Du bist alles geworden

Kümmere dich nicht um die Welt. Glaube nicht, dass du Frieden in diese Welt bringen musst. Es gibt eine größere Kraft, die den Weg kennt, die für die Welt und das ganze Universum sorgt. Und die braucht keine Hilfe von dir. Die einzige Art, wie du der Welt helfen kannst, ist durch dein Aufwachen, deine Erleuchtung.
Wie hilfst du der Welt durch deine Erleuchtung? Wenn du erleuchtet bist, bist du nicht mehr der Körper. Du bist Allumfassendes Bewusstsein, Absolute Realität. Du bist Grenzenloser Raum. Du bist die Bäume, die Berge, die Flüsse, die Tiere, die Insekten, die Vögel. Du bist alles geworden. Du bist das Selbst. Das unvergängliche, unveränderliche Selbst.

Wenn du das nicht sehen kannst, handelst du wie ein abhängiger Agent. Du denkst, du kannst diese Welt zu einer Besseren machen. Du kämpfst für deine Rechte. Du versuchst die Meinungen der Leute zu beeinflussen, protestierst gegen dies und das. Ich gestehe ein, dass solche Dinge in dieser Welt notwendig sind, aber das ist alles Maya. Maya ist eine herrliche Illusion. Es lässt dich glauben, dass du etwas tun kannst, um die Dinge in der Welt zu verändern. Aber ich kann dir versichern, nichts wird sich je verändern. Es wird sich für eine Weile scheinbar ändern. Dinge werden für eine Weile scheinbar besser sein und scheinbar schlechter. Es wird Katastrophen geben, Zerstörungen. Alle möglichen Dinge werden passieren. Das ist die Natur dieser Welt. Es hat absolut nichts mit dir zu tun. Und doch, gleichzeitig bist du die Welt.

Ich widerspreche mir ständig selbst, das ist die Lehre. Totaler Widerspruch. Aber die letztendliche Wirklichkeit ist: Lasse alles gehen. Erkenne dich selbst als allumfassend, und du wirst totale Glückseligkeit sein, totale Freiheit.

Robert Adams (1928-1997)

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Das göttliche Sein umfassen

Jeder Mensch hat seine eigenen, ihm heiligen Vorstellungen von wahrer Religion und von der höchsten Wirklichkeit. Das von uns Menschen erschaffene Gottes-Ideal ist wie ein Magnet, der uns über unsere Begrenztheiten hinweg zu heben vermag und uns so zur Vollkommenheit führt. Aber keine unserer Vorstellungen von Gott kann das göttliche Sein ganz umfassen. Es kann sein, daß man sich die letzte, allumfassende Wirklichkeit nicht anders als ein abstraktes Sein vorstellen kann, dem man sich auf dem Wege der Meditation anzunähern versucht, und es gibt geistige Traditionen, die sich ganz auf diesen Weg der Reinigung und Ausdehnung des Bewußtseins konzentrieren.

Es gibt andere Menschen oder andere Entwicklungsstufen im Leben, in denen das göttliche Sein ein Gegenüber ist, ein Du, dem man sich dankend und bittend, demütig und verherrlichend nähern möchte. Hazrat Inayat Khan sagt: „Zweifellos wäre es ein großer Irrtum, zu behaupten, daß Gott nur eine Person ist; aber es wäre ein noch größerer Irrtum, wenn jemand Gott Seine Persönlichkeit absprechen würde.“ Die meisten Religionen haben ihren Schwerpunkt in dieser Beziehung von Mensch und Gott, deren kostbarste Erscheinungsform das Gespräch der Seele mit Gott ist, das Beten. Hazrat Inayat Khan hat seinen Murids mehrere großartige, inspirierende Gebete hinterlassen, aber niemand ist genötigt, Gebete zu sprechen, so wie auch jedem Murid freigestellt ist, dem Universellen Gottesdienst fernzubleiben.

Das Ziel des geistigen Weges, wie ihn die Mystiker sehen, ist das Einswerden mit dem göttlichen Sein. Diese Erfahrung kann auf verschiedenen Wegen erreicht werden. Spätestens in dieser letzten Erfahrung heben sich dann die scheinbaren Gegensätze von abstrakt und personal, von Meditation und Gebet wieder auf. Für den Sufi ist das Herz der Ort, in welchem das Unvereinbare vereint und Gott gefunden werden kann.

Pir Vilayat Inayat Khan (1916 – 2004)

Du bist das Selbst

Kümmere dich nicht um die Welt. Glaube nicht, dass du Frieden in diese Welt bringen musst. Es gibt eine größere Kraft, die den Weg kennt, die für die Welt und das ganze Universum sorgt. Und die braucht keine Hilfe von dir. Die einzige Art, wie du der Welt helfen kannst, ist durch dein Aufwachen, deine Erleuchtung.
Wie hilfst du der Welt durch deine Erleuchtung? Wenn du erleuchtet bist, bist du nicht mehr der Körper. Du bist Allumfassendes Bewusstsein, Absolute Realität. Du bist Grenzenloser Raum. Du bist die Bäume, die Berge, die Flüsse, die Tiere, die Insekten, die Vögel. Du bist alles geworden. Du bist das Selbst. Das unvergängliche, unveränderliche Selbst.

Wenn du das nicht sehen kannst, handelst du wie ein abhängiger Agent. Du denkst, du kannst diese Welt zu einer Besseren machen. Du kämpfst für deine Rechte. Du versuchst die Meinungen der Leute zu beeinflussen, protestierst gegen dies und das. Ich gestehe ein, dass solche Dinge in dieser Welt notwendig sind, aber das ist alles Maya. Maya ist eine herrliche Illusion. Es lässt dich glauben, dass du etwas tun kannst, um die Dinge in der Welt zu verändern. Aber ich kann dir versichern, nichts wird sich je verändern. Es wird sich für eine Weile scheinbar ändern. Dinge werden für eine Weile scheinbar besser sein und scheinbar schlechter. Es wird Katastrophen geben, Zerstörungen. Alle möglichen Dinge werden passieren. Das ist die Natur dieser Welt. Es hat absolut nichts mit dir zu tun. Und doch, gleichzeitig bist du die Welt.

Ich widerspreche mir ständig selbst, das ist die Lehre. Totaler Widerspruch. Aber die letztendliche Wirklichkeit ist: Lasse alles gehen. Erkenne dich selbst als allumfassend, und du wirst totale Glückseligkeit sein, totale Freiheit.

Robert Adams (1928-1997)