Eine gute Position um klar zu sehen

Atisha / Bild: wikimedia ~ gemeinfrei

„Wenn Übel die unbelebten und belebten Universen füllen,
dann verwandle widrige Umstände in den Bodhipfad“

Atisha (um 980 – 1054)

Lass all deine Vorstellungen weg, und selbst wenn dann alles ganz übel ist, widerstehe dem nicht, sondern wende auch da die Praxis (Tonglen) an, indem zu offen bist, ehrlich bist, nicht wissend, neugierig bist, die Phänomene als flüchtig betrachtest, als Blumen am Himmel – und einatmest und ausatmest. Hinterher können wir schauen, ob es etwas zu tun gibt. Das kann durchaus der Fall sein… Aber erst still sein, erst zur Natur des ungeborenen Gewahrseins zurückkommen, erst bereit sein, den Schmerz wirklich zu fühlen, ihn reinlassen und alles, was an Schönem da ist, loslassen, herschenken. Dann haben wir eine gute Position, eine gute Ausgangslage, um wirklich klar zu sehen.

Pyar Troll / Rauch (*1960) in: Bodhichitta – Das erwachte Herz. Das Sieben-Punkte-Geistestraining für Weisheit und Mitgefühl. 2005, o.O., S.88

Alles zusammen – echt, rund

Es gibt nicht
den kleinsten, den leisesten
Widerspruch
zwischen
Stille, Meditation, Universum, Gott
und dem Stehen
auf unserer Mutter Erde.

Ganz im Gegenteil:
Erst all das
wirklich zusammen,
ist echt,
ist rund.

Pyar (*1960) In: Pyar Troll, Poesie der Stille – Tanz des Lebens. Anleitungen um Da-Sein, o.O. 2002, S. 276

 

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Durch mein Versehen war dieser Kommentar gestern verschwunden. Hier sei er nachgeholt.

werner anahata