Natürlicher Verlauf

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1. Es ist der natürliche Verlauf, daß ich alt werde.
Es gibt keinen Weg, dem Altern zu entgehen.

2. Es ist der natürliche Verlauf, daß ich Krankheiten bekomme werde.
Es gibt keinen Weg, dem Krankwerden zu entgehen.

3. Es ist der natürliche Verlauf, daß ich sterben werde.
Es gibt keinen Weg, dem Tod zu entgehen.

4. Es ist der natürliche Verlauf, daß alles woran ich hänge,
und alle, die mir lieb sind, sich verändern.
Es gibt keinen Weg, dem Getrenntwerden von ihnen zu entgehen.

5. Meine Taten sind mein einzig wirkliches Erbe.
Den Folgen meiner Taten kann ich nicht entgehen.
Meine Taten sind der Boden, auf dem ich stehe.

Thich Nhat Hanh (*1926) in: Der Klang des Bodhibaums

Einen neuen Weg finden

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Wenn wir nicht in der Lage sind, einen neuen Weg zu finden, um unsere wahre Natur zu entdecken, könnte die Menschheit zum Verschwinden verurteilt sein. Noch nie in der Geschichte sahen wir uns derart vielen verhängnisvollen Gefahren auf einmal ausgesetzt wie heute. Wir haben die Kontrolle über die Lage verloren. Die ökonomischen, politischen und militärischen Systeme, die wir entwickelt haben, kehren sich gegen uns selbst und zwingen sich uns auf, und wir werden in zunehmendem Maß „entmenschlicht“

Thich Nhat Hanh (*1926)

Die Schönheit des blauen Himmels genießen

 

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Das Leben ist voller Leiden, aber auch voller Wunder: der blaue Himmel, der Sonnenschein, die Augen eines Babys. Leiden ist nicht alles. Wir müssen ebenso mit den Wundern des Lebens in Berührung sein. Sie sind in uns und um uns, überall, jederzeit. Wenn wir nicht glücklich, nicht friedvoll sind, können wir Frieden und Glück nicht mit anderen teilen, selbst mit denen nicht, die wir lieben, mit denen wirunter einem Dach leben. Wenn wir friedvoll, glücklich sind, können wir lächeln und blühen wie eine Blume, und jeder Mensch in unserer Familie, in unserer gesamten Gesellschaft, wird von unserem Frieden profitieren. Müssen wir uns besonders anstrengen um die Schönheit des blauen Himmels zu genießen? Müssen wir üben, um uns daran zu erfreuen? Nein, wir freuen uns einfach. Jede Sekunde, jede Minute unseres Lebens kann so sein.

Thich Nhat Hanh (*1926)

Allmählich unsere Angst verlieren

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Wir haben Angst vor dem Tod,
wir haben Angst vor der Trennung,
wir haben Angst vor dem Nichts.

Wenn wir aber tief schauen,
erkennen wir den unaufhörlichen Wandel der Dinge
und verlieren allmählich unsere Angst.

Thich Nhat Hanh (*1926)

Mein einzig wirkliches Erbe

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1. Es ist der natürliche Verlauf, daß ich alt werde.
Es gibt keinen Weg, dem Altern zu entgehen.

2. Es ist der natürliche Verlauf, daß ich Krankheiten bekomme werde.
Es gibt keinen Weg, dem Krankwerden zu entgehen.

3. Es ist der natürliche Verlauf, daß ich sterben werde.
Es gibt keinen Weg, dem Tod zu entgehen.

4. Es ist der natürliche Verlauf, daß alles woran ich hänge,
und alle, die mir lieb sind, sich verändern.
Es gibt keinen Weg, dem Getrenntwerden von ihnen zu entgehen.

5. Meine Taten sind mein einzig wirkliches Erbe.
Den Folgen meiner Taten kann ich nicht entgehen.
Meine Taten sind der Boden, auf dem ich stehe.

Thich Nhat Hanh (*1926) in: Der Klang des Bodhibaums

Wirklicher Kontakt mit dem was uns unmittelbar umgibt

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Wir brauchen eine neue geistige Grundhaltung, und das bedeutet zuallererst die Wiederentdeckung der alten und ursprünglichen Weisheit. Und wirklichen Kontakt mit dem, was uns unmittelbar umgibt.

Thomas Merton 1966 in einem Brief an Thich Nhat Hanh

Achtsamkeit: Leben, Verständnis, Mitgefühl

Nur wenige Begriffe finden meines Erachtens gegenwärtig so viel missbräuchliche Verwendung wie „Achtsamkeit“. Dieses Wort ist in vielen Bereichen zu einem Modewort verkommen, das inhaltsleer zu werden droht. So ist es gut, sich an seine tiefere Bedeutung zu erinnern. Die „Sieben Wunder der Achtsamkeit“ von Thich Nhat Hanh können dazu einen hervorragenden Beitrag leisten. wak

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Achtsamkeit besteht darin, unsere authentische Präsenz hervorzubringen, uns im Hier und Jetzt lebendig werden zu lassen und mit den Dingen in Berührung zu kommen.

