c) wak

Alles, was in der äußeren und inneren Welt existiert, besteht auch in der Musik, nur in anderer Weise, und ist mit keinem Worte der Sprache vergleichbar. „Das Unbeschreibliche – hier wird’s Ereignis.“ Darum sagt uns die Musik alles, das Höchste und Tiefste und leicht Verschwebende; sie hält uns aber nicht am Einzelnen fest wie das Leben und die anderen Künste, sondern durchströmt uns mit dem Hauch der Allgegenwärtigkeit und lässt so das Einzelne eingehen in das Gesamtbewusstsein eines höheren Daseins, einer höheren Welt. Was Philosophen, Metaphysiker und Religionslehrer uns oft nur unvollkommen, bruchstückweise und in Gleichnissen sagen können, hier spricht es unmittelbar zu uns, klar und ein-deutig.

Felix Weingartner (1863 -1942)

Der ganze Beitrag „Die Grenzen der Musik“ von Felix Weingartner kann hier nachgelesen werden:

MAGISCHE BLÄTTER BUCH VII
CII. Jahrgang Oktober 2021 Heft 10, Thema: DIE MUSIKALISCHE DIMENSION DES JAKOB-BÖHME-BUNDES

Mehr hier:

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Vollendung

Mehr von und über Josef Anton Schneiderfranken / Bô Yin Râ – hier:

MAGISCHE BLÄTTER BUCH VI

CII. Jahrgang SOMMER 2021

Thema: JOSEPH SCHNEIDERFRANKEN

Heft 7, Juli 2021

https://verlagmagischeblaetter.eu/monatsschrift/magische-blaetter

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Geheimnisse staunend ahnen

Foto: © wak

Das Schönste und Tiefste, was der Mensch erleben kann, ist das Gefühl des Geheimnisvollen. Es liegt der Religion sowie allem tieferen Streben in Kunst und Wissenschaft zugrunde. Wer dies nicht erlebt hat, erscheint mir, wenn nicht wie ein Toter, so doch wie ein Blinder. Zu empfinden, dass hinter dem Erlebbaren ein für unseren Geist Unerreichbares verborgen sei, dessen Schönheit und Erhabenheit uns nur mittelbar und in schwachem Widerschein erreicht, das ist Religiosität. In diesem Sinne bin ich religiös. Es ist mir genug, diese Geheimnisse staunend zu ahnen und zu versuchen, von der erhabenen Struktur des Seienden in Demut ein mattes Abbild geistig zu erfassen.

Albert Einstein, August 1932

Das vollständige „Glaubensbekenntnis / Credo“ von Einstein ist hier nachzulesen:

https://www.einstein-website.de/z_biography/credo.html?fbclid=IwAR3Ho6UpfGpbv0MyGYFcqgY2eAhuFfHENhiN1IOT3m9oc7wwWyQDHH7__es

Die tiefste Bedeutung

Es ist die tiefste Umdeutung vielleicht der Christuslegende, vielleicht auch die tiefste Bedeutung dessen, was Jesus selbst gelehrt hat, wenn Meister Eckhart den Gott, der zugleich Menschenkind ist, zu uns sprechen läßt: „Ich bin euch Mensch gewesen, wenn ihr mir nicht Götter seid, so tut ihr mir Unrecht.“ Sehen wir zu, wie wir Götter werden, wie wir die Welt in uns finden können.

Gustav Landauer ( 1870 – 1919) in „Skepsis und Mystik“