Natürlicher Verlauf

I.
Es ist der natürliche Verlauf, daß ich alt werde.
Es gibt keinen Weg, dem Altern zu entgehen.

II.
Es ist der natürliche Verlauf, daß ich Krankheiten bekommen werde.
Es gibt keinen Weg, dem Krankwerden zu entgehen.

III.
Es ist der natürliche Verlauf, daß ich sterben werde.
Es gibt keinen Weg, dem Tod zu entgehen.

IV.
Es ist der natürliche Verlauf, daß alles woran ich hänge,
und alle, die mir lieb sind, sich verändern.
Es gibt keinen Weg, dem Getrenntwerden von ihnen zu entgehen.

V.
Meine Taten sind mein einzig wirkliches Erbe.
Den Folgen meiner Taten kann ich nicht entgehen.
Meine Taten sind der Boden, auf dem ich stehe.

Thich Nhat Hanh (*1926) in: Der Klang des Bodhibaums, Theseus-Verlag, 2005

Früchte der Taten


Wo immer
die Wesen
ins Dasein treten,
dort werden ihre Taten
zur Reife kommen.

Und wo immer ihre Taten
zur Reifen kommen,
dort werden sie
die Früchte jener Taten ernten.

Sei es in diesem Leben
oder im nächsten
oder in irgendeinem späteren Leben.

Gautama Buddha (ca. 563-483 v. u.Z.)

Fünf Gewissheiten

1. Es ist der natürliche Verlauf, daß ich alt werde.
Es gibt keinen Weg, dem Altern zu entgehen.

2. Es ist der natürliche Verlauf, daß ich Krankheiten bekomme werde.
Es gibt keinen Weg, dem Krankwerden zu entgehen.

3. Es ist der natürliche Verlauf, daß ich sterben werde.
Es gibt keinen Weg, dem Tod zu entgehen.

4. Es ist der natürliche Verlauf, daß alles woran ich hänge,
und alle, die mir lieb sind, sich verändern.
Es gibt keinen Weg, dem Getrenntwerden von ihnen zu entgehen.

5. Meine Taten sind mein einzig wirkliches Erbe.
Den Folgen meiner Taten kann ich nicht entgehen.
Meine Taten sind der Boden, auf dem ich stehe.

Thich Nhat Hanh (*1926) in: Der Klang des Bodhibaums

Sage nicht, es gebe keinen Gott

Du siehst viele Sterne
bei Nacht am Himmel,
aber findest sie nicht,
wenn die Sonne aufgeht.

Kannst du darum sagen,
dass es keine Sterne am Tageshimmel gibt?

Darum, o Mensch,
wenn du in den Taten deiner Unwissenheit
den Allmächtigen nicht schauest,
sage nicht,
es gebe keinen Gott.

Shri Ramakrishna (1836 – 1886)