Achtsamkeit lässt uns erkennen, dass das Leben bereits da ist. Wir können wirklich mit ihm in Kontakt sein und ihm Sinn und Tiefe geben.

Achtsamkeit schenkt dem Objekt unserer Betrachtung Lebenskraft, berührt und umarmt es. Das macht uns selbst lebendig und das Leben wird realer. Dies gibt uns Nahrung und Heilung.

Achtsamkeit vermittelt Sammlung und Konzentration. Wenn wir in unserem Alltag konzentriert sind, werden wir alles tiefer betrachten und besser verstehen können.

Achtsamkeit ermöglicht tiefes Schauen und lässt uns das Objekt unserer Betrachtung außerhalb und in uns selbst besser erkennen.

Achtsamkeit führt zu Verstehen, das tief aus unserem Inneren kommt. Wir erlangen Klarheit und so wird die Bereitschaft zur Akzeptanz gefördert.

Achtsamkeit führt zur Befreiung durch die so gewonnenen Einsichten. Wo immer wir Achtsamkeit praktizieren, ist Leben, Verständnis und Mitgefühl.

Thich Nhat Hanh (*1926)

Grundlegende Gutheit – Innere Freude – Buchtipp V

Vincenzo Kavod Altepost

Grundlegende Gutheit – Innere Freude

Ein beschenktes Leben

lulu.com, 2017, 344 Seiten, 20 €

 

Selten ist es mir bei einem Buch so gegangen wie bei „Grundlegende Gutheit – Innere Freude“ von Vincenzo Kavod Altepost. Immer wieder habe ich darin gelesen, es aus der Hand gelegt, wieder dazu gegriffen, wieder bin ich an Textpassagen hängen geblieben, an Zitaten, die mich inspirierten. Zettel bei Seiten eingefügt, wo ich noch mal wieder nachlesen muss. Seit Monaten geht das so. Was macht die Faszination dieses Buches aus? Für mich ist es die Biographie eines Menschen auf der Suche und eines Findungsprozesses. Und – wie er selbst im Untertitel schreibt – eines beschenkten Lebens.

Begegnungen mit Meisterinnen und Meistern sind es, die Vincenzo Kavod Altepost in ihrer Bedeutung und Wirkung für ihn aufzeigt, nachdem er seinen persönlichen und privaten Werdegang schildert. Ihre Namen lesen sich wie aus dem Logbuch eines spirituellen Weltreisenden: Elisabeth Haich, Vilayat Inayat Khan, Maharishi Mahesh Yogi, Swami Muktananda, Gurumayi Chidvilasananda, Satya Sai Baba, Mother Meera, Amma, Sri Chinmoy, Thich Nhat Hanh – um nur ein paar wenige von ihnen zu nennen. Und dann Pyar, Pyar Rauch. Und dann sind es auch die Themen, um die es bei ihm geht: Leiden, Lichterfahrung, Kundalini, Wasser, Identifikation, Transzendenz, grundlegende Natur, Gefühle, Jetzt, innere Freude, Dank, Meditation, Tonglen, Gebet, Humor, Sucht, die Kraft von Gedanken. Auch das nur wenige der zahlreichen Stichworte.

In einer Einführung schreibt Pyar Rauch über dieses Buch: „Es ist in einer Wesie geschreiben, dass man meint, all die Weisheite und die wunderbaren Geschichten aus diesem beschenkten Leben nicht nur zu lesen, sondern Kavod sprechen zu hören. Humor, Tiefgang und spannende Erzählung dieses Textes ließen mich nicht mehr los.“ Ergänzt werden diese Gedanken noch durch einen Beitrag von Désiree Kabbalah Wiprächtiger, die ihre Erfahrungen im Umgang mit Vincenzo Kavod Altepost schildert.

Dem allen ist nichts hinzuzufügen außer der dringenden Empfehlung, dieses Buch zu lesen. Übrigens: Ich habe es auch gerade wieder in der Hand…

Werner A.Krebber

 

Hier können Sie das Buch bestellen:

http://www.lulu.com/shop/vincenzo-kavod-altepost/grundlegende-gutheit-innere-freude/paperback/product-23096050.html

Mehr zu und von Kavod Altepost hier:

http://www.free-mind.guru/de/sitemap.htm

http://www.adhikara.com/
http://www.adhikara.com/drogen-hilfe-therapie-einrichtung/index.html