Leerheit von Selbst

Die Leerheit des Selbst bedeutet nur die Leerheit von Selbst, nicht das Nicht-Sein von Selbst.
Genauso ist es bei einem Ballon, der innen leer ist, nicht so, dass er deswegen nicht existieren würde.
Dasselbe gilt für die Leerheit der Dharmas: Leerheit bezieht sich nur auf die Leerheit aller Phänomene und nicht auf die Nicht-Existenz aller Phänomene.
Es ist wie bei einer Blume, die nur aus Nicht-Blumen-Elementen besteht. Die Blume ist leer von einer abgetrennten Existenz, aber das bedeutet nicht, dass sie nicht da wäre.

Thich Nhat Hanh (*1926) in einer Erläuterung zu seiner Neu-Übersetzung des Herz-Sutras

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Wie sich für Buddha die Erleuchtung anfühlte

Die Erleuchtung fühlte sich für Gautama Buddha an, als sei ein Gefängnis, das ihn Tausende von Lebzeiten umschlossen hatte, nun aufgebrochen. Unwissenheit war der Wärter dieses Gefängnisses gewesen. Unwissenheit hatte seinen Geist verdunkelt, so wie die stürmischen Wolken den Mond und die Sterne verbargen. Von endlosen Wogen täuschender Gedanken getrübt, hatte der Geist die Wirklichkeit in Subjekt und Objekt geteilt, in Selbst und Andere, Sein und Nicht-Sein. Und aus diesen Unterscheidungen entstanden die falschen Sichtweisen – die Gefängnisse von Empfindung, Begierde, Ergreifen und Werden.
Das Erleiden von Geburt, Alter, Krankheit und Tod machte die Gefängnismauern nur noch dicker. Es gab nur eins zu tun: den Gefängniswärter zu ergreifen und sein wahres Gesicht zu schauen. Der Gefängniswärter war die Unwissenheit. Und das Mittel, die Unwissenheit zu überwinden, war der Edle Achtfache Pfad. War der Gefängniswärter erst fort, dann würde auch das Gefängnis verschwinden und niemals wieder aufgebaut werden.

Thich Nhat Hanh (* 1926)

Die Leerheit von Selbst

Die Leerheit des Selbst bedeutet nur die Leerheit von Selbst, nicht das Nicht-Sein von Selbst.
Genauso ist es bei einem Ballon, der innen leer ist, nicht so, dass er deswegen nicht existieren würde.
Dasselbe gilt für die Leerheit der Dharmas: Leerheit bezieht sich nur auf die Leerheit aller Phänomene und nicht auf die Nicht-Existenz aller Phänomene.
Es ist wie bei einer Blume, die nur aus Nicht-Blumen-Elementen besteht. Die Blume ist leer von einer abgetrennten Existenz, aber das bedeutet nicht, dass sie nicht da wäre.

Thich Nhat Hanh (*1926) in einer Erläuterung zu seiner Neu-Übersetzung des Herz-Sutras

Die ganze Erläuterung gibt es hier:

http://blog.gal-bayern.de/wp-content/uploads/2014/09/heart-sutra-thays-comments.German-BI.UR_.pdf

Unwissenheit

Die Erleuchtung fühlte sich für Gautama Buddha an, als sei ein Gefängnis, das ihn Tausende von Lebzeiten umschlossen hatte, nun aufgebrochen. Unwissenheit war der Wärter dieses Gefängnisses gewesen. Unwissenheit hatte seinen Geist verdunkelt, so wie die stürmischen Wolken den Mond und die Sterne verbargen. Von endlosen Wogen täuschender Gedanken getrübt, hatte der Geist die Wirklichkeit in Subjekt und Objekt geteilt, in Selbst und Andere, Sein und Nicht-Sein. Und aus diesen Unterscheidungen entstanden die falschen Sichtweisen – die Gefängnisse von Empfindung, Begierde, Ergreifen und Werden.
Das Erleiden von Geburt, Alter, Krankheit und Tod machte die Gefängnismauern nur noch dicker. Es gab nur eins zu tun: den Gefängniswärter zu ergreifen und sein wahres Gesicht zu schauen. Der Gefängniswärter war die Unwissenheit. Und das Mittel, die Unwissenheit zu überwinden, war der Edle Achtfache Pfad. War der Gefängniswärter erst fort, dann würde auch das Gefängnis verschwinden und niemals wieder aufgebaut werden.

Thich Nhat Hanh (* 1926)