Die Lesung führt quasi die feste Speise zum Mund…

Die „Himmelstreppe“ von Hermann Prigann + | Foto: © wak

 

Die Lesung führt quasi die feste Speise zum Mund;
die Meditation kaut und zerkleinert sie;
das Gebet gewinnt den Geschmack;
die Kontemplation ist die Wonne selbst, die erfreut und belebt.

Guigo II. / Guigo der Kartäuser († 1193) in der „Scala claustralium“ (vermutlich vor 1150)

Ausgehend von dem Vers: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“ (Mt 7,7 EU) erläutert Guigo die vier Stufen des Gebets, die er als „Leiter zu Gott“ versteht.

Lectio divina – Vom Wort zur Kontemplation

Foto: © wak

 

Die Lesung führt die feste Speise gewissermaßen zum Mund,
die Meditation zerkleinert und zerkaut sie,
das Gebet schmeckt sie,
und die Kontemplation ist der Genuß selbst,
der beglückt und belebt.

Edgar Friedmann OSB  (* 1940)

Mehr hier: https://www.vier-tuerme-verlag.de/religion-und-spiritualitaet/bibel/362/die-bibel-beten

Die Spur Gottes

Die Natur ist nicht auf Speise und Trank, auf Kleidung oder Komfort und überhaupt auf nichts bedacht, worin Gott nicht anwesend ist. Ob du es magst oder nicht, ob du es weißt oder nicht, die Natur sucht und jagt und kämpft immer nur heimlich darum, die Spur aufzustöbern, auf der Gott zu finden ist.

Meister Eckhart (1260 – 1328)

Die Spur Gottes aufstöbern

Die Natur ist nicht auf Speise oder Trank, auf Kleidung oder Komfort und überhaupt auf nichts bedacht, worin Gott nicht anwesend ist.

Ob du es magst oder nicht, ob du es weißt oder nicht, die Natur sucht und jagt und kämpft immer nur heimlich darum, die Spur aufzustöbern, auf der Gott zu finden ist.

Meister Eckhart (1260 – 1328)