Das unendliche Glück den Buddha zu sehen oder zu hören

Foto: (c) wak

Sehr schwer ist es, selbst in tausend Millionen von Weltzeitaltern das Wort des Buddha zu vernehmen, wievielmehr erst ihn zu schauen, was das höchste Mittel zur Vernichtung der Zweifel ist.
Einen guten Anblick hat der, der ihn geschaut, diese Leuchte der Welt, das Ziel aller Lehren erreicht hat, der ein Zugang zum Heil für die Geschöpfe der drei Welten und ein Reinigungsmittel für alle Wesen ist.
Ein großes aus guten Taten bestehendes Feld, ein erfreuender Kreis der Erkenntnis, erleuchtet die unermessliche Welt und vermehrt die Masse der guten Taten.
Er zerreißt das Netz der Leiden, er läutert die Masse der Erkenntnis. Keine Furcht vor Unheil besteht für diejenigen, von denen der Überwinder erfreut wird.
Groß und mächtig wird der Geist derjenigen, die den Besten der Menschen schauen, und unermessliche strahlende Kraft der Weisheit wird ihnen zuteil.

Moritz Winternitz (1863 – 1937) in: Der Mahayana-Buddhismus. Nach Sanskrit- und Prakrittexten. Tübingen 1930, S. 19

In Wahrheit das Selbst

Ramana Maharshi | Bild: Archiv

Das persönliche Selbst ist nichts anderes als das Gemüt: als solches hat es seine Einheit mit dem wahren Selbst verloren und hat sich im eigenen Netz verstrickt. Daher ist sein Suchen nach dem Selbst als einem eigenen ewigen und ursprünglichen Wesen, wie wenn ein Schäfer ein Lamm sucht, das er verloren wähnt, und er trägt es dabei auf seinen Schultern.

Aber das Ich, das so sein Selbst vergessen hat, gelangt nicht gleich zur Befreiung, nämlich zum wirklichen Erlebnis des Selbst, wenn es das Selbst einmal gewahr wird; da stehen lang angesammelte Neigungen und Gewohnheiten des Gemütes hemmend im Wege, und häufig bringt es den Leib und das Selbst durcheinander und vergisst, dass es in Wahrheit das Selbst ist.

Ramana Maharshi (1879 – 1950) in: Heinrich Zimmer, Der Weg zum Selbst. Lehre und Leben des Shri Ramana Maharshi. Kreuzlingen/München 1975, S. 171

Nichts zu erklären, nichts zu erreichen

Gedanke auf Gedanke, so kommt man zu Wissen,
Wer das Netzwerk untersucht, dreht sich unaufhörlich im Kreis.
Still sein, Still sein, gar nichts untersuchen –
Das ist ein dunkler Raum ohne jegliche Bewegung.

Gedanke auf Gedanke, daran ist nichts Falsches –
Still sein, Still sein, das ist die hellste Klarheit.
Die Myriaden Erscheinungen sind alle ganz wirklich,
Die Vielfalt ist von dem Einen Geschmack.

Im Gehen und Kommen, im Sitzen und Stehen,
Hör einfach auf, etwas festzuhalten,
Wo keine Richtung zu bestimmen ist,
Wie könnte es da Kommen und Gehen geben?

Kein Sammeln ist nötig und kein Zerstreuen,
Es gibt weder langsam noch schnell.
Die leuchtende Stille ist Von-selbst-So,
Das ist nicht zu erklären, da gibt es nichts zu erreichen.

Niutou Farong (594-657) in: Xinming, die Herz-Geist-Einmeißelung

http://www.yoga-welten.de/forum/spirituelle-poesie/5244-xinming-die-herz-geist-einmeisselung

Aufmerksam geworden bin ich auf den Text noch mal wieder hier:

https://satyamnitya.wordpress.com/2016/01/16/niutou-farong-still-sein-still-sein-das-ist-die-hellste-klarheit/

Warnung in eigener Sache

dwzsgScreenshot

Noch immer gibt es im Netz von mir nicht autorisierte Angebote meines vergriffenen eBook „Den Weg zum Selbst gehen. Texte zu Mystik und Spiritualität“.

Das eBook ist vergriffen. Alle diese Angebote sind nicht mit mir abgesprochen oder von mir gewünscht.

Gott finden und verlieren

Gott zu suchen ist, wie ein Netz durch das Wasser zu ziehen. Wenn du das Netz hinter dir herziehst, ist es schwer und voll Wasser, wenn du es jedoch einziehst, ist nichts darin.
Wenn du Gott mit deinem Denken und Tun suchst, ist Gott in dir, sobald du ihn aber gefunden zu haben glaubst und dich zufriedengibst, hast du ihn wieder verloren.

Fjodor Strachow (1861-1923)

Netz der Verbundenheit

Wir alle sind Natur als Körper, sind Klarheit als Geist und sind Liebe als Seele.
Wir alle sind verwoben in einem staunenswerten, das All durchwirkenden Netz der Verbundenheit.
Wir sind ein großes WIR, und doch leiden wir oft an Abtrennung, an Unverständnis, erleben Begrenzung und Hilflosigkeit, ökologische, soziale und wirtschaftliche Krisen und Probleme.

Pyar Rauch (*1960) in: Wir – Wege der Verbundenheit. Aurum-Verlag, Bielefeld 2009, S. 9

Ein großes WIR

Wir alle sind Natur als Körper, sind Klarheit als Geist und sind Liebe als Seele.
Wir alle sind verwoben in einem staunenswerten, das All durchwirkenden Netz der Verbundenheit.
Wir sind ein großes WIR, und doch leiden wir oft an Abtrennung, an Unverständnis, erleben Begrenzung und Hilflosigkeit, ökologische, soziale und wirtschaftliche Krisen und Probleme.

Pyar Rauch (*1960) in: Wir – Wege der Verbundenheit. Aurum-Verlag, Bielefeld 2009, S. 9