Einen harmonischen Seinszustand erreichen

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Die orientalischen Tänze haben – religiös, mystisch und wissenschaftlich – nichts von ihrer tiefen Bedeutung eingebüßt, die ihnen in längst vergangener Zeit innewohnte. Heilige Tänze waren immer eines der wichtigsten Themen, die in esoterischen Schulen des Ostens gelehrt wurden. Diese Gymnastik hat ein doppeltes Ziel: Zum einen enthält und zeigt sie eine gewisse Form von Wissen, zum anderen dient sie gleichzeitig als Mittel, um einen harmonischen Seinszustand zu erreichen. […] In jener frühen Zeit diente Kunst dem Zweck eines höheren Wissens und der Religion. […] Alter heiliger Tanz ist nicht einfach ein Medium für eine ästhetische Erfahrung, sondern sozusagen auch ein Buch, das […] ein ganz bestimmtes […] Wissen enthält. Aber es ist ein Buch, das nicht alle lesen können, die dies möchten.

Der ganze Beitrag „Die Vorgeschichte der Bewegungen“ von Roger Lipsey zu Georges Gurdjieff (1866 -1949) kann hier nachgelesen werden:

MAGISCHE BLÄTTER BUCH VII
CII. Jahrgang Oktober 2021 Heft 10, Thema: DIE MUSIKALISCHE DIMENSION DES JAKOB-BÖHME-BUNDES

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Offen sein für das Mysterium

raimonpanikkar

Wir haben die Göttlichkeit zu einem Idol gemacht. Der christliche Gott wurde zu einem Idol. Ich als Theologe kann es nicht genug sagen und betonen: Wir können Gott nicht auf unser Konzept von Gott reduzieren. Wir sollten offen sein für das Mysterium. Dieses ist sozusagen offen für alle Themen. Es kann nicht eingeschlossen werden. Ich kann nicht sagen: Das Mysterium ist hier oder dort. Ein Mysterium ist genau deswegen ein Mysterium. Weil es keinen Inhalt hat.

Raimon Panikkar (1918 – 2010)