So segne dich der gütige Gott

Der Herr sei vor dir,
um dir den rechten Weg zu zeigen.

Der Herr sei neben dir,
um dich in die Arme zu schließen
und dich zu schützen
gegen Gefahren von links und rechts.

Der Herr sei hinter dir,
um dich zu bewahren
vor der Heimtücke böser Menschen.

Der Herr sei unter dir,
um dich aufzufangen, wenn du fällst,
und dich aus der Schlinge zu ziehen.

Der Herr sei in Dir,
um dich zu trösten,
wenn du traurig bist.

Der Herr sei um dich herum,
um dich zu verteidigen,
wenn andere über dich herfallen.

Der Herr sei über dir,
um dich zu segnen.
So segne dich der gütige Gott.
Amen.

Als altchristliches Segensgebet überliefert (4. Jh.)

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Mich mir selbst vertraut machen

Ich will jetzt meine Augen schließen, meine Ohren verstopfen und alle meine Sinne ablenken, auch die Bilder der körperlichen Dinge sämtlich aus meinem Bewusstsein tilgen, oder doch, da sich dies wohl kaum tun lässt, sie als eitel und falsch gleich nichts achten; ich will mich nur mit mir selbst unterreden, tiefer in mich hineinblicken und so versuchen, mich mir selbst nach und nach bekannter und vertrauter zu machen.

René Descartes (1596-1650)

Meditative Lebensweise

Mystische Gipfelerfahrungen stellen sich ein, wenn du allein bist, wenn du absolut allein in deinem Inneren bist. Sannyas macht dich allein – nicht einsam – sondern allein; nicht verloren, sondern es schenkt dir ein »für sich sein«. Du kannst allein glücklich sein, du bist nicht mehr von anderen abhängig. Es ist nicht nötig, in einen Club zu gehen, nicht nötig, ständig Freunde um dich zu haben. Du kannst die Augen schließen und in innere Seligkeit fallen. Das ist es, was »meditative Lebensweise« bedeutet und nichts anderes.

Osho (1931 – 1990)

Mich mir selbst vertrauter machen

Ich will jetzt meine Augen schließen, meine Ohren verstopfen und alle meine Sinne ablenken, auch die Bilder der körperlichen Dinge sämtlich aus meinem Bewusstsein tilgen, oder doch, da sich dies wohl kaum tun lässt, sie als eitel und falsch gleich nichts achten; ich will mich nur mit mir selbst unterreden, tiefer in mich hineinblicken und so versuchen, mich mir selbst nach und nach bekannter und vertrauter zu machen.

René Descartes (1596-1650)