Meister Eckhart-Seminar: Gott ist Liebe

seminarmeistereckhart

Meister Eckhart ist eine außergewöhnliche und charismatische Gestalt in der deutschen Geistesgeschichte. In seinen Predigten offenbart sich ein unmittelbarer Zugang zu der Erfahrung der göttlichen Seinsebene. Meister Eckart hat höchste Spiritualität und erfolgreiche Aktivität in seiner Person und in seinem Leben integriert.

Dazu wird nun vom 27. – 29. September 2013 ein Seminar angeboten. Die Zielsetzung  ist es, sich an Hand einer geführten Interpretation ausgewählter Texte zu dem Thema „Gott ist Liebe“ für eine ganz persönliche Erfahrung zu öffnen.

Referenten:
Lothar Heggmair, Dipl. Phys., Mitglied der Society for Meditation and Meditation Research und der Meister Eckhart Gesellschaft, freiberuflicher Meditationslehrer mit Erfahrungsschwerpunkt auf dem Gebiet der Auswirkungen von Meditation auf Physiologie und Gehirn.

Prof. Dr. Ernst Hellgardt, Ludwig-Maximilians-Universität München Department I – Germanistik. Prof. Dr. Freimut Löser, Lehrstuhl für deutsche Sprache und Literatur des Mittelalters an der Universität Augsburg, Gründungsmitglied und Vizepräsident der Meister Eckhart Gesellschaft.

Dr. Karl Heinz Witte, Psychologischer Psychotherapeut, Psychoanalytiker, Promotion und Forschung über Meister Eckhart, Gründungsmitglied der Meister Eckhart Gesellschaft

Kontakt:

Lothar Heggmair
Telefon: 089 89218278 oder Mobil: 0173 3 707060
oder per Email: lothar.heggmair@t-online.de

Kursort und Übernachtungen:

Haus Sankt Ulrich
Kappelberg 1
86150 Augsburg
Telefon: 0821 / 31 52 – 0
Telefax: 0821 / 31 52 – 263
Internet: http://www.haus-st-ulrich.de

 

Mehr hier:

http://www.meister-eckhart-gesellschaft.de/download/Eckhart-Seminar-2013.pdf

Den Weg zum Selbst gehen

Nach wiederholter missbräuchlicher Nutzung durch kommerzielle Anbieter habe ich den Text entfernt.

Bei Interesse sende ich ihn gern als pdf-Datei per eMail zu.

 

 

 

Mystiker und Wirklichkeit

Sich von geliebten Dingen und geliebten Gedanken zu lösen, fordern fast alle mystischen Lehrer. Dass die Welt mit ihren Bindungen und Konfrontationen nicht mehr wichtig sein dürfe, sobald es um Gott geht, ist ohnehin eine Grundüberzeugung christlicher Lebenslehre. Man könnte deshalb annehmen, die Mystiker seien nicht an der Wirklichkeit interessiert und würden sich ihr so wenig wie möglich aussetzen. Im Sinne eines spirituellen Leitbildes hielten das wohl auch die meisten für die richtige Haltung. Die historischen Zeugnisse und die Texte der Mystiker zeigen jedoch auch das genaue Gegenteil. Eine spezifische Lebens- und Charakterprägung durch Mystik zu vermuten, ist offenbar falsch. Sich einzumischen, besonders wenn es um Bildungs- und Kulturpolitik ging, schien auch Mystikern nötig; mit Kirchenpolitik waren sie unter Umständen ohnehin amtlich befasst. Diese „Öffentlichkeitsarbeit“ konnte durchaus in ein Spannungsverhältnis zur Aussage der mystischen Texte geraten.

Uta Störmer-Caysa: Einführung in die mittelalterliche Mystik. Leipzig/Stuttgart 1998, 2004, S. 1o-11