Den Sinn auf das welches sieht richten

 

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Nimm Dir täglich eine Viertelstunde. Halte deine Augen offen und versuche deinen Sinn unablenkbar aus „das, welches sieht“ zu richten.

Es befindet sich in dir selbst. Erwarte nicht zu finden, dass „Das“ irgendetwas Bestimmtes ist, auf das sich der Sinn leicht richten lässt; dem wird nicht so sein. Obgleich es Jahre in Anspruch nimmt, jenes „Das“ zu finden, werden sich die Ergebnisse dieser Konzentrierung bald bemerkbar machen – in vier bis fünf Monaten – durch allerhand unbewusstes geistiges Schauen, Seelenruhe, durch die Kraft im allgemeinen, doch ist es stets unbewusste Kraft.

 

Meister in Indien. Verbürgte Mitteilungen über indische Mahâtmas und ihre Lehren von Felicita R. Scatcherd – (Es geht um einen Besuch bei Ramana Maharshi)

Der vollständige Text ist hier nachzulesen:

MAGISCHE BLÄTTER
CI. JAHRGANG HERBST 2020
3. Quartalsausgabe August, September, Oktober, gebunden
ISBN.Nr. 978 -3-948594-03-9

HEFT 8  |  September 2020

TITELTHEMA: EIN VERSCHÜTTETER TEMPEL

https://verlagmagischeblaetter.eu/monatsschrift/magische-blaetter

Bestellt werden können die Magischen Blätter hier: kontakt@verlagmagischeblaetter.eu

 

Notwendigkeit Gott neu zu suchen

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Der Mensch ist nicht lange zufrieden mit dem, was ihm diese Zeit als Nahrung bietet. Es müssen sich schließlich Hunger und Durst einstellen, die einige Menschen dazu zwingen werden, nach tieferer Befriedigung zu suchen. Schon jetzt gibt es hier und da Menschen auf der Erde, die aufgehört haben, ein Leben leben zu wollen, das keine Ewigkeit in sich birgt. Sie fühlen die Notwendigkeit, Gott neu zu suchen. Es gibt innerhalb und außerhalb der Kirchen viele solcher Menschen. Das, was sie verbindet, ist, dass Worte und Abstraktionen nichts mehr für sie bedeuten. Vergangene Auffassungen haben nur dann Bedeutung für sie, wenn sie entweder mit ihrer Vorstellung vom Leben übereinstimmen oder aber Basis für eine Weiterentwicklung sind und dadurch ihr Leben kraftvoller machen. Am besten bleiben wir gleich bei denen, die sich, ohne sich in das Gewand einer bestehenden Religion zu hüllen, auf einen einsamen Streifzug begeben; bei denen, die die Fülle des Lebens nicht in Tempeln, Synagogen oder Kirchen suchen, sondern unter Gottes offenem Himmel, bei welchem Wetter auch immer. Mitten in ihrer täglichen gehetzten Existenz haben sie einen Augenblick umher geschaut und das Leben aufs Neue mit derselben tiefen Verwunderung wie der primitive Mensch gesehen. Sie schauen nach dem Leben um sie herum, belauschen seine Schwingungen in sich selbst und fragen sich: »Wer bin ich und woher komme ich? Wohin gehe ich?« Aber sie bekommen keine Antwort.

Johannes Anker Larsen (1874 – 1957) in einem Vortrag in Amersfoort 1927. Zunächst erschienen hier: Vom wirklichen Leben. Drei Vorträge gehalten in Amersfoort, Berlin und Zürich erschienen im mym- Verlag, Berlin, 2004

 

Der vollständige Vortrag ist hier nachzulesen, weitere Vorträge werden noch folgen:

MAGISCHE BLÄTTER
CI. JAHRGANG HERBST 2020
3. Quartalsausgabe August, September, Oktober, gebunden
ISBN.Nr. 978 -3-948594-03-9

HEFT 7 | August 2020 | TITELTHEMA: KUNST

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Drei Arten in den Genuss der Kontemplation zu gelangen

