Wir sind schon angekommen

Die Sache mit Zen ist,
dass es Widersprüche bis an die äußerste Grenze treibt,
wo man dann zwischen Verrücktheit und Unschuld zu wählen hat.

Und Zen sagt,
dass wir vielleicht in einer kosmischen Dimension auf sie zutreiben.
Auf sie zutreiben,
denn so oder so, als Verrückte oder als Unschuldige,
sind wir schon angekommen.

Es kann nicht schaden,
wenn wir einfach die Augen öffnen und sehen.

Thomas Merton (1915 – 1968)

Diesen Text von Merton fand ich hier:

http://satyamnitya.wordpress.com/2012/04/01/thomas-merton-so-oder-so-sind-wir-schon-angekommen/

Von Gewinn und Ruhm gefangen

Die Folgen des Strebens nach Gewinn und Ruhm sind schlimm. Sie sind ein großes Hindernis für die innere Befreiung…

Wer wegen seiner Tätigkeit oft eingeladen wird, viel geschenkt bekommt und deswegen auf andere herabschaut, die weniger bekommen, und sie gering schätzt, der ist von Gewinn und Ruhm bereits gefangen, und für lange Zeit wird ihn das behindern und ihm schaden.

Gautama Buddha (ca. 563-483 v.u.Z.)

Nicht getrennt von Allem

Nachahmen und Vergleichen sind von Schaden. Es gibt keine zwei gleiche Buddhas – wie wunderbar! – und auch keine zwei gleiche Geschichten des Erwachens. Es bist immer genau du und genau deine Geschichte ist die richtige. Genau jetzt, genau hier, genauso wie du bist – mit allen Schwächen und Stärken deiner Persönlichkeit. Nichts kann Erwachen verhindern, nicht ist vorher zu erledigen oder zu ändern. Aber du bist frei, aufzuwachen oder noch ein wenig zu schlafen – auch das ist okay! Vielleicht hast du ja gerade einen wunderschönen Traum … und dann bist du einfach ein Buddha, der träumt…

Der Preis ist nicht hoch, es kostet einfach nur alles andere. Der Preis, der zu entrichten ist, ist die Aufgabe der ganzen Illusion von Welt, von ich, von mein, von gut und schlecht, von Wollen und Nicht-Wollen. Die Währung heißt Hingabe, heißt Akzeptanz, heißt „Dein Wille geschehe, in Deine Hände befehle ich meinen Geist”, heißt Ja, es ist okay wie es ist, wie auch immer, wie auch immer es sein mag – ich bin zufrieden, in Frieden. Der Gewinn ist unermessliches, übervolles, von Liebe überfließendes Nichts, Nichts – nicht getrennt von Allem.

Pyar Rauch (*1960)