Was wollte Böhme bewirken?

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Um – ganz allgemein – die Rezeption Böhmes in ihren Eigenarten zu verstehen, können folgende Punkte ein je eigenes Thema darstellen:

– die historisch-soziologische Ebene: Wer hat Böhme gelesen, welche Schichten, Gruppen mit welchen Prägungen haben sich mit ihm beschäftigt,

– welches Selbstverständnis hatte Böhme von seinem Schreiben, was wollte er bewirken, wie sollten seine Schriften gelesen werden,

– gibt es in der Rezeptionsgeschichte eine Trennung beispielsweise zwischen theologischer, philosophischer, ästhetischer, psychologischer Rezeption?

– kann in der Rezeptionsgeschichte eine Entwicklung gesehen werden, die eine Säkularisierung der Wissenschaften abbildet, indem zunächst die theologisch-konfessionelle Rezeption im Pietismus, dann die idealistisch-philosophische im 19. Jahrhundert und schließlich die psychologische Aufnahme wenn nicht ausschließlich, so doch paradigmatisch vorherrscht?

Thomas Isermann: Die Rezeption Jacob Böhmes im 20. Jahrhundert

Der ganze Beitrag Isermanns, der näher auf diese Fragen eingeht, ist hier zu lesen:

MAGISCHE BLÄTTER BUCH VII
CII. Jahrgang September 2021 Heft 9, Thema: DIE MAGIE DER SPRACHE

https://verlagmagischeblaetter.eu/monatsschrift/magische-blaetter

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Alles geschieht durch das Wort

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Nicht in der Formung, nicht in Zeichnung und Gebärde, nicht im Gedanken oder Willen liegt das Geheimnis, der Zauber der Schöpfung, – sondern im Wort, im ausgesprochenen Wort. Gott s p r a c h : es werde Licht und es w a r d Licht. Nicht aus dem Denken, nicht aus dem Willen Gottes, aus dem Wo r t wird Welt. Man lese die biblische Schöpfungsgeschichte und es muß auffallen, daß der ganze Schöpfungsprozeß durch das Wort geschieht. Jede neue Form der Schöpfung: die Erde, die Pflanzen, die Gestirne, die Tiere und schließlich der Mensch werden geschaffen durch das Wort „und Gott sprach.“

Otto Maag (1885 – 1960) in: Magie des Wortes

Der vollständige Text „Magie des Wortes“ kann hier gelesen werden:

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CII. Jahrgang September 2021 Heft 9, Thema: DIE MAGIE DER SPRACHE

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Magie des Wortes

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Dichten heißt verdichten, ballen,
den Lehmkloß formen
und ihm durch magischen Zauber
den göttlichen Atem einhauchen.

Die Magie aber auch dieses göttlichen Schaffens
– das spricht sich in allen Schöpfungssagen aus –
ist Magie des Worts.

Otto Maag (1885 – 1960) in: Magie des Wortes

Der vollständige Text „Magie des Wortes“ kann hier gelesen werden:

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CII. Jahrgang September 2021 Heft 9, Thema: DIE MAGIE DER SPRACHE

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