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Drei Männer hatten vor allem mit der Bundeslade des Alten Testaments zu tun: Moses, Beseleel und Aaron. Moses erfuhr auf dem Berge von unserem Herrn, wie sie gebaut werden sollte. Beseleel baute und fertigte sie im Tale an nach dem Urbild, das Moses auf dem Berge gezeigt worden war. Aaron war sie im Tempel anvertraut, und deshalb konnte er sie schauen und ihre Nähe spüren, sooft er wollte. Nach dem Vorbild und Gleichnis dieser drei Männer können wir aus der Gnade der Kontemplation in dreifacher Weise Nutzen ziehen. Manchmal kommt man zu diesem Werk nur aus Gnade, und dann gleichen wir Moses, der trotz aller Mühe, die es ihn kostete, den Berg zu erklimmen, nur selten die Lade schauen konnte; denn die Schau war für ihn nur möglich, weil Gott nach Seinem Willen sich ihm zeigte und nicht etwa, weil Moses sie sich durch seine Mühe verdient hatte. Andere Male ziehen wir Nutzen daraus durch unsere eigene geistige Kunstfertigkeit mit Hilfe der Gnade, und dann gleichen wir Beseleel, der die Bundeslade nicht eher sehen konnte, als bis er sie durch seiner Hände Arbeit mit Hilfe des Urbildes angefertigt hatte, das Moses auf dem Berg gezeigt worden war. Andere Male ziehen wir Nutzen aus dieser Gnade durch die Lehren anderer Menschen. Dann gleichen wir Aaron, dem die Lade, die Beseleel mit eigenen Händen angefertigt hatte, anvertraut war, und der sie gewöhnlich sehen und ihre Nähe spüren konnte, sooft er wollte. Siehe, mein geistlicher Freund, obwohl ich kindlich und laienhaft gesprochen habe, nehme ich Elender, der ich unwürdig bin, irgendeinen Menschen zu belehren, doch das Amt des Beseleel ein, indem ich für dich sozusagen diese geistliche Bundeslade anfertige und dir ihre Beschaffenheit erkläre. Aber weit besser und würdiger als ich kannst du wirken, wenn du Aaron sein willst; das heißt, wenn du ohne Unterlaß darin für dich und mich wirken willst. Ich bitte dich, tue also, um der Liebe Gottes, des Allmächtigen willen. Da wir beide von Gott berufen sind, in diesem Werk zu wirken, bitte ich dich, Gott zuliebe zu deinem Teil zu erfüllen, was mir an meinem fehlt.

Aus der „Wolke des Nichtwissens“ / 14. Jahrhundert

Mit dem Atem das Positive nähren

Wir können unsere Achtsamkeit mit dem Atem verbinden. Dadurch schaffen wir uns in kurzer Zeit einen Anker, eine neue zentrierende Gewohnheit, die uns im täglichen Leben genau da hilft, wo Transformation nötig ist. Diese Achtsamkeit richtet sich auf die Gesamtheit des Erfahrens in diesem Moment: auf das Positive und – sofern gerade vorhanden – mit liebevollem Blick auch auf das Negative, das sich in diesem liebevollen Licht verwandeln kann. Diese Fokussierung auf den Atem kann ganz einfach auch im Alltag zwischendurch praktiziert werden. So ist auf sanfte Weise Wandel möglich.

Pyar Rauch (*1960)

Das ganze Interview, das Marlies Burghardt mit Pyar geführt hat, kann unter dem Titel „Transformation – Das Positive nähren“ hier nachgelesen werden:

https://www.sein.de/transformation-das-positive-naehren/

Atem, Achtsamkeit und Selbstbewusstheit

„16 Atemmethoden aus dem Buch “Der Buddha  – Sein Leben, seine Lehren, seine Weisheiten” von Thich Nhat Hanh. Es empfielt sich diese Atemmethoden täglich und schrittweise aufzubauen bis sie dauerhaft in den Alltag eingebaut sind. Dieses Bewusste Atmen ist eine Energiearbeit, die zu innerer Ruhe, Achtsamkeit und Selbstbewusstheit führt.“ Das schreibt Christina Kaufmann auf ihrem Blog. Sie veröffentlicht diese Übungen unter dem Titel: Das bewusste Atmen – Schritte zur Achtsamkeit und Selbstbewusstheit.

Mehr hier:
http://christinakaufmann.ch/blog/?page_id=112

 

Diese und weitere Übungen finden sich auch in dem Buch von Thich Nhat Hanh: Versöhnung mit dem inneren Kind. Von der heilenden Kraft der Achtsamkeit. (S. 144 ff.)

thichversoehnung

Alle Tage sind Gottes Tage

Im Leben des Indianers gibt es nur eine unumgängliche Pflicht: die Pflicht des Gebets – des täglichen Erkennens des Unsichtbaren und des Ewigen. Für ihn besteht keine Notwendigkeit, von sieben Tagen einen für heilig zu erklären, denn für ihn sind alle Tage Gottes Tage.

Charles Alexander Eastman / Ohíye S’a ( 1858 – 1939)

Tägliches Erkennen des Ewigen

Im Leben des Indianers
gibt es nur eine unumgängliche Pflicht:
die Pflicht des Gebets –
des täglichen Erkennens
des Unsichtbaren und des Ewigen.
Für ihn besteht keine Notwendigkeit,
von sieben Tagen
einen für heilig zu erklären,
denn für ihn sind alle Tage Gottes Tage.

Ohiyesa / Charles Alexander Eastman (* 1858; † 1939)

Nach der Wahrheit suchen

Wir haben großes Glück, dass wir als Menschen geboren wurden.
Daher denke ich, dass wir Menschen ein großes Interesse haben,
nach der Wahrheit zu suchen.
Deswegen möchte ich mich selbst ermutigen,
nach der Wahrheit zu streben.
Die ist in der Tat das wohl spannenste und enthusiastischste Leben für uns.
Ganz klar gibt es ökonomische Probleme in unserem täglichen Leben,
aber Meister Dogen sagt, wenn wir engagiert arbeiten,
kommen die Belohnungen für unsere Arbeiten ganz von selbst.

Gudo Nishijima (*1919)