Gottes Gegenwart in allen Dingen suchen

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Man soll sich also darin üben, Gottes Gegenwart in allen Dingen zu suchen, im Gehen, Sehen, Schmecken, Hören, Denken, überhaupt in allem, was man tut.
Ist doch Gottes Sein in allen Dingen, durch Gegenwart, Wirken und Wesen.

Ignatius von Loyola (1491 – 1555)

 

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Die Kraft Gottes sehen, riechen und schmecken

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Du wirst kein Buch finden, da du die göttliche Weisheit könntest mehr inne
finden zu forschen, als wenn du auf eine grüne und blühende Wiesen gehest; da wirst du die wunderliche Kraft Gottes sehen, riechen und schmecken, wiewohl es nur ein Gleichnis ist.

Jacob Böhme ( 1575 – 1624) in:  Drei Principien Göttliches Wesens, VIII, 12

Im göttlichen Abgrund verliert sich der Geist

Johannes Tauler

Im göttlichen Abgrund verliert sich der Geist so tief und in so grundloser Weise, dass er von sich selber nichts weiß. Er kennt da weder Wort noch Weise, weder Fühlen noch Schmecken, weder Erkennen noch Lieben; dann ist alles ein lauterer, unverdeckter, einfacher Gott, ein unaussprechlicher Abgrund.

Johannes Tauler (um 1300 – 1361)

Lectio divina – Vom Wort zur Kontemplation

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Die Lesung führt die feste Speise gewissermaßen zum Mund,
die Meditation zerkleinert und zerkaut sie,
das Gebet schmeckt sie,
und die Kontemplation ist der Genuß selbst,
der beglückt und belebt.

Edgar Friedmann OSB  (* 1940)

Mehr hier: https://www.vier-tuerme-verlag.de/religion-und-spiritualitaet/bibel/362/die-bibel-beten

Gottes Gegenwart in allen Dingen

Man soll sich also darin üben, Gottes Gegenwart in allen Dingen zu suchen, im Gehen, Sehen, Schmecken, Hören, Denken, überhaupt in allem, was man tut.
Ist doch Gottes Sein in allen Dingen, durch Gegenwart, Wirken und Wesen.

Ignatius von Loyola (1491 – 1555)

Schöpferische Urkraft von Himmel und Erde

Kaiser Shun fragte Ch’eng :
„Kann man sich das Tao zu eigen machen?“
„Nicht einmal Euren Leib habt Ihr zu eigen – wie könntet Ihr Euch das Tao zu eigen machen!“
„Wenn ich meinen Leib nicht zu eigen habe , wessen Eigentum ist er dann?“, fragte Shun.
„Eine Gestalt ist er, die Euch Himmel und Erde liehen. Euer Leben ist nicht Euer eigen – ein Einklang ist es, den Euch Himmel und Erde liehen. Eure angeborene Natur und Euer Schicksal sind nicht Euer eigen – Zufallsbedingtheiten sind es, von Himmel und Erde geliehen. Eure Söhne und Enkel sind nicht Euer eigen – abgeworfene Häute sind es, von Himmel und Erde geliehen.
Drum geht man am besten, ohne zu wissen, wohin;
bleibt zu Haus, ohne zu wissen was man behütet;
isst, ohne zu wissen, was man schmeckt.
Alles auf der Welt ist das Werk der schöpferischen Urkraft von Himmel und Erde.
Wie sollte man sich da irgend etwas zu eigen machen können?“

Chuang-tzu; (um 365 – 290 v.u.Z